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Bau und Betrieb eines innovativen Anlagenverbundes zur Reinigung und Entgasung von Binnenschiffen sowie zur Wiederaufarbeitung schiffstypischer und artverwandter Abfall- und Reststoffe am Rhein-Lippe-Hafen in Wesel

Die GS-Recycling GmbH & Co. KG (GSR) ist ein Schwesterunternehmen der KS Recycling GmbH & Co. KG (KSR) und wurde 2009 gegründet. Das Stamm-Unternehmen KSR wurde 1965 als Altöl-Abholdienst in Sonsbeck (NRW) gegründet. Die Aufgaben der GSR als strategische Erweiterung der KSR-Gruppe bestehen in der Bündelung und Abwicklung aller unternehmerischen Aktivitäten am Standort Wesel, mit dem Hauptfokus auf der Aufbereitung von flüssigen Abfällen. Die KSR-Gruppe ist ein mittelständisches Familienunternehmen und verfügt heute über Produktions-, Labor-, Logistik- und Vertriebsstrukturen zur Entsorgung und Wiederverwertung von Sonderabfällen. Nach der Entladung von Binnentankschiffen, die flüssige Mineralölerzeugnisse transportieren, können sich in deren Tanks noch Ladungsrestdämpfe, z.B. flüchtige organische Verbindungen (VOC), befinden, welche gemäß der 20. BImSchV solange zurückzuhalten sind, bis sie entweder in ein Tanklager zurückgependelt oder einer Abgasreinigungseinrichtung zugeführt werden. VOC sind zum Teil kanzerogen, giftig und tragen zur Bildung photochemischer Oxidantien wie Ozon bei. Sie sind damit für die Bildung von Sommersmog mitverantwortlich. Daher ist das Abgeben von Ladungsrestdämpfen in die Atmosphäre (Ventilieren) nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Es wird jedoch angenommen, dass es aufgrund fehlender frei zugänglicher Anlagen zur fachgerechten Reinigung und Entgasung teilweise zu unerlaubten Ventilierungen (z.B. vor einem Ladungswechsel) kommt. Mit der Ausweitung des Entgasungsverbotes auf weitere relevante gasförmige Stoffe durch Inkrafttreten aller drei Phasen des CDNI-Abkommens ab Juli 2027 wird sich der Bedarf an ohnehin knappen Abgasreinigungseinrichtungen voraussichtlich noch erhöhen. Diesem Bedarf soll mit diesem Vorhaben begegnet werden. Am Standort Wesel soll ein innovativer Anlagenverbund errichtet werden, bestehend aus: einer Reinigung und Entgasung von Binnenschiffen, einer anschließenden thermischen Verwertung der Dämpfe durch eine Nachverbrennung mit Wärmerückgewinnung und Rauchgasreinigung sowie einer Wiederaufarbeitung schiffstypischer und artverwandter Abfall- und Reststoffe, wie Altöle, Lösemittel und Industrieabwässer. Dieses Vorhaben schließt sich unmittelbar an das bereits aus dem UIP geförderte Projekt „ Errichtung einer Verwertungsanlage für Flüssigabfälle und Abwässer am Standort 'Lippe-Mündungsraum' in Wesel “ an. Bei einer 50-prozentigen Auslastung des geplanten Anlagenverbundes kann mit den folgenden Umweltentlastungen gerechnet werden: Schiffsentgasungsanlage: Vermeidung von jährlich ca. 5.500 Tonnen CO 2 -Äquivalenten. Schiffsbelegung/Steigeranlage: Vermeidung von  jährlich ca.1.300 Tonnen CO 2 -Äquivalenten aufgrund der damit verbundenen Versorgung der Tankschiffe mit Landstrom (statt mit Strom aus dieselbetriebenen Schiffsgeneratoren). Mit diesem Vorhaben kann das Freisetzen schädlicher Dämpfe (krebserregende und mutagene Stoffe) verhindert und somit die Gesundheit des Schifffahrtpersonals zusätzlich geschützt werden. Dieser durch das UIP geförderte Anlagenverbund kann grundsätzlich an allen mit Binnentankschiffen befahrenen Gewässern zum Einsatz kommen. Denkbar wäre die Installation von mindestens zwei weiteren Anlagen in Deutschland an strategisch wichtigen Punkten, wie z.B. im Großraum Mannheim/Karlsruhe am Oberrhein oder im Main-Donau Gebiet. Branche: Wasser, Abwasser- und Abfallentsorgung, Beseitigung von Umweltverschmutzungen Umweltbereich: Luft Fördernehmer: GS Recycling GmbH & Co.KG Bundesland: Nordrhein-Westfalen Laufzeit: seit 2025 Status: Laufend

Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Durchführung der Verordnung über die Beschaffenheit und die Auszeichnung der Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen

Am 20. Dezember 2019 ist eine überarbeitete Fassung der Zehnten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über die Beschaffenheit und die Auszeichnung der Qualitäten von Kraft- und Brennstoffen – 10. BImSchV) in Kraft getreten. Die Neufassung der 10. BImSchV vom 20. Dezember 2019 erfordert auch eine Anpassung beziehungsweise Neufassung der allgemeinen Verwaltungsvorschrift (AVV) bezüglich Ablehnungsgrenzwerte, Prüfverfahren aufgrund neuer DIN-Normen sowie Prüfprotokolle und weitere rechtstechnische Anpassungen im Umgang mit der Beprobung der Brenn- und Kraftstoffe. Die AVV zur 10. BImSchV soll den zuständigen Landesbehörden Hilfestellung bei den Überprüfungen von Kraftstoffqualitäten und der Auszeichnungspflicht von Kraftstoffen leisten, um den bundeseinheitlichen Vollzug der Verordnung sicherzustellen.

Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie über Industrieemissionen, zur Änderung der Verordnung zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen beim Umfüllen oder Lagern von Ottokraftstoffen, Kraftstoffgemischen oder Rohbenzin

Die zweite Artikelverordnung normiert die Anforderungen zum Betrieb nach dem Stand der Technik auf der Grundlage der europäischen Merkblätter zu den besten verfügbaren Techniken (BVT-Merkblätter). Hierzu erfolgen Änderungen zur Umsetzung der emissionsbegrenzenden Anforderungen durch Änderung der Verordnung zur Emissionsbegrenzung von leichtflüchtigen halogenierten organischen Verbindungen (2. BImSchV), der Verordnung zur Begrenzung von Emissionen aus der Titandioxid-Industrie (25. BImSchV) sowie der Verordnung zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen bei der Verwendung organischer Lösemittel in bestimmten Anlagen (31. BImSchV) und durch Neufassung der Verordnung über Großfeuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen (13. BImSchV) sowie der Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen (17. BImSchV). Zugleich erfolgen redaktionelle Korrekturen der Verordnung zur Begrenzung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen beim Umfüllen und Lagern von Ottokraftstoffen (20. BImSchV) sowie der Verordnung zur Begrenzung der Kohlenwasserstoffemissionen bei der Betankung von Kraftfahrzeugen (21. BImSchV).

Machbarkeitsstudie zur Einrichtung und zum Betrieb von Abgasreinigungsanlagen für die Nutzung durch Tankschiffe im deutschen Teil des Rheinstromgebietes

Gemäß der 20. BImSchV müssen beim Umfüllen oder Lagern von Ottokraftstoffen (UN 1203), Kraftstoffgemischen (UN 3475) oder Rohbenzin (UN 1268) Restdämpfe dieser Stoffe aus beweglichen Behältnissen wie Binnentankschiffen solange zurückgehalten werden, bis sie entweder in ein Tanklager zurückgependelt oder die Dämpfe einer Abgasreinigungseinrichtung zugeführt werden können. Ein Ventilieren der Dämpfe in die Atmosphäre ist gemäß 20. BImSchV nur in bestimmten Ausnahmefällen zulässig. Im Falle der Notwendigkeit einer Entgasung, z.B. bei Ladungswechsel oder Werftaufenthalt, gibt es jedoch derzeit für Binnentankschiffe in Deutschland keine Möglichkeit, landseitig zu ventilieren und die Gase und Dämpfe kontrolliert, z.B. in eine Abgasreinigungsanlage, abzugeben. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen dieses Projektes mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie die verschiedenen technischen Möglichkeiten der Entgasung von Binnentankschiffen identifiziert und ihre jeweilige technische und wirtschaftliche Umsetzung für die Nutzung durch Binnentankschiffe im deutschen Teil des Rheinstromgebiets untersucht. Eine im Zuge des Projektes durchgeführte Bestandsaufnahme von bestehenden bzw. in Planung befindlichen Abgasreinigungstechnologien für Restdämpfe aus Binnentankschiffen ergab, dass es in Deutschland bereits konkrete Planungen für eine stationäre Anlage gibt, und in den Niederlanden und Belgien zudem bereits mobile Anlagen mit unterschiedlichen Technologien (z.B. Kondensation) zur Verfügung stehen bzw. sich in der Erprobungsphase befinden. Vor diesem Hintergrund und vor allem aufgrund der hohen Unsicherheit im Hinblick auf die tatsächlich stattfindenden Ventilierungen (Schätzungen liegen zwischen 58-464 Ventilierungsvorgängen pro Jahr) wird empfohlen, ein möglichst flexibles System mit einer stationären Anlage (bereits in Planung) sowie mobile Lösungen (z.B. auf einem Serviceschiff oder LKW) in Deutschland zu etablieren. Quelle: Forschungsbericht

Evaluierung der Anforderungen der 20. BImSchV für Binnentankschiffe im Hinblick auf die Wirksamkeit der Emissionsminderung klimarelevanter Gase

Ausgangslage / Zielstellung / Methodik des Vorhabens: Mittels Binnentankschiffen werden jährlich in Deutschland ca. 20 Mio. t leichtflüchtige organische Verbindungen umgeschlagen. Bei den Umschlags- und Transportvorgängen von insbesondere Ottokraftstoff und Industriebenzin werden zum Teil erhebliche Mengen NMVOC und Methan freigesetzt, aber auch krebserzeugendes Benzol. VOC sind klimarelevant, da diese zum einen mit Stickoxiden Vorläufersubstanzen für den 'Sommersmog' (Bildung von erhöhten Konzentrationen bodennahen Ozons während heißer Sommertage) bilden und zum anderen das Treibhausgas Methan enthalten. Untersuchungen aus dem Jahr 2002 ergaben VOC-Emissionen von insgesamt ca. 30.000 t (ca. 1.000 t Methan) für diesen Bereich. Ziel des Projektes ist die Evaluierung der seit dem getroffenen Maßnahmen zur Minderung der klimarelevanten Emissionen in der 20. BImSchV. Erkenntnisse aus der Binnenschifffahrt lassen vermuten, dass die angestrebten Ziele zur Minderung der NMVOC- und Methan-Emissionen bisher nicht erreicht wurden. Aufbauend auf einer Ursachenanalyse sollen Lösungsvorschläge zur Verbesserung der derzeitigen Situation erarbeitet werden.

Verminderung der gasfoermigen Emissionen beim Ladungswechsel und beim Transport von Ottokraftstoffen und anderen emissionsrelevanten Mineraloelprodukten mit Binnenschiffen (20. BImSchV)

Vor Ladungswechseln von Ottokraftstoffen und Mineraloelprodukten auf Binnenschiffen werden die Ladetanks mittels bordeigener Ventilatoren entgast. Hierbei kommt es zu nicht unerheblichen HC-Emissionen in die Atmosphaere. Insbesondere aus der Sicht des Immissionsschutzes ist diese Praxis, bei der bis zu mehreren hundert Kilogramm Kohlenwasserstoffe pro Vorgang in die Atmosphaere gelangen, unerwuenscht. Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung logistischer und technischer Massnahmen zur Vermeidung von Entgasungsvorgaengen sowie die Entwicklung technischer Loesungen fuer nicht vermeidbare Entgasungsvorgaenge, wie z.B. stationaerer Abgasreinigungsanlagen. Das Ziel des Vorhabens soll durch folgende Arbeitsschritte erreicht werden: - Erarbeitung einer soliden Datenbasis zur Einschaetzung der Ausgangslage bei Entgasungsvorgaengen in der Binnenschifffahrt, Erarbeitung von Kriterien zur Vermeidung von Entgasungsvorgaengen auf der Grundlage organisatorischer bzw. logistischer Massnahmen, - Erarbeitung von Kriterien zur Vermeidung von Entgasungsvorgaengen auf der Grundlage technischer Massnahmen, - Erarbeitung von Kriterien fuer die Durchfuehrung nicht vermeidbarer Entgasungen von Binnenschiffen an ortsfesten (stationaeren) Abgasreinigungsanlagen und - Beschreibung des Standes der Technik der Tankinnenreinigung bei Binnenschiffen und der Behandlung und Entsorgungsmoeglichkeiten der hieraus resultierenden Waschwaesser.

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