Die oekologische Bedeutung organischer Schadstoffe sowie deren Einbeziehung in Massnahmen des Bodenschutzes ist insbesondere in der Diskussion um die Novellierung der Klaerschlammverordnung deutlich geworden. Dringend erforderlich sind dafuer verbesserte Kenntnisse ueber die ubiquitaere Hintergrundbelastung mit diesen Stoffen sowie ueber deren Haupteintragsquellen. Das Vorhaben soll dazu dienen, die Belastung der Boden-Dauerbeobachtungsflaechen im Bereich des UBA-Messnetzes horizontal und im Profil zu dokumentieren. Daraus soll die Hintergrundbelastung und ggf. mit Hilfe der fuer die Messpunkte vorhandenen genauen Kenntnisse ueber die Immissionssituation die jeweil. Haupteintragsquelle(n) zu identifizieren versucht werden. Ueber die Dauerbeobachtung (Wiederholungsuntersuchungen) ergibt sich darueber hinaus die Moeglichkeit, das langfristige Verhalten der angefuehrten Substanzen im Boden (Mobilitaet, Abbaubarkeit) naeher zu untersuchen.
Seit 1984 wurde eine Stoffdatei im Zuge der Fortschreibung der Gefahrstoffverordnung entwickelt und Aspekte des Gefahrgut-Transportrechtes einbezogen. Diese Datei des Max-von-Pettenkofer-Instituts des BGA soll fuer die Abfrage ueber eine Schadstoffdatei des BMU geoeffnet werden (einschliesslich Gefahrstoffschnellauskunft). Der DV-gerechte Datensatz soll ab 1991 als Basisdatei fuer die Arbeiten zur Ausfuehrung der EG-Richtlinie zur Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gefaehrlicher Zubereitungen dienen. Dazu sind eine Reihe inhaltlicher Ergaenzungen und Vervollstaendigungen notwendig, um eine ausreichende Bonitaet zu gewaehrleisten.
Militaerflugzeuge verursachen in bestimmten Gebieten hohe Geraeuschimmissionen. In Anfragen von betroffenen Buergern und von Politikern wird haeufig die Vermutung geaeussert, dass diese Belastungen negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. In einer Vorstudie konnten Gesundheitsbereiche, in denen vordringliche Untersuchungen notwendig sind, abgegrenzt, sowie geeignete Untersuchungsmethoden erarbeitet werden. In diesem Vorhaben wurden die entsprechenden Erhebungen durchgefuehrt. Ergebnisse: Akutwirkungen von Tieffluglaerm und Langzeiteffekte chronischer Tieffluglaermexposition wurden insbesondere bezueglich ihrer Wirkung auf das Gehoer und das Herz-Kreislaufsystem untesucht. Aurale Akutwirkungen bestanden beim Menschen in temporaeren Hoerschwellenverschiebungen, deren zeitlich verzoegerte Entwicklung auf die Moeglichkeit von Schaedigungen bei chronischer Exposition verweist, bei Meerschweinchen wurden bleibende Hoerverluste von groesser gleich 30 dB bei einmaliger Exposition mit 126 dB Maximalpegel bei 50 Prozent der Tiere gefunden. Unter den extraauralen Akutwirkungen waren nur Blutdrucksteigerungen bei alten Menschen sowie Schreckreaktionen mit vegetativen Symptomen insbesondere bei schnellem Pegelanstieg gesundheitlich relevant. Mit epidemiologischer Methodik wurde nachgewiesen, dass die mittleren Hoerschwellen in stark belasteten Tieffluggebieten signifikant ueber denen in Gebieten ohne Tieffluglaerm lagen. Unterschiede im Blutdruck und der Haeufigkeit hypertoner Blutdruckwerte waren beim Vergleich verschieden belasteter Tieffluggebiete nicht festzustellen, aber die Cortisol- und Metanephrinausscheidung waren unter sehr starker Tieffluglaerm...
Materialschaeden durch Umwelteinfluesse und die sich daraus ergebenden Gebrauchsminderungen von Sachguetern fuehren zu betraechtlichen volkswirtschaftlichen Verlusten. Zunaechst sollen die bereits vorliegenden Kostenschaetzungen gesichtet, aktualisiert und ggf auf die Bundesrepublik Deutschland hochgerechnet werden. Bislang nicht erfasste Schadenskategorien sollen mit Hilfe neuer Messverfahren bewertet werden. Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang die Frage, inwieweit irreversible Schaeden bei Kunstwerken und Baudenkmaelern in ein oekonomisches Bewertungskalkuel einbezogen werden koennen.
Der 14. UNEP-Verwaltungsrat hat beschlossen, 1988 einen Umweltbericht zum Thema 'The Public and the Environment' zu erstellen. Zum Stand des Umweltbewusstseins fehlt es weltweit an praezisen, international vergleichbaren Daten und Informationen. Die erforderlichen Daten sollen in einer repraesentativen Meinungsumfrage, die in 21 Staaten durchgefuehrt wird, gesammelt werden. Die Gesamtkosten werden sich auf ca. 1 Mio. US-Dollar belaufen. Zu den ausgesuchten Staaten gehoert D. Der BMZ gewaehrt finanzielle Unterstuetzung fuer die Umfrage in Entwicklungslaendern. Herr Minister hat das Projekt gebilligt und die Uebernahme der Kosten fuer die nationale Umfrage zugesagt. Die Umfrage in der Bundesrepublik Deutschland wird bewertet und fliesst in den von UNEP zu erarbeitenden Umweltbericht ein. Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Umweltschutzes hat der BMU ein besonderes Interesse an dieser Erhebung und dem Umweltbericht. Dieser Bericht wird Anhaltspunkte geben, wo Schwerpunkte in den laufenden Bemuehungen um die Verbesserung des Umweltbewussseins gesetzt werden muessen. Dies betrifft sowohl Zusammenarbeit innerhalb der EG, OECD, NATO als auch insbesondere mit den Entwicklungslaendern. Nachhaltige Erfolge, wie z.B. im Schutz der Atmosphaere, der Meere, der Ressoucen etc. werden ohne eine erhebliche Verbesserung des Umweltbewusstseins weltweit kaum moeglich sein.
Neben den in den gesetzlichen Pruefvorschriften festgelegten Stoffen gibt es im Abgas von Otto-Motoren eine Vielzahl von anderen Verbindungen. Die meisten werden durch den Einsatz von Katalysatoren stark reduziert. Einige werden jedoch bei Luftmangel bzw Luftueberschuss auf dem Katalysator verstaerkt gebildet. Dies gilt besonders fuer ungeregelte Katalysatoren. Da diese erst seit kurzem verstaerkt auf dem Markt erscheinen, liegen keine Messdaten fuer Verbindungen wie NH3, H2S, HCN, N2O usw vor. Da diese Stoffe ua von gesundheitlicher Relevanz sind, ist es notwendig, Emissionsdaten zu ermitteln.
Pro Jahr werden im Luftraum der Bundesrepublik Deutschland ca. 100.000 Tieffluege mit militaerischen Strahlflugzeugen absolviert. Infolge der hohen Geraeuschemissionen der Kampfflugzeuge und der geringen Flughoehe ueber Grund, kann es in Tieffluggebieten mit hoher Ueberflugdichte zu einer Laermbelaestigung fuer die Anwohner kommen. Das Bestreben der Bundesregierung ist es, die bei Tieffluegen resultierende Laermbelastung auf das absolut erforderliche Mindestmass zu beschraenken. Dazu muss die Richtigkeit und Wirksamkeit der bestehenen Tieffluglaermminderungskonzeption ueberprueft werden. Zusaetzlich zu den bereits durchgefuehrten Geraeuschmessungen in ausgewaehlten Gebieten mit Tiefflugbetrieb sollen daher weitere Regionen bezueglich ihrer tatsaechlichen Laermbelastung untersucht werden. Die Erfassung der Laermbelastung dient der Entwicklung geeigneter Laermminderungsplaene durch die Bundesregierung.
Nach Abschluss des laufenden Vorhabens Anfang 1989 (ZE: Universitaet Hannover) soll zusammen mit einem kommunalen und regionalen Partner die Anwendung der erarbeiteten Ergebnisse erfolgen. Entsprechend den 'Leitlinien Umweltvorsorge' planen zunehmend mehr Gebietskoerperschaften in der Bundesrepublik Deutschland die Erarbeitung und Umsetzung von oertlichen und regionalen Umweltqualitaetszielen und Umweltstandards. Die modellhafte Erstellung eines derartigen Zielsystems ist von Bedeutung fuer den Vollzug der UVP-Gesetze, der Eingriffsregelung und der Landschaftsplanung.
Es geht bei der Staerkung der Umweltbefugnisstrukturen in den UN auch um die kuenftige Rolle und Funktion UNEPs. Es ist erforderlich, dass die Bundesregierung zu diesen Fragen von grundsaetzlicher Bedeutung fuer die kuenftige Zusammenarbeit im Umweltschutz auf globaler Ebene eine eigene Position entwickelt. Hierzu bedarf es eines Gutachtens ueber - Grundlagen, Strukturen und Funktionsweise der bestehenden Umweltzustaendigkeiten in den UN, - Bewertung unter dem Aspekt der Durchsetzungsfaehigkeit von Umweltschutz im Hinblick auf a) bessere Integration in die Politikbereiche anderer UN-Organisationen und - Gremien, b) Umsetzung von UN-Konventionen in den UN-Mitgliedstaaten, - Vorschlaege fuer institutionelle Massnahmen zur Staerkung o.g. Durchsetzungsfaehigkeit.
Der Interdisziplinaere Arbeitskreis fuer Laermwirkungsfragen wurde im Vollzug des Aktionsprogramms Laermbekaempfung des Bundesministers des Innern 1978 eingerichtet. Seine wichtigste Aufgabe besteht darin, interdisziplinaer getragene Aussagen ueber die Bedingungen zu machen, unter denen Gefahren, erhebliche Nachteile und erhebliche Belaestigungen durch Laerm zu befuerchten sind. In diesem Vorhaben wird eine Literatur-Studie ueber Gehoergefaehrdung bei Tieffluglaerm durchgefuehrt.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 599 |
| Europa | 3 |
| Kommune | 9 |
| Land | 16 |
| Wirtschaft | 1 |
| Wissenschaft | 112 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 599 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 599 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 599 |
| Resource type | Count |
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| Keine | 595 |
| Webseite | 4 |
| Topic | Count |
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| Boden | 334 |
| Lebewesen und Lebensräume | 517 |
| Luft | 343 |
| Mensch und Umwelt | 595 |
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