Um gesicherte Aussagen zum bundesweiten Bodenzustand zu treffen, mit denen auch Anforderungen von europaeischer Seite entsprochen werden kann, ist es notwendig, die Bodenzustandsdaten in den Zusammenhang mit Ein- und Austragsdaten und weiteren den Standort charakterisierenden Informationen zu stellen. Dazu sollen die als flaechenrepraesentativ eingestuften Bodendauerbeobachtungsflaechen (BDF) hinsichtlich der Moeglichkeit solch integrierender Beobachtung betrachtet werden. Aufbauend auf den Ergebnissen zur Repraesentanzabschaetzung an Dauerbeobachtungsflaechen sollen die bereits bestehenden Aktivitaeten zu Intensivuntersuchungen sowie bestehende Defizite ueberprueft werden. Ziel soll es sein, auch fuer Nichtwaldflaechen eine Aussage aehnlich der dem Level II-Programme der BZE (Intensivuntersuchungen an Standorten der Bodenzustandserhebungen im Waldprogramm von Bundesanstalt fuer Holzwirtschaft -BML) vorliegen zu haben und in der Verknuepfung beider Programme zu einer flaechendeckenden Aussage fuer das Bundesgebiet zu gelangen. Anhand der aktualisierten Fassung des 'SAG-Papiers' sind Standorte fuer bundesweit nutzbare BDF festzulegen und entsprechende Parameter und Messintervalle zu dokumentieren. Es ist zu klaeren, was eine eventuelle Intensivierung von Untersuchungen an BDF-Flaechen kostet und wie Kosten und Betrieb zu verteilen waeren. Letzteres ist auch vor dem Hintergrund geplanter EU-Aktivitaeten zu betrachten.
Nach Fertigstellung der Pilotstudie 'Umwelt und Sicherheit im internationalen Kontext' im Rahmen von NATO CCMS ist beabsichtigt, das Thema im globalen Rahmen, insbesondere in UNEP aufzugreifen. Zwar kann von der Unterstuetzung durch den UNEP Exekutivdirektor ausgegangen werden, der sich bereits mehrfach oeffentlich prononciert zum Thema geaeussert hat. Gleichwohl ist eine abwehrende Haltung von Entwicklungslaendern nicht auszuschliessen, teils weil sie durch die Thematisierung von Sicherheitsrisiken eine Einmischung in innere Angelegenheiten befuerchten, teils weil sie aus dieser Betrachtung sich moeglicherweise ergebenden Handlungserfordernissen mit Skepsis begegnen. Zur Ueberwindung moeglicher Widerstaende soll im Rahmen des Vorhabens eine Strategie entwickelt werden, die durch eine sorgfaeltige Dokumentation und Quantifizierung der bisherigen Arbeiten den Einstieg in die Thematik durch UNEP vorbereitet. In diesem Zusammenhang soll ein Workshop hochrangiger Experten ausgewaelter Entwicklungslaender mit Vertretern der NATO CCMS Pilot Studie durchgefuehrt werden. Zur Vorbereitung des Workshops soll auf der Grundlage insbesondere der empirischen Untersuchungen der NATO Studie das Konfliktpotential von Umweltstoerungen (z.B. Verknappung der Wasserrsourcen, grenzueberschreitende Luftverschmutzung, Klimawandel und seine Folgen) unter besonderer Beruecksichtigung ihrer regionalen Auspraegung dargestellt und der Zusammenhang verdeutlicht werden, wie sich diese Umweltstoerungen auf die jeweilige regionale und die globale Sicherheit auswirken koennen. Als Ergebnis wird eine bewertende Uebersicht internationaler Umweltprobleme erwartet, die ein signifikantes Potential fuer das Entstehen innerstaatlicher oder zwischenstaatlicher Konflikte besitzen, und die geeignet ist, bei Vertretern der betreffenden Regionen Sensibilisierung fuer das Thema zu bewirken und sie fuer Unterstuetzung des Themas in UNEP zu gewinnen. Die Handlungsempfehlungen der NATO Studie sollen aufgegriffen und fuer die besonderen Zwecke der Eroerterung im Vorfeld eine Befassung von UNEP aufbereitet werden. Nach Eroerterung in dem hochrangigen Workshop soll auf dieser Basis ein Papier fuer UNEP erarbeitet werden. Zugleich geht es um die Begleitung der Thematik in anderen Foren, insbesondere der OSZE, wo sie bereits in mehreren regionalen Fachgespraechen im Jahre 1998 (Kaspisches Meer/Taschkent, Schwarzes Meer/Istanbul) aufgegriffen worden ist und im Jahr 1999 eine schwerpunktmaessige Behandlung erfahren soll.
Das Ziel des Vorhabens besteht darin, eine Methodik zur quantitativen Abschaetzung eines statistisch gesicherten Trends fuer die wasserseitigen Flusseintraege in die Nord- und Ostsee zu entwickeln. Diese Trendabschaetzungsmethodik sollte es ermoeglichen, festzustellen, ob die im Wassereinzugsgebiet ergriffenen Massnahmen zur Verringerung der Stoffeintraege auch eine Verbesserung der Gewaesserqualitaet sowie eine Reduzierung des Eintrags in die Nord- und Ostsee zur Folge haben. Die Ermittlung des Trends fuer Flusseintraege bereitet bisher grosse Schwierigkeiten, da Frachten aus Konzentrations- und Durchflussdaten berechnete Werte darstellen. So kann es bei der Ermittlung von Reduktionsraten fuer Flussfrachten allein aufgrund der Schwankungen des Gewaesserdurchflusses zur Erhoehung der Frachten in zwei ausgewaehlten Jahren kommen, obwohl Reduktionsmassnahmen im Gewaessereinzugsgebiet durchgefuehrt worden sind. Dies laesst sich dadurch erklaeren, dass in Nassjahren mit hohen Durchfluessen auch absolut gesehen hoehere Eintraege in die Meere als in Trockenjahren mit niedrigen Durchfluessen erfolgen. Deshalb sind bei der Erarbeitung einer solchen Trendabschaetzungsmethodik nicht nur die Frachten allein, sondern darueber hinaus weitere Einflussgroessen, z.B. Konzentrtion, Durchfluss, Temperatur zu beruecksichtigen und eventuell Normierungen auf bestimmte Durchflussbereiche vorzunehmen. Ausserdem sollten aufgrund der hohen jahreszeitlichen Schwankungen nicht nur die Jahresfrachten, sondern auch Frachten fuer kuerzere Zeitraeume (Saison, Monatswerte) einer Trendanalyse unterzogen werden. Das Vorhaben dient der mittelfristigen Schwerpunktaufgabe I des UBA (UVZ, UHZ).
Die Laufzeit des 5. Umweltaktionsprogramms der EG endet Ende 1999. Anfang 1999 trat der Amsterdamer Vertrag in Kraft, mit dem die EG auf eine nachhaltige Entwicklung verpflichtet und der Grundsatz der Integration von Umweltschutzerfordernissen in alle anderen Gemeinschaftspolitiken verstaerkt wird. Der Europaeische Rat hat die Integrationsforderung bei seiner Tagung im Juni 1998 in Cardiff aufgegriffen und die Fachministerraete zur Entwicklung entsprechender Strategien aufgefordert. Es ist zu erwarten, dass die Europaeische Kommission spaetestens Anfang des Jahres 2000 einen Konsultationsprozess mit den Mitgliedstaaten zur Entwicklung einer an das 5. Umweltaktionsprogramm anschliessenden Gemeinschaftsstrategie einleiten wird, die den neuen Vorgaben des EG-Vertrages in der Fassung des Amsterdamer Vertrages Rechnung tragen muss. Das Vorhaben soll dazu dienen, Elemente fuer eine solche Nachhaltigkeitsstrategie zusammenzustellen. Hierzu sollen neben Literaturrecherchen auch andere Moeglichkeiten, wie u.a. Interviews mit Vertretern gesellschaftlicher Gruppen oder Brainstorming-Workshops eingesetzt werden. Zielsetzung ist es, Handlungsfelder zu identifizieren, moegliche Ziele zu beschreiben und Elemente fuer Handlungsempfehlungen zu benennen. Als Option sollte vorgesehen werden, die Ergebnisse der Recherchen in Werkstattgespraechen mit fachkundigen Vertretern aus der Wissenschaft, von Nichtregierungsorganisationen etc. zur Diskussion zu stellen. Der Abschlussbericht des Vorhabens soll fuer die verschiedenen Bereiche der Umweltpolitik sowie im Hinblick auf die Integration von Umweltaspekten fuer die wesentlichen anderen Gemeinschaftspolitiken eine Palette moeglichst einheitlich strukturierter Bausteine enthalten.
Die oekologische Bedeutung organischer Schadstoffe sowie deren Einbeziehung in Massnahmen des Bodenschutzes ist insbesondere in der Diskussion um die Novellierung der Klaerschlammverordnung deutlich geworden. Dringend erforderlich sind dafuer verbesserte Kenntnisse ueber die ubiquitaere Hintergrundbelastung mit diesen Stoffen sowie ueber deren Haupteintragsquellen. Das Vorhaben soll dazu dienen, die Belastung der Boden-Dauerbeobachtungsflaechen im Bereich des UBA-Messnetzes horizontal und im Profil zu dokumentieren. Daraus soll die Hintergrundbelastung und ggf. mit Hilfe der fuer die Messpunkte vorhandenen genauen Kenntnisse ueber die Immissionssituation die jeweil. Haupteintragsquelle(n) zu identifizieren versucht werden. Ueber die Dauerbeobachtung (Wiederholungsuntersuchungen) ergibt sich darueber hinaus die Moeglichkeit, das langfristige Verhalten der angefuehrten Substanzen im Boden (Mobilitaet, Abbaubarkeit) naeher zu untersuchen.
Die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung der Funktionen der Boeden und der sorgsame Umgang mit Boeden als endliche Ressource ist ein uebergreifendes Umweltziel. Fuer deren Umsetzung bedarf es der Entwicklung von Kriterien, welche stoffliche, physikalische und biologische Bodeneigenschaften beschreiben. Der Zusammenhang der Kriterien innerhalb der einzelnen Bodenfunktionen ist ebenso zu beschreiben wie die Wechselbeziehung bei Beruecksichtigung verschiedener Bodenfunktionen. Die Kriterien muessen eine Quantifizierung im Sinne von normsetzenden Werten zulassen, um die Erfuellung der Bodenfunktionen unter Beruecksichtigung der verschiedenen Bodennutzungen zu gewaehrleisten.
Seit 1984 wurde eine Stoffdatei im Zuge der Fortschreibung der Gefahrstoffverordnung entwickelt und Aspekte des Gefahrgut-Transportrechtes einbezogen. Diese Datei des Max-von-Pettenkofer-Instituts des BGA soll fuer die Abfrage ueber eine Schadstoffdatei des BMU geoeffnet werden (einschliesslich Gefahrstoffschnellauskunft). Der DV-gerechte Datensatz soll ab 1991 als Basisdatei fuer die Arbeiten zur Ausfuehrung der EG-Richtlinie zur Einstufung, Verpackung und Kennzeichnung gefaehrlicher Zubereitungen dienen. Dazu sind eine Reihe inhaltlicher Ergaenzungen und Vervollstaendigungen notwendig, um eine ausreichende Bonitaet zu gewaehrleisten.
Das Ziel des Vorhabens ist die Konzeption eines Bewertungssystems fuer chemische und biologische Ueberwachungsgroessen in Nord- und Ostsee. Internationale Aktivitaeten zu dieser Thematik (OSPAR-Workshop zu Hintergrundwerten, OSPAR-Workshops zu oekotoxikologischen Bewertungskriterien, HELCOM-Workshops zur Qualitaetssicherung biologischer Messgroessen) haben gezeigt, dass vor weiteren internationalen Aktivitaeten die Notwendigkeit besteht, vorhandene Daten umfassend zusammenzutragen und zu bewerten. Dies soll durch das Vorhaben geschehen. Auf der Basis von Literaturrecherchen soll im Vorhaben der natuerliche Zustand (Hintergrundwert fuer Schad- und Naehrstoffe, Referenzwert fuer biologische Effekte von Stoffen) sowie dessen Schwankungsbreite (natuerliche Variabilitaet durch saisonale und zwischenjaehrliche Veraenderungen im Salzgehalt, Temperatur, Klima, Vermehrungszyklen usw.) vor allem fuer die Messgroessen im Bund/Laender-Messprogramm Nord- und Ostsee (BLMP) ermittelt werden, die fuer die EU-Wasserrahmenrichtlinie relevant sind. Kennt man den natuerlichen Zustand incl. Schwankungsbreite, lassen sich Ueberwachungsdaten des Meeresmonitorings hiermit vergleichen und anthropogen verursachte Veraenderungen (z.B. der Schadstoffkonzentration im Sediment oder der Artenzahl der Bodentiere im Wattenmeer) feststellen. Das Vorhaben beinhaltet keine Durchfuehrung von Messungen, sondern es soll auf die Daten des BLMP, die in der Meeresumweltdatenbank (MUDAB) gespeichert sind, sowie auf Literaturangaben zurueckgegriffen werden. Das Teilprojekt 01 konzentriert sich auf die Nordsee.
Ziel ist es, den in letzter Zeit stark gestiegenen Qualitaetsanforderungen an Emissionsdaten (z.B. unter der Klimarahmenkonvention) eine angemessen strukturierte und operierende nationale Verfahrensweise zur Datenerhebung und zur Prognose auch von alternativen Entwicklungen gegenueberzustellen und zu optimieren. Die Emissionsberichterstattung des Umweltbundesamtes erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen der federfuehrenden Stelle (II 4.6) und den fuer die einzelnen emissionsverursachenden Vorgaenge (Quellen) zustaendigen Fachgebieten, deren Aufgabe die Ermittlung und Bereitstellung der Emissionsfaktoren ist. Hierbei treten, bedingt durch Datenlage, Erkenntnisstand, Erfahrung, Bedeutung und Prioritaetensetzung, in dem breiten Spektrum an Quellen und Komponenten erhebliche Unterschiede hinsichtlich der fachlichen Tiefe auf. Das Vorhaben soll auf Ergebnissen des FuE-Vorhabens 'Integrierte Matrix zur Emissionsberichterstattung' (FKZ 298 42 759) aufbauen, in dem die derzeit angewandten Methoden dokumentiert und den strukturellen Anforderungen aus internationalen Berichtspflichten gegenuebergestellt werden. Fuer die hier als Schwach- oder Fehlstellen identifizierten Bereiche sollen die im Umweltbundesamt zur Herleitung und Fortschreibung angewendeten Rechnungsmethoden (insbesondere von E-Faktoren) geprueft und gegebenenfalls modifiziert werden. Zur Feststellung des Anpassungsbedarfs soll eine methodologische Auswertung der internationalen Emissionsinventarrichtlinien (CORINMR/EMEP, IPCC) erfolgen. Hinsichtlich der Emittentenstruktur sind von dieser Revision absehbar die Bereiche Abfall, Abwasser, Landwirtschaft, Flaechennutzung und biogene Emissionen betroffen, aus komponentenspezifischer Sicht sind Berechnungsmethoden u.a. fuer POP, Schwermetalle, HFC, PFC und SF6 zu entwickeln. Die Planung von Massnahmen zur Verbesserung oder zur Sicherung der Luftqualitaet geht von Szenarioueberlegungen aus. Moeglichkeiten der Einbindung bereits verfuegbarer Luftqualitaetsstrategiemodelle und deren Anpassung an die Anforderungen der Politikberatung, insbesondere im Hinblick auf strukturelle Massnahmen, sollen geprueft werden.
Die Studie soll die Bereiche, d.h. die Geraete, Anwendungsfaelle usw. bestimmen, die bedeutende Minderungspotentiale aufweisen. Die dabei erfolgenden Schaetzungen und Berechnungen sollen nicht nur qualitative, sondern auch quantitative Aussagen erbringen, die belastbare Daten liefern (d.h. Daten, deren Ermittlung nachvollziehbar ist). Es sollen Grundlagen geschaffen werden fuer die Identifizierung von Massnahmen, die fuer die Ausschoepfung des hier ermittelten Minderungspotentials geeignet sind. Das Vorhaben soll die folgenden Bereiche umfassen: - Haushalte und Kleinverbrauch sowie Bueros (nicht nur Bueros im Kleinverbrauch), - alle elektrischen Geraete und Anlagen (ausser Heizungsanlagen) sowie Beleuchtung, - alle Betriebszustaende dieser Geraete und Anlagen (Normalbetrieb und Leerlauf). Sachstand: 1. Zusammenfassung bisheriger Untersuchungen. 2. Erfassung der in bisherigen Untersuchungen nicht betrachteten Geraetegruppen und Anlagentypen und Ermittlung ihrer Energieverbraeuche. 3. Erstellung eines Ueberblickes, Bewertung der Geraete- und Anlagentypen (der Punkte 1 und 2) auf ihre Bedeutung bzgl. Energieverbrauch. Projektionen: 4. Darstellung der Dynamik der derzeitigen Entwicklung (z.B. Zunahme des Ausstattungsgrades) und des dadurch zu erwartenden Anstiegs des Stromverbrauches und damit des CO2-Ausstosses. CO2-Minderungspotentiale: 5. Darstellung der technischen Moeglichkeiten und Berechnung des Potentials der Minderung von Stromverbrauch und CO2-Ausstoss.
| Organisation | Count |
|---|---|
| Bund | 881 |
| Europa | 6 |
| Kommune | 9 |
| Land | 21 |
| Wissenschaft | 161 |
| Type | Count |
|---|---|
| Förderprogramm | 881 |
| License | Count |
|---|---|
| Offen | 881 |
| Language | Count |
|---|---|
| Deutsch | 881 |
| Englisch | 14 |
| Resource type | Count |
|---|---|
| Keine | 673 |
| Webseite | 208 |
| Topic | Count |
|---|---|
| Boden | 542 |
| Lebewesen und Lebensräume | 731 |
| Luft | 548 |
| Mensch und Umwelt | 876 |
| Wasser | 539 |
| Weitere | 881 |