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Teilprojekt 2: Einbindung Sustainable Finance Expert:innen

Das Projekt "Teilprojekt 2: Einbindung Sustainable Finance Expert:innen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. durchgeführt. In diesem transdisziplinär angelegten Vorhaben CREATE möchte die HFT gemeinsam mit den Praxispartnern VfU und DGNB, sowie einem Partner aus der Versicherungswirtschaft unter interaktiver Einbindung verschiedener Stakeholder-Gruppen innovative Finanz- und Versicherungsprodukte für den CO2-intensiven Immobiliensektor entwickeln (Design-Thinking-Methodik). Diese sollen sich durch eine möglichst hohe transformative Wirkung (Impact), d.h. ein möglichst hohes Dekarbonisierungspotenzial, auszeichnen. Für den bestehenden Mangel an EU-Taxonomie-konformen Daten zum CO2-Fußabdruck soll eine Methodik entwickelt werden, die es ermöglicht, die relevanten Zielgruppen mit den erforderlichen Daten zu versorgen. Das Projekt zielt darauf ab, die Akzeptanz nachhaltiger Finanzprodukte bei ausgewählten Finanzmarktakteuren durch ein besseres Verständnis über Treiber und Barrieren mit Blick auf bestehende Produkte zu erhöhen. Dazu sollen zunächst Stakeholder identifiziert werden, die das größte Potenzial haben, die positiven Effekte nachhaltiger Finanzprodukte für die Erreichung der Klimaziele auszuschöpfen, um anschließend deren Verhalten, Bedürfnisse und Erwartungen zu analysieren. Hierbei ist es wichtig, diejenigen Variablen detailliert zu analysieren, die den größten Einfluss auf das Interesse an und die Akzeptanz von bestehenden Produkten haben und folglich als Treiber bzw. Barrieren einzuordnen sind. Begleitet von Design-Thinking-Prinzipien und -Methoden wird zu diesem Zweck, unter Einbeziehung der professionellen Netzwerke des Konsortiums und geeigneter wissenschaftlicher Methoden ein dreistufiger Prozess durchlaufen, der im Arbeitsplan detailliert erläutert wird.

DESERTEC - Wüstenstrom

Das Projekt "DESERTEC - Wüstenstrom" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von DESERTEC Foundation, Office Hamburg durchgeführt. Dieses Projekt ist vorerst nur geplant. Auf einer Veranstaltung am 13. Juli 2009 in München haben zwölf europäische Unternehmen zusammen mit der DESERTEC Foundation ein Memorandum of Understanding zur Gründung einer Desertec Industrial Initiative Planungsgesellschaft (DII) unterzeichnet. Die DII Planungsgesellschaft soll bis zum 31. Oktober 2009 als GmbH nach deutschem Recht gegründet werden. Ziel dieser Initiative ist die Analyse und Entwicklung von technischen, ökonomischen, politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen zur CO2-freien Energieerzeugung in den Wüsten Nordafrikas. Dieses von der TREC-Initiative des Club of Rome entwickelte DESERTEC-Konzept beschreibt die Perspektiven einer nachhaltigen Stromversorgung für alle Regionen der Welt mit Zugang zum Energiepotenzial von Wüsten. Die Gründungsunternehmen der DII, deren regionaler Fokus auf Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika (MENA) liegt, werden sein: ABB, ABENGOA Solar, Cevital, Deutsche Bank, E.ON, HSH Nordbank, MAN Solar Millennium, Münchener Rück, M+W Zander, RWE, SCHOTT Solar, SIEMENS. Zu den wesentlichen Zielen der DII gehören auch die Erarbeitung konkreter Geschäftspläne und darauf aufbauender Finanzierungskonzepte sowie der Anstoß zu industriellen Vorbereitungen zum Bau einer Vielzahl vernetzter und über die MENA-Region verteilter solarthermischer Kraftwerke. Diese Energiequellen sollen durch ein internationales verlustarmes Hochspannungsgleichstromleitungsnetz (HGÜ) verbunden werden mit anderen regenerativen Energieerzeugern von Island bis Arabien. Es wird angestrebt, einen Anteil von rund 15 Prozent des Strombedarfs von Europa und einen erheblichen Anteil des Strombedarfs für die Erzeugerländer zu produzieren. Alle Tätigkeiten der DII sind darauf ausgerichtet, umsetzungsfähige Investitionspläne innerhalb von drei Jahren nach Gründung zu erstellen.

CARLOFFF2: Konvektive Ereignisse: Verbindung von Radar basierten Deskriptoren und Schäden durch Sturzfluten

Das Projekt "CARLOFFF2: Konvektive Ereignisse: Verbindung von Radar basierten Deskriptoren und Schäden durch Sturzfluten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Potsdam, Institut für Umweltwissenschaften und Geographie, Lehrstuhl für Hydrologie und Klimatologie durchgeführt. ClimXtreme 2 fokussiert auf die Frage, wie der Klimawandel extreme Wetterereignisse verändert, und soll eine Wissensbasis schaffen, mit deren Hilfe Entscheidungsträger und Gesellschaft ihre Reaktion auf veränderte Auswirkungen planen können. Diese Auswirkungen stehen in Modul C im Vordergrund. Dabei spezifiziert das Teilprojekt CARLOFFF diese Fragestellungen für konvektive Starkregenereignisse. Diese treten in ganz Mitteleuropa auf und gehören hier zu den schadensträchtigsten Naturgefahren: Durch mesoskalige Abflusskonzentration verursachen sie Sturzfluten; in urbanen Räumen entsteht die Überflutung durch die kleinräumige Akkumulation von Oberflächenabfluss. In der ersten Phase von ClimXtreme wurde im Projekt CARLOFFF erstens die Beziehung zwischen hydrometeorologischen Merkmalen von Starkregenereignissen (auf Basis des CatRaRE-Katalogs) und beobachteten Impakts (auf Basis der HiOS-Datenbank) untersucht. Darauf basierend wurden zweitens impaktrelevante Starkregenereignisse als Überschreitung von Schwellenwerten des Weather Extremity Indexes definiert, das Auftreten dieser Ereignisse mittels Machine Learning (ML) in Bezug zum großräumigen Zustand der Atmosphäre gesetzt und dann auf Grundlage der ML-Modelle zukünftige Änderungen der Häufigkeit projiziert. Der zweite Aspekt soll in ClimXtreme 2 vertieft und erweitert werden: (i) Die ML-Modelle sollen für unterschiedliche Teilregionen Deutschlands sowie für unterschiedliche Ereignismagnituden trainiert werden, um genauer auf die Informationsbedürfnisse von Stakeholdern im Starkregenrisikomanagement einzugehen; (ii) Die Unsicherheiten in Bezug auf das Modelltraining und die Projektion sollen reduziert und relevante Unsicherheitsquellen systematisch erfasst werden, sowohl in Bezug auf die zugrundeliegenden Klimamodelle als auch bzgl. der statistischen (ML) Modelle. Die Ergebnisse sollen im Austausch mit Stakeholdern, u.a. dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erörtert und kommuniziert werden.

Teilprojekt 3: Datenverfügbarkeit, -qualität und -analyse

Das Projekt "Teilprojekt 3: Datenverfügbarkeit, -qualität und -analyse" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen - DGNB e.V. durchgeführt. In diesem transdisziplinär angelegten Vorhaben CREATE möchte die HFT gemeinsam mit den Praxispartnern VfU und DGNB, sowie einem Partner aus der Versicherungswirtschaft unter interaktiver Einbindung verschiedener Stakeholder-Gruppen innovative Finanz- und Versicherungsprodukte für den CO2-intensiven Immobiliensektor entwickeln (Design-Thinking-Methodik). Diese sollen sich durch eine möglichst hohe transformative Wirkung (Impact), d.h. ein möglichst hohes Dekarbonisierungspotenzial, auszeichnen. Für den bestehenden Mangel an EU-Taxonomie-konformen Daten zum CO2-Fußabdruck soll eine Methodik entwickelt werden, die es ermöglicht, die relevanten Zielgruppen mit den erforderlichen Daten zu versorgen. Gebäudedaten bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer nachhaltiger Finanzprodukte im Immobiliensektor. Daher besteht ein zunehmender Bedarf an Daten, die die Nachhaltigkeitsperformance von Gebäuden abbilden. In diesem Zusammenhang hat die EU ein einheitliches Klassifizierungssystem (Taxonomie) vorgestellt. Finanzinstitute, aber auch Akteure der Realwirtschaft stehen vor der Herausforderung, herauszufinden, inwieweit ihre Aktivitäten, Produkte und Prozesse diesen Kriterien entsprechen. Dafür werden Informationen und Daten über Gebäude und einzelne Maßnahmen an Gebäuden in adäquater Form und in verlässlicher Qualität benötigt. Im Projekt CREATE werden von DGNB die für die entwickelten Finanzprodukte benötigten Daten ermittelt und anhand von Praxisbeispielen und realen Projekten analysiert und hinsichtlich Qualität und Verlässlichkeit bewertet.

Teilprojekt 1: Wissenschaftliche Konzeption und Koordination

Das Projekt "Teilprojekt 1: Wissenschaftliche Konzeption und Koordination" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule für Technik Stuttgart, Zentrum für angewandte Forschung, Kompetenzzentrum Zentrum für Nachhaltiges Wirtschaften und Management durchgeführt. In diesem transdisziplinär angelegten Vorhaben CREATE möchte die HFT gemeinsam mit den Praxispartnern VfU und DGNB, sowie einem Partner aus der Versicherungswirtschaft unter interaktiver Einbindung verschiedener Stakeholder-Gruppen innovative Finanz- und Versicherungsprodukte für den CO2-intensiven Immobiliensektor entwickeln (Design-Thinking-Methodik). Diese sollen sich durch eine möglichst hohe transformative Wirkung (Impact), d.h. ein möglichst hohes Dekarbonisierungspotenzial, auszeichnen. Für den bestehenden Mangel an EU-Taxonomie-konformen Daten zum CO2-Fußabdruck soll eine Methodik entwickelt werden, die es ermöglicht, die relevanten Zielgruppen mit den erforderlichen Daten zu versorgen. Die HFT wird den Forschungsrahmen entwickeln und damit die Grundlage für einen transdisziplinären Ansatz des Gesamtvorhabens schaffen. Der zentrale Leitgedanke, an dem sich alle Aktivitäten dieses Forschungsprojekts orientieren sollen, ist die transformative Wirkung von nachhaltigkeitsorientierten Finanzprodukten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie ein möglichst hohes CO2-Minderungspotenzial möglichst effizient realisiert werden kann, um so - mit Hilfe des Kapitalmarktes - zur Dekarbonisierung der Realwirtschaft beizutragen. Aufgrund des hohen CO2-Fußsabdrucks des Gebäudesektors wird dieser in den Fokus gestellt.

Klimaneutrale Gebäude und nachhaltige Immobilienfinanzierung

Das Projekt "Klimaneutrale Gebäude und nachhaltige Immobilienfinanzierung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hochschule für Technik Stuttgart, Zentrum für angewandte Forschung, Kompetenzzentrum Zentrum für Nachhaltiges Wirtschaften und Management durchgeführt. In diesem transdisziplinär angelegten Vorhaben CREATE möchte die HFT gemeinsam mit den Praxispartnern VfU und DGNB, sowie einem Partner aus der Versicherungswirtschaft unter interaktiver Einbindung verschiedener Stakeholder-Gruppen innovative Finanz- und Versicherungsprodukte für den CO2-intensiven Immobiliensektor entwickeln (Design-Thinking-Methodik). Diese sollen sich durch eine möglichst hohe transformative Wirkung (Impact), d.h. ein möglichst hohes Dekarbonisierungspotenzial, auszeichnen. Für den bestehenden Mangel an EU-Taxonomie-konformen Daten zum CO2-Fußabdruck soll eine Methodik entwickelt werden, die es ermöglicht, die relevanten Zielgruppen mit den erforderlichen Daten zu versorgen. Die HFT wird den Forschungsrahmen entwickeln und damit die Grundlage für einen transdisziplinären Ansatz des Gesamtvorhabens schaffen. Der zentrale Leitgedanke, an dem sich alle Aktivitäten dieses Forschungsprojekts orientieren sollen, ist die transformative Wirkung von nachhaltigkeitsorientierten Finanzprodukten. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie ein möglichst hohes CO2-Minderungspotenzial möglichst effizient realisiert werden kann, um so - mit Hilfe des Kapitalmarktes - zur Dekarbonisierung der Realwirtschaft beizutragen. Aufgrund des hohen CO2-Fußsabdrucks des Gebäudesektors wird dieser in den Fokus gestellt.

Forum Solarpraxis

Das Projekt "Forum Solarpraxis" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) durchgeführt. Zielsetzung und Anlass des Vorhabens: Die Entwicklung von Markt und Finanzierung, Marketing und Verkauf sind für den Geschäftserfolg von Solarunternehmen entscheidend. Das 3. Forum Solarpraxis bietet konktrete Hilfestellungen zu diesen Themenfeldern und wendet sich an Geschäftsführer und leitende Mitarbeiter aus Controlling, Marketing und Vertrieb von Solartechnikherstellern, Großhändler, Berater, Analysten, Geldgeber, Unternehmensbe-ratungen, Fachpresse und Politik. Das 3. Forum Solarpraxis bietet zudem eine Kooperationsbörse zwischen Solarbranche und Finanzwelt. Für die beiden Hauptzielgruppen des Forums ergeben sich folgende Einzelziele und Nutzen: Analysten, Banken, Versicherungen, Unternehmensberatungen, Wirtschaftprüfer und Rechtsanwälte Solide Daten zu Beratung und Bewertung, Bewertung von Marketing- und Vertriebskonzepten, Be-schreibung neuer Geschäftsfelder für Finanzierung und Versicherung, Darstellung von Marktperspektiven Solartechnikhersteller- und Vertreiber, Großhandel Elektro, SHK, Dachdecker, Marketing und Vertriebsmitarbeiter/-leiter, Inhaber: Erfolgkonzepte am Markt, Einschätzung des Marktes, Möglichkeiten neue Finanzierung- und Förderideen kennen zu lernen, Technische Entwicklungen (Chancen) für Marketing und Vertrieb rechtzeitig erkennen Fazit: Wird nach Auswertung der Veranstaltung nachgereicht.

Teilvorhaben: Optimiertes Risikomanagement durch Machine-Learning-basierte Differenzstrom- und Leistungsanalyse

Das Projekt "Teilvorhaben: Optimiertes Risikomanagement durch Machine-Learning-basierte Differenzstrom- und Leistungsanalyse" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Funk Consulting GmbH durchgeführt. Ziel des Teilvorhabens ist es, ein innovatives System zur Machine-Learning-basierten Differenzstrom- und Leistungsanalyse als technische Maßnahme zur Schadenprävention zu erschließen und in den State-of-the-Art vorhandener Schutzkonzepte der Versicherungswirtschaft zu integrieren. So soll die Versicherbarkeit von Photovoltaik-Anlagen entscheidend erhöht bzw. zukünftig überhaupt weiter ermöglicht werden. Dazu wird Funk gemeinsam mit dem Projektkonsortium sowie Vertretern geeigneten Versicherer und Prüf-/Zertifizierungsstellen erstens eine Evaluation des Systems als Ersatzmaßnahme wiederkehrender Isolationsprüfungen durchführen, wie sie als Obliegenheit in Versicherungsverträgen seitens Versicherer gefordert werden, in manueller Form derzeit aber kaum oder nur mit wirtschaftlichen Einbußen im Anlagenbetrieb umsetzbar sind. Zweitens wird Funk darauf aufbauend das System als technische Maßnahme zur Schadenprävention im Kontext der Versicherbarkeit von Photovoltaik-Risiken untersuchen und der Bewertung durch geeignete Stakeholder der Versicherungswirtschaft in Deutschland zuführen. Auf diese Weise soll die Versicherungswirtschaft befähigt werden, das Risiko des zunehmenden Photovoltaik-Ausbaus mitzutragen und in ihrer Kernfunktion als Risikoträger der deutschen Wirtschaft aktiv zu unterstützen. Ziel ist, zu verhindern, dass Unternehmen zukünftig auf den Einsatz von Photovoltaik verzichten, da eine Versicherbarkeit der Anlagen selbst nicht gegeben ist oder die Versicherbarkeit von Produktions- oder Logistikstandorten durch deren Aufbau gefährdet wird. Es sollen in diesem Kontext gemeinsam mit geeigneten Versicherern auch die Möglichkeiten untersucht werden, durch Nutzung des entwickelten Systems neue Formen von Versicherungspolicen anzubieten, die der verbesserten Risikosituation Rechnung tragen. Korrespondierend dazu soll das System unabhängig von Versicherung als Risikobewältigungsstrategie im Risikomanagementsystem eines Photovoltaik-Parkbetreibers integriert werden.

Anfälligkeit von Flüssen für extreme Hochwässer: Klima- und Landschaftskontrollen und Früherkennung (PREDICTED)

Das Projekt "Anfälligkeit von Flüssen für extreme Hochwässer: Klima- und Landschaftskontrollen und Früherkennung (PREDICTED)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ, Department Catchment Hydrology durchgeführt. Das zunehmende weltweite Auftreten großer Hochwässer innerhalb der letzten Jahre führte zu einem starken Anstieg vieler Hochwasserwahrscheinlichkeitskurven (hier als Step change bezeichnet) und führt zu der Frage, ob Hochwässer sich verändert haben. Oft werden Klimaänderung und der Verlust der Speicherfähigkeit unserer Böden durch menschliche Eingriffe für diese Veränderung verantwortlich gemacht. Jedoch können auch bei sich nicht veränderten Bedingungen immer wieder große Hochwässer auftreten, die als extrem erscheinen, da sie noch vorher nicht beobachtet werden. Die Frage ob sich Hochwasserprozesse verändern oder nicht, ist essentiell für zuverlässige Vorhersagen des zukünftigen Hochwasserrisikos und grundlegend für viele Entscheidungen, z.B. in der Risikovorsorge, Wasserwirtschaft, Stadt- und Raumplanung oder der Versicherungswirtschaft. Ziel des Projekts ist es, zu erforschen, ob die Wechselwirkungen zwischen Klima und Landschaft in Flussgebieten extreme Hochwässer innerhalb kurzer Perioden hervorrufen können, auch wenn keine Veränderungen der äußeren Einflussfaktoren (z.B. Niederschläge) auftreten. Als Indikator für mögliche Veränderungen in der Genese extremer Hochwässer wird in diesem Projekt das Auftreten bzw. die Lage des step change, d.h. eines plötzlichen starken Anstiegs der Hochwasserwahrscheinlichkeitskurve, gewählt. Methoden zur objektiven Bestimmung der Lage des step change in Hochwasserwahrscheinlichkeitskurven werden entwickelt und es wird untersucht, ob das Auftreten von step changes in den Zeitreihen vieler Gebiete weltweit nur als Artefakt zu kurzer Datenreihen erklärt werden kann. In einem weiteren Schritt wird untersucht, welche Klima- und Landschaftscharakteristiken das Auftreten und die Position von step changes in den Hochwasserwahrscheinlichkeitskurven beeinflussen. Dies erfolgt mit Hilfe eines kürzlich entwickelten vereinfachten stochastischen Modells von Niederschlag-Abflussprozessen, welches zuverlässig die Entstehung von Hochwasserabflüssen in verschiedenen Klima- und Landschaftseinheiten weltweit wiedergeben kann. Auf Basis von Modellsimulationen wird ein Index abgeleitet, der anzeigt ob das Zusammenspiel von sich verändernden Klima- und Landschaftscharakteristiken zu step changes führt. Die Güte des Indexes die Position von step changes vorherzusagen, wird anhand einer Vielzahl unterschiedlicher Gebiete weltweit verifiziert. Auch wird der Index auf Gebiete übertragen, in denen bisher noch keine extremen Hochwasserereignisse beobachtet wurden oder keine Beobachtungsreihen verfügbar sind. Ebenso werden mögliche Änderungen des Indexes aufgrund von Klimaänderungen analysiert. Das Projekt hilft das Zusammenspiel von Klima- und Landschaftsfaktoren bei der Entstehung von extremen Hochwasserereignissen besser zu verstehen und gibt an, wie lange ein bestimmtes Gebiet beobachtet werden muss, um eine zuverlässige Abschätzung auch extremer Hochwasserabflüsse ableiten zu können.

Teilprojekt 1: Integrierte Risiko- und Schadensszenarien, Evaluierung von Anpassungsoptionen, Ermittlung von Anpassungskapazitäten und Risiko-Governance

Das Projekt "Teilprojekt 1: Integrierte Risiko- und Schadensszenarien, Evaluierung von Anpassungsoptionen, Ermittlung von Anpassungskapazitäten und Risiko-Governance" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität München, Department für Geographie, Lehr- und Forschungseinheit Mensch-Umwelt-Beziehungen durchgeführt. Das Verbundvorhaben KARE beabsichtigt in vier Landkreisen südlich von München (Planungsregion 17, Oberland), Kommunen zu sensibilisieren und exemplarisch mit zwei Pilotkommunen (Reallabor) planungsrelevante Instrumente für das kommunale Risikomanagement und die Klimawandelanpassung gemeinsam mit regionalen Praxis- und Politikakteuren zu entwickeln, testen und transferieren. Zentraler Fokus des Projekts ist die transdisziplinäre Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von neuen Methoden zur Schaffung und Bereitstellung planungsrelevanter Informationen im Umgang mit gegenwärtigen und zukünftigen Starkniederschlags- und folgenden Hochwasser- bzw. Schneelastereignissen. Das Teilvorhaben der LMU hat vier wesentliche Schwerpunkte: Neben der transdisziplinären Verbundleitung fokussiert die LMU erstens insbesondere auf die Weiterentwicklung und Erprobung von Methoden für die Erstellung integrierter Risikoszenarien zur Abschätzung zukünftiger Risiko- und Schadentrends unter Einbeziehung nicht nur der sich mit dem Klimawandel verändernden Naturgefahren (hier v.a. Starkniederschlag und Sturzflut), sondern auch der zukünftigen Entwicklung von Exposition und Verwundbarkeit im Zusammenhang mit sozio-ökonomischen Entwicklungen (Zuzug, Flächenentwicklung, demographischer Wandel, Versicherungsabdeckung etc.). Ein zweiter Schwerpunkt ist die Erfassung, der Vergleich und die Evaluierung unterschiedlicher Anpassungsoptionen zur Reduzierung des Sturzflutrisikos gemeinsam mit Praxisakteuren. Drittens erarbeitet die LMU Methoden, die eine Abschätzung der Anpassungskapazitäten von Kommunen und privaten Haushalte in der Modellregion erlauben, wobei hier der Präventionsaspekt von Versicherungen und Eigenvorsorge besondere Beachtung erfährt. Viertens widmet sich die LMU Fragen des Risikotransfers und der Verteilung von Verantwortlichkeiten für die Klimaanpassung sowie wie eine effektive Risiko-Governance-Struktur und Risiko-Kommunikation auf kommunaler Ebene etabliert werden kann.

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