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Zoologische und ethologische Untersuchungen zum Robbensterben

Zur Aufklaerung des aktuellen Seehundsterbens an der Nordseekueste sind neben veterinaermedizinischen Untersuchungen gleichermassen zoologische, d.s. in erster Linie biometrische Untersuchungen, Geschlechts- und Altersbestimmungen, Feststellungen der Konditionsparameter sowie pathologische Voruntersuchungen erforderlich. Im Gegensatz zu veterinaermedizinischen Untersuchungen, die in erster Linie an frischtoten Tieren durchgefuehrt werden muessen, sind bei diesem Vorhaben auch die unterschiedlich stark verwesten Kadaver in das Untersuchungsprogramm einzubeziehen, um moeglichst weitgehende Aussagen ueber den Umfang der Ereignisse machen zu koennen. Ausserdem sind Untersuchungen zur Ethologie und Populationsdynamik vorgesehen, um beobachtete Verhaltensanomalien von Seehunden und spezielle Fragen im Zusammenhang mit der Reproduktion aufzuklaeren.

Epidemiologische Untersuchungen ueber gesundheitliche Auswirkungen des Laerms, Caerphilly und Speedwell - Verkehrslaermstudien II

In Quer- und Laengsschnittanalysen wurden statistische Zusammenhaenge zwischen dem Verkehrslaermpegel (aussen) und Risikofaktoren fuer ischaemische Herzkrankheiten (IHK) und der Praevalenz und Inzidenz von IHK untersucht. Die Studien sind Teil der 'Caerphilly and Speedwell Collaborative Heart Disease Studies' in Caerphilly (Wales) und Bristol (England). Die Caerphilly-Stichprobe umfasste 2512, die Speedwell-Stichprobe 2348 Maenner im Alter von 45-59 bzw 45-63 Jahren. Die Maenner der am staerksten verkehrslaermexponierten Kategorie (L(ind=AFm, 6-22 h)= 66-77 dB) hatten gegenueber den am wenigsten Exponierten (L(ind=AFm, 6-22 h)= 51-55 dB) andeutungsweise ein 'unguenstigeres' Risikofaktorprofil im Hinblick auf 9 identifizierte endogene Risikofaktoren fuer den Herzinfarkt. Hauptsaechlich Blutfette und haemostatische Faktoren waren betroffen, weniger der Blutdruck. Modellrechnungen auf der Grundlage der Risikofaktoren fuehrten auf ein geringfuegig erhoehtes relatives Herzinfarktrisiko (RR) fuer die Maenner dieser Verkehrslaermkategorie (ca RR=1,1). Die Praevalenz von ischaemischen Herzkrankheiten war ebenfalls leicht erhoeht (ca RR=1,2). Die Inzidenz von Herzinfarkt hingegen war geringer (ca RR=0,7). Diese Ergebnisse waren statistisch nicht signifikant. Fuer die Maenner in Wohngebieten unterhalb eines Tagesmittelungspegels von 66 dB(A) ergab sich kein Hinweis auf ein erhoehtes Herzinfarktrisiko, der Pegelbereich darueber bedarf weiterer Klaerung. Ein relatives Risiko von RR=1,5 fuer die Maenner in der 66-70 dB(A)-Kategorie waere statistisch signifikant nachweisbar gewesen.

Untersuchungen zur Bewertung der Umweltvertraeglichkeit von unterschiedlichen Toilettensystemen (Humustoiletten, chemische Toiletten, Omnibustoiletten, Eisenbahntoiletten usw.)

Bei verschiedenen Toilettensystemen gibt es keine ausreichenden Kenntnisse, um Anforderungen zur Erreichung der Umweltvertraeglichkeit aufzustellen (zB Humustoiletten, chemische Toiletten, Schiffstoiletten, Omnibustoiletten, Eisenbahntoiletten). Es sollen nun an verschiedenen Toilettensystemen derartige Untersuchungen zur Festlegung der Umweltvertraeglichkeit (Hygiene, Geruch, Schadstoffbelastung der Endprodukte, Abwasserbelastung) durchgefuehrt werden. In dieses Projekt soll das BGA eingebunden werden.

Optimierung der schallabsorbierenden Eigenschaften von Drainasphalt

Drainasphalt, der ausschliesslich unter dem Gesichtspunkt der Wasserableitung zur Aquaplaningverhinderung entwickelt wurde, besitzt deutlich akustische Vorteile. Versuchsstrecken existieren vor allem im westeuropaeischen Ausland. Es werden zT enorme Pegelabsenkungen (bis 9 dB) angegeben. Zur Beurteilung der Laermminderung muessen sowohl die Messbedingungen als auch die Beschaffenheit der Vergleichsstrecken genau angegeben sein, was in der Regel nicht geschehen ist. Um aussagefaehige und vergleichbare Pegel der unterschiedlichen Drainasphaltstrassendecken zu erhalten, werden mehrere Strecken mit gleichen Fahrzeugen vermessen. Die Ergebnisse werden bei dem jetzt von der BAST und dem BMV veranlassten Bau von Versuchsstrecken mit Drainasphalt in der Bundesrepublik beruecksichtigt. Die hierbei errichteten Stadtstrassen sind in das Messprogramm einbezogen.

Modellhafte Anwendung einer Methode zur beprobungslosen Ermittlung und Bewertung von altlast-verdaechtigen Flaechen - Qualifizierung der Methode fuer die Praxis (Berlin)

Mit dem Vorhaben FKZ 107 03 001 ist ein Leitfaden zur beprobungslosen Erst-Ermittlung von altlast-verdaechtigen Flaechen entwickelt worden. In einem altindustrialisierten Gebiet wurde nun in Zusammenarbeit mit dem KVR Essen diese Methode angewendet und fuer die Aufgabe der flaechendeckenden Suche nach Altlasten und ihrer Bewertung spezifiziert. Dabei stand die Erarbeitung und Erprobung von einheitlichen Kriterien zur Ermittlung, Bewertung und Folgenutzung von Altlasten im Vordergrund.

Untersuchungen zur Wertstoff- und Biomuellerfassung in Grosswohnanlagen

In Grosswohnanlagen der Stadt Bremen sollen zentrale Hausmuell- und Wertstoffcontainer installiert werden, in denen Kombinationen von Einzelcontainern zur Erfassung von Restmuell, Wertstoffen und Biomuell zum Einsatz kommen. Hier sollen die Mengen und Qualitaeten vor Einfuehrung dieser Container, kurz nach Aufstellung und ca. 1 Jahr nach Aufstellung ermittelt werden. Ziel ist es festzustellen, inwieweit die Einwohner von Grosswohnanlagen motiviert werden koennen, dauerhaft hohe Mengen und akzeptable Qualitaeten von Wertstoffen und Biomuell bereitzustellen. Diese Daten sind fuer die Uebertragung auf andere Grosswohnanlagen der Bundesrepublik Deutschland zu uebertragen.

Entwicklung der Abgasbelastung an Autobahnen

Im Rahmen des 'Grossversuchs' bewaehrte sich ein vom TUEV Rheinland in der Bundesrepublik erstmals verwendetes Verfahren zur Bestimmung der Kfz-Emissionen mittels Immissionsmessung an einem Autobahnquerschnitt (Boden bis 19 m Hoehe, Ci, NO, NO2, O3, Windvektor, Einstrahlung, verkehrsspezifische Daten). Bei Fortfuehrung dieser Messungen wird sich der Erfolg der zunehmenden Einfuehrung schadstoffarmer Pkw quantitativ feststellen lassen. Fuer die Fortfuehrung der Messungen fallen lediglich Wartungskosten sowie Kosten fuer die Betreuung und Auswertung der Messungen an.

Stand der Umsetzung der EG-Richtlinie zur Umweltvertraeglichkeitspruefung (UVP) im internationalen Vergleich

Nach der Verabschiedung der EG-Richtlinie zur UVP im Juni 1985 sind alle Mitgliedslaender der EG gehalten, diese Richtlinie innerhalb von drei Jahren in das nationale Recht umzusetzen. Das F+E-Vorhaben soll - ausgehend von einer Bestandsaufnahme der gegenwaertigen Umsetzungsbemuehungen - die rechtlichen und administrativen Schwierigkeiten bei der Einbindung der Richtlinie in die verschiedenen nationalen Rechtskodices sowie die unterschiedlichen Verfahren der Fachplanung usw. untersuchen und fuer die Bundesrepublik Deutschland Abhilfemassnahmen vorschlagen. Das Forschungsvorhaben steht im Zusammenhang mit dem fuer 1987 geplanten internationalen Symposium zur UVP.

Bioindikator veroelte Seevoegel

Vom Bund und den vier Kuestenlaendern wird fuer drei Jahre ein Demonstrationsvorhaben zur Entsorgung der Seeschiffahrt durchgefuehrt. Sie haben zu diesem Zweck ein Verwaltungsabkommen abgeschlossen. Das UBA ist mit der wissenschaftlichen Begleitung des Demonstrationsvorhabens beauftragt. Als eine Grundlage fuer Erfuellung Paragraph 5 Abs. 3 Auswirkungen des Demonstrationsvorhabens auf die Reinhaltung der Nordsee sollen die Seevoegel als Bioindikatoren fuer Meeresverschmutzungen durch den Seeverkehr herangezogen werden.

Untersuchungen zum Vorkommen und zur Pathogenitaet von Parasiten bei Seehunden

Der regelmaessige Nachweis von Parasiten und Veraenderungen, die durch Parasiten hervorgerufen werden, lassen parasitaere Infektionen, alleine oder in Verbindung mit anderen Schaedigungen, als eine moegliche Todesursache erscheinen. Aufgrund der wenigen in den letzten 20 Jahren untersuchten Tiere und des oft nicht mehr verwertbaren Zustandes der Tierkoerper liegen bisher nur sporadische parasitologische Untersuchungen von Seehunden vor. Im Jahre 1968 wurden bei einigen Tieren parasitologische Sektionen durchgefuehrt. Dabei wurden hauptsaechlich Spulwuermer (Anasakidae) und Lungenwuermer (Filaroidae) gefunden. Im Jahre 1988 wurden bisher Proben von 19 Seehunden untersucht. In 3 Proben wurden Lungenwuermer festgestellt, je 2 mal konnten Spulwuermer und Trematoden und je 1 mal Cestode und Acanthocephalen gefunden werden. Ueber die Befallsintensitaet koennen keine Angaben gemacht werden, da bisher nur kleinere Organproben untersucht werden konnten. Die parasitologischen Untersuchungen gliedern sich in 3 Abschnitt: (1) Bestandsaufnahme; (2) Probetherapie klinisch kranker Tiere; (3) Eruierung der Infektionsquellen.

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