Das Projekt "Faunistik der mitteleuropäischen Blatt- und Samenkäfer (Coleoptera: Chrysomelidae)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Zoologisches Forschungsmuseum Alexander König - Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere durchgeführt. Adolf Horion hat die Faunistik der mitteleuropäischen Käfer (begonnen mit dem 1. Band 'Faunistik der deutschen Käfer' 1941) nur bis zum Band 12, Cerambycidae, noch selbst bearbeiten können. Nach seinem Tod (1977) wurde dieses Werk nicht mehr weitergeführt. Die öffentliche Aufmerksamkeit, die das Thema 'Biodiversitätskrise' in den letzten Jahren auf sich gezogen hat, lenkte den Blick von Wissenschaft und Laienpublikum hauptsächlich auf die Tropen der Erde. Dadurch geriet die Erforschung der regionalen Artenvielfalt ins Hintertreffen. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die auf unsere mangelnde Kenntnis der aktuellen wie auch der früheren Verbreitung der einheimischen Tier- und Pflanzenarten aufmerksam machen. Auch in Mitteleuropa ist die Existenz von Arten bedroht, auch hier droht die Artenvielfalt dramatisch zurückzugehen. Ohne zu wissen, welche Arten in unserem Lebensraum eigentlich vorkommen sollten, wie sie früher verbreitet waren, und wie sie heute verbreitet sind, können Maßnahmen zum Artenschutz nur intuitiv begründet werden. Die Erarbeitung der zahlreichen 'Roten Listen' sowie die innerwissenschaftliche Diskussion um die Aussagekraft dieser Listen belegen, dass Grundlagenforschung auf diesem Gebiet not tut. Unser Projekt will für die Blatt- und Samenkäfer (Bruchidae und Chrysomelidae) diese Grundlagenforschung leisten. Im Oktober 1987 haben 9 Koleopterologen - Klaus-Werner Anton (Emmendingen), Ron Beenen (Nieuwegein, NL), Manfred Döberl (Abensberg), Dieter Erber (Gießen), Horst Kippenberg (Herzogenaurach), Winrich Mertens (Freiburg i.Br.), Dieter Siede (damals Bonn), Walter Steinhausen (München) und Michael Schmitt (damals Freiburg i.Br.) - auf Anregung von Ron Beenen und Dieter Siede beschlossen, einen Arbeitskreis zu begründen mit dem Ziel der Fortsetzung der Faunistik der mitteleuropäischen Käfer in einem Band über die Chrysomelidae (Blattkäfer) und die Bruchidae (Samenkäfer). Später traten noch Frau Elisabeth Geiser (Salzburg), Herr Ulf Arnold (Berlin) und weitere Koleopterologen dazu. Alljährlich trifft sich dieser Arbeitskreis auf der Tagung der Arbeitsgemeinschaft südwestdeutscher Koleopterologen in Weinstadt-Beutelsbach. Derzeit arbeiten 12 Kollegen aus fünf Ländern in diesem Arbeitskreis mit: Ulf Arnold (Schöneiche), Ron Beenen (Nieuwegein, NL), Wolfgang Bäse (Reinsdorf), Bozidar Drovenik (Ljubljana, SLO), Frank Fritzlar (Jena), Uwe Heinig (Berlin), Michael Langer (Niederwiesa), Michael Schmitt (Bonn), Matthias Schöller (Berlin), Dieter Siede (Retterath), Walter Steinhausen (Innsbruck, A), Andrzej Warchalowski (Wroclaw, PL).
Das Projekt "Informierte Bürger als Instrument der Umweltregulierung: Eine ökonomische Analyse der Aarhus-Konvention (INFINUM)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften, Lehrstuhl für Umweltökonomik durchgeführt. Ziel des Projektes ist es die Nachhaltigkeitsstrategie öffentlicher Informationsbereitstellung einer fundierten ökonomischen Analyse zu unterziehen. Als Untersuchungsobjekt dient die Aarhus-Konvention, die erste völkerrechtliche Verankerung des neuen, Informations- und Beteiligungsrechte umfassenden, Umweltregulierungsparadigmas. Die bisher weitgehend unbekannte Wirkungsweise solcher Institutionen soll durch Verknüpfung von Ansätze der ökonomischen Theorie, Ökonometrie und Experimentalökonomik systematisch beleuchtet werden. Neben der Identifikation und Quantifizierung allgemeiner Konfliktfelder und der Erarbeitung von Lösungsansätzen umfasst das Projektziel konkrete Vorschläge für eine zielgerichtete Umsetzung der Aarhus-Konvention. Folgende Arbeitsschritte sind geplant: (1) Modellierung und Analyse der Effizienz- und Verteilungswirkungen von Informationsprogrammen in trilateralen, die Öffentlichkeit einbeziehenden Regulierungssystemen mit besonderem Blick auf die Auswirkungen auf Umweltorganisationen. (2) Empirische Validierung der abgeleiteten Hypothesen und Identifizierung der Effektivität europäischer Emissionsregister mit Hilfe ökonometrischer Verfahren. (3) Experimentelle Analyse der Informationswirkungen auf das Bürgerklage und -anzeigeverhalten sowie die Fähigkeit zu kollektivem Handeln.
Das Projekt "Teilvorhaben 4" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Laufenberg GmbH durchgeführt. Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines hochwirksamen und kostengünstig zu fertigenden simultanen Wärme- und Feuchteüberträgers für den Einsatz bei der Klimatisierung. Im Rahmen des Projektes wird die Beschichtung von thermisch vernetzenden Silikonen auf Membranmaterial als Rollenware im industriellen Prozess realisiert. Dabei wird das Silikon über ein 5-Walzen-Auftragswerk auf die Warenbahn aufgetragen und im Trocken-Kanal ausgehärtet. Das Ziel ist die Beschichtung von Membranen als Bahnwaren. In Laborbeschichtungen werden die Aushärtetemperaturen und -zeiten ermittelt und das Beschichtungsbild und die Deckung der Silikonoberfläche beurteilt. In Lagerversuchen wird die mechanische Verbundhaftung zwischen Membran und Silikon auch bei Alterung überprüft. Mit den ermittelten Aushärtezeiten und -temperaturen werden Maschinenbeschichtungen gefahren, um Bahnwaren herzustellen. Ein positiver Projektabschluss bedeutet für B. Laufenberg eine Ausweitung der bisherigen Produktpalette (Trennpapiere und Folien) auf Membranen und damit die Erschließung neuer Märkte. Ein Einstieg in die Produktion von Membranen ist auch in Zusammenarbeit mit erfahrenen Projektpartnern ohne öffentliche Förderung nicht möglich, da das Risiko für ein KMU durch die hohen Kosten für das Membranmaterial und die neu zu beschaffende Analytik zu hoch ist.
Das Projekt "Waldsterben - Und ewig sterben die Wälder - Das Waldsterben im Spannungsfld von Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Freiburg, Historisches Seminar, Lehrstuhl für Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte durchgeführt. Der deutsche Wald stirbt - seit nunmehr 25 Jahren. Zumindest in der öffentlichen Debatte wird das Sterben in immer neuen Variationen diskutiert, während in der Forstwissenschaft das 'sogenannte Waldsterben inzwischen überwiegend als Medienphänomen wahrgenommen wird. Kaum jedoch gerät in den Blick, wie sich ein Phänomen wie der Diskurs um das Waldsterben im Zusammenspiel zwischen Wissenschaft, Politik und Medien überhaupt erst herausbildet und wodurch es geprägt wird. Die Frage nach den Bedingungen, Funktionsweisen und Spielregeln, unter denen dies geschieht, ist aber von zentraler Bedeutung, wenn man aktuelle Umweltdiskurse verstehen und einen Beitrag zur modernen Politikberatung leisten will. Gerne wird dabei übersehen, dass der 'sterbende Wald' ein Topos ist, der historisch immer wieder zu den unterschiedlichsten Anlässen aktualisiert wurde und wird (Teilstudie 1). Eine Analyse der Waldsterbens-Debatte kann daher exemplarisch deutlich machen, wie ein Umweltdiskurs im Zusammenwirken von politischen Akteuren (Teilstudie 3) und (Forst)Wissenschaft (Teilstudie 2) mit ihren jeweils spezifischen Interessen, Handlungslogiken, Entscheidungskriterien und realen Praktiken entsteht. Aus der Analyse sollen wertvolle Hinweise für die Erklärung aktueller und zukünftiger umweltpolitischer Entscheidungsprozesse abgeleitet werden.
Das Projekt "Forschungsprämie: Erstellung einer internetbasierten Forschungsdatenbank zur Verbreitung und Verwertung der Ergebnisse aus Forschungsprojekten (ISI-InFo) und Erweiterung der Versuchsanlage zur Vergärung von Substraten der Lebensmittelindustrie" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Fachrichtung Hydrowissenschaften, Institut für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft durchgeführt. Teil A) Ziel des Vorhabens ist es, die im Laufe der Jahre gesammelten Erkenntnisse einem breiteren Rahmen der Fachöffentlichkeit in Form einer Datenbank zu präsentieren, da insbesondere Berichte aus der Auftragsforschung, aber auch Diplomarbeiten bisher unveröffentlicht sind. In die Forschungsdatenbank werden zunächst die seit 1992 in der AG Abwassertechnik entstandenen Diplomarbeiten, Dissertationen und die mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschungsprojekte aufgenommen. Abschlussberichte aus nicht öffentlich finanzierten Projekten mit Auftraggebern aus der Industrie sowie aus Ingenieurbüros und Abwasserzweckverbänden werden dahingehend geprüft, ob eine Veröffentlichung, ggf. auch nur in Auszügen möglich ist. Die Präsentation der Forschungsdatenbank erfolgt im Internet als verlinkte Anbindung an die Homepage des Instituts für Siedlungs- und Industriewasserwirtschaft. Der frei zugängliche Teil der Datenbank enthält einen Schlagwortkatalog und eine nach Art der Veröffentlichung sortierte Liste. Das Ansehen bzw. Herunterladen der Berichte erfordert eine Anmeldung durch den Benutzer und eine Freigabe unter Vergabe eines zeitlich begrenzt gültigen Passworts durch einen Administrator. Mit der Forschungsprämie über 19.305,00 Euro erfolgt die Beschäftigung eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters über ca. 5 Monate für die Durchführung von Bestandaufnahme, Einordnung und Digitalisierung der Berichte, Aufbau der Datenbank, Erstellung der Internetpräsenz, Erprobung des Internetauftritts und Betreuung der Datenbank. Teil B) Geplant ist die Erweiterung einer Versuchsanlage zur Vergärung von Substraten aus der lebensmittelverarbeitenden Industrie. Die vorhandene Gasmessung mit Gastüten ist unzuverlässig und zeitaufwändig. Es sollen Milligascounter (siehe Anhang Geräteliste) zur kontinuierlichen und kumulativen Gasmessung eingebaut werden. Damit können die Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit verständlicher gemacht und die Akzeptanz der Biogastechnologie erhöht werden.
Das Projekt "Bewertung des rheinland-pfälzischen Entwicklungsplans 'Zukunftsinitiative für den ländlichen Raum' (ZIL) gemäß Artikel 49 der Verordnung (EG) Nr. 1257/1999 und Artikel 41-45 der Verordnung (EG) Nr. 1750/1999" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Institut für Ländliche Strukturforschung e.V. an der Goethe-Universität Frankfurt am Main durchgeführt. Ziel des Projektes ist die Bewertung der Umsetzung des ländlichen Entwicklungsplans Zukunftsinitiative für den ländlichen Raum (ZIL) in Rheinland-Pfalz. Das IfLS führt diese Bewertung in Kooperation mit dem Institut für Forstpolitik (IFP) der Universität Freiburg durch. Im Rahmen des ZIL stehen für den Förderzeitraum 2000 bis 2006 insgesamt 910 Mio. EUR an öffentlichen Mitteln für Rheinland-Pfalz zur Verfügung, darunter 279 Mio. EUR aus dem Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft &0150; Abteilung Garantie. Das breite Förderspektrum soll dazu beitragen, die Funktionen ländlicher Räume als Wirtschafts- und Lebensräume sowie als ökologische Ausgleichs- und Erholungsräume nachhaltig zu stärken. Die Förderung im Rahmen des ZIL beinhaltet im Wesentlichen folgende Förderschwerpunkte: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft; Agrarumweltmaßnahmen und benachteiligte Gebieten; Forstwirtschaft; Dorferneuerung; Diversifizierung der Tätigkeiten im landwirtschaftlichen und landwirtschaftsnahen Bereich. Im Rahmen der Bewertung des ZIL werden Umfang und Qualität der Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen untersucht und bewertet. Die Bewertung unterteilt sich dabei in eine Halbzeitbewertung (bis Ende 2003) sowie eine Ex-Post-Bewertung (bis Ende 2008). Der Halbzeitbewertung kommt nach Artikel 44 Abs. 2 der VO (EG) 1750/1999 die Aufgabe zu, unter Berücksichtigung bestimmter Bewertungsfragen insbesondere die ersten Ergebnisse, ihre Relevanz und Kohärenz mit dem Entwicklungsplan und die Verwirklichung der angestrebten Ziele festzustellen. Sie soll außerdem die Wirtschaftlichkeit der Haushaltsführung sowie die Qualität der Begleitung und Durchführung beurteilen. Die Ex-Post-Bewertung soll nach Artikel 44 Abs. 2 der VO (EG) 1750/1999 Antwort auf die Bewertungsfragen geben und die Verwendung der Mittel, die Wirksamkeit und Effizienz der Beihilfen und ihre Auswirkungen untersuchen. Es sollen Schlussfolgerungen für die Politik der Entwicklung des ländlichen Raums, einschließlich ihres Beitrags zur Gemeinsamen Agrarpolitik gezogen werden.
Das Projekt "Bio Fuels in Motion (BioMotion) - Biofuels in Motion information, motivation and conversion strategies for biofuels with consideration of the special regional structures" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von 3N-Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V. durchgeführt. BioMotion aimed at increasing the use, knowledge and acceptance of biofuels, focusing both on plant oils and biodiesel and also biogas, ethanol and BTL. Given that one of the main obstacles to the use of biofuels is a lack of awareness and insufficient knowledge, BioMotion created a solid and extensive knowledge platform. An international cluster of relevant actors and seven biofuel information centres were established (one in each participating region: two in Germany, one in Poland, Romania, France, Hungary and the Netherlands). A number of highly visible best practice examples, or 'beacons', were used to demonstrate the use of various raw materials for the production of different biofuels on a commercial scale. A BioMotion-Tour, with vehicles powered by several types of biofuels, showed the advantages of using biofuels. The project encouraged the development of biofuel supply chains and highlight market opportunities, particularly in rural areas. Results: - Creation of a solid and extensive centralised knowledge and experience platform on production, distribution and application of different biofuels. - Show and demonstrate innovative technologies, processes and the use of different raw materials for the production and application of different biofuels on a commercial scale. - Increased awareness of the biofuel market by informing and educating the various stakeholders in this field. - Offer solutions to current problems and create innovative possibilities to optimise the use of biofuels. - Stimulate enterprises and consumers in using biofuels. Lessons learned: - The lack of information and training about the use of the different types of biofuels is a major obstacle and the acceptance of biofuels is heavily influenced by the very emotional FOOD vs. FUEL debate. - There is a need to organize an international multilingual and native language biofuel information platform for the optimization of the information provision and communication between biofuel producers and users. - The formal interest in biofuels is highly dependent on the prices of crude-oil based fuels and the national legislation and tax system. Another lesson is that decentralised production systems are characterised by very high efficiency regarding energy utilization and gain as well as GHG emissions, which means in detail: closed cycles of materials are possible; short transportation distances; low input of fossil energy sources; maximum energy output.
Das Projekt "Corporate Sustainability Barometer - Wie nachhaltig agieren Unternehmen in Deutschland?" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Lüneburg, Centre for Sustainability Management (CSM), Professur für Nachhaltigkeitsmanagement durchgeführt. Nachhaltigkeitsanforderungen nehmen für Unternehmen an Bedeutung zu. Mehr denn je sind heutzutage Klimawandel, Ressourcenendlichkeit und Menschenrechte Themen, die auch die Wirtschaft angehen. Eine wachsende Anzahl von Unternehmen und Organisationen adressiert entsprechend ökologische und soziale Belange, z. B. in Form von Berichten, Produktinnovationen oder der Berücksichtigung von Sozial- oder Umweltstandards. Doch wie erfolgt die konkrete Umsetzung des Nachhaltigkeitsmanagements in deutschen Unternehmen und welche Wirkungen gehen von diesen Maßnahmen aus? Inwiefern findet eine Integration von Nachhaltigkeit in Unternehmen in Form einer Verankerung in Strategie und Kerngeschäft statt? Antworten auf diese und weitere Fragen sollte die Ermittlung des Praxisstands und der Entwicklung unternehmerischer Nachhaltigkeit im Rahmen des Projekts 'Corporate Sustainability Barometer' - Wie nachhaltig agieren Unternehmen? geben. Die Umfrage 2010 des Corporate Sustainability Barometers wurde von PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) gefördert. Die Daten für das 'Corporate Sustainability Barometer' wurden anhand einer vom CSM durchgeführten Befragung erhoben. Die Untersuchung stellte im Sinne einer Längs- und Querschnittsanalyse eine über den DAX 30 und den MDAX 50 hinausgehende, auch mittelständische Firmen und Familienunternehmen umfassende und somit breit angelegte Analyse der Praxis unternehmerischen Nachhaltigkeitsmanagements in Deutschland dar. Neben dem jeweiligen Stand und Fortschritt im Zeitverlauf beinhaltet dies auch die Darstellung und Analyse aktueller, relevanter Schwerpunktthemen zu Corporate Social Responsibility (CSR) und unternehmerischer Nachhaltigkeit. Das CSM und PwC möchten mit der Durchführung des Projekts einen Beitrag zur Stärkung des öffentlichen Bewusstseins sowohl über die Bedeutung von Nachhaltigkeitsthemen für Unternehmen als auch über die Bedeutung von Unternehmen für eine nachhaltige Entwicklung leisten. Das Projekt ist längerfristig angelegt. Neben der Erhebung des Praxisstands und der Entwicklung unternehmerischer Nachhaltigkeit ist es Ziel des 'Corporate Sustainability Barometers', die Relevanz von Nachhaltigkeitsthemen sowie Erfolgsfaktoren unternehmerischer Nachhaltigkeit zu ermitteln. Auf Basis dieser Datengrundlage werden Handlungsempfehlungen abgeleitet und Unternehmen ein Benchmarking ermöglicht.
Das Projekt "Fremdwassersanierung eines Trennsystems in Simmerath-Lammersdorf unter Einbeziehung der Anschlusskanäle und Grundleitungen - Phasen I und II" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Gemeinde Simmerath durchgeführt. Anlass: Der Ortsteil liegt im Trinkwassereinzugsgebiet und wird im Trennsystem entwässert. Die Schmutzwasserkanäle leiteten insbesondere bei Regenwetter einen hohen Fremdwasseranteil ab. Dadurch kam es zum Einstau im Netz sowie teilweise zur Entlastung in den Bach, der in die Talsperre fließt. Die Gemeinde war bereits seit über 10 Jahren tätig: Untersuchen/Sanieren des gemeindlichen Kanalnetzes und Beseitigen der Fehlanschlüsse. Dies verbesserte das Fremdwasserproblem nur unwesentlich. Vermutet wurde ein Eindringen des Fremdwassers in das Kanalsystem von den Grundstücken, z. B. über undichte Anschlusskanäle und Grundleitungen sowie Drainagen. Phasen: Phase I: Zustandserfassung der Anschlusskanäle und Grundleitungen im Schmutzwassernetz durch TV-Inspektion und Dichtheitsprüfungen, Zustandsbewertung sowie Erstellen eines Sanierungskonzeptes und einer Grundstücksdatenbank. Phase II: Umsetzung des Sanierungskonzeptes für öffentliche und private Kanalnetze, Wirksamkeitskontrollen. Ziele: Ziel 1: dauerhafte Fremdwasserreduzierung durch Umsetzung des ganzheitlichen Sanierungskonzeptes für die öffentlichen Kanäle und alle privaten Anschlusskanäle und Grundleitungen. Dabei wurde die Gemeinde federführend tätig (Ausschreibung, Beauftragung, Überwachung, Abrechnung mit Grundstückseigentümern). Ziel 2: Dokumentation, dass die Umsetzung eines ganzheitlichen Konzeptes auch in kleineren Kommunen möglich ist. Die Umsetzung ganzheitlicher und nachhaltiger Konzepte ist personell, finanziell, technisch aufwändig. Sie setzt eine intensive und überzeugende Öffentlichkeitsarbeit, laufende Beratung der Bürger und Ansprechbarkeit der Projektbeteiligten voraus. Ziel 3: Auswertung und Aufbereitung des Prozesses zur Wirksamkeitsüberprüfung. Durch detailliertes Dokumentieren, Auswerten und Zusammenstellen der Prozessschritte können Gemeinde/Wasserbehörden die Wirksamkeit verfolgen. Ergebnisse. Phase I: Die öffentliche Kanalisation ist in gutem Zustand. Vereinzelte Schäden wurden mit Schlauchinlinern, Part-Linern und Hutprofilen saniert. Innerhalb der privaten erdverlegten Kanalisation wurden vielfach sichtbare Schäden oder der Anschluss von Drainagen festgestellt. Phase II: Eine Fremdwassereliminierung ist nur erreichbar, wenn sämtliche Leitungen und Schächte dicht sind. Nur mit intensiver Öffentlichkeitsarbeit ist eine hohe Beteiligung der Grundstückseigentümer (89,8 Prozent) zu erreichen. Die Grundstückseigentümer, die sich nicht hat der Gemeinschaftsmaßnahme beteiligt haben, mussten sämtliche Arbeiten (Angebotsanfragen, Sanierung und Nachweis der Dichtheit) eigenverantwortlich durchführen. Diese Grundstücke haben keine Förderung erhalten. Alle Grundstückseigentümer mussten einen vollständigen Dichtheitsnachweis für das gesamte Schmutzwasserleitungsnetz vorlegen. Vorgehensweise und Ergebnisse sind für andere Kommunen bei der Lösung der Fremdwasserprobleme nutzbar.
Das Projekt "Sustainable use of fruits of Bertholletia excelsa" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Hamburg, Arbeitsbereich für Weltforstwirtschaft und Institut für Weltforstwirtschaft des Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit durchgeführt. Objectives: Bertholletia excelsa Humb. and Bonpl. is one of the protected tree species of Amazonia in Brazil although classified as vulnerable acc. to IUCN. It is prohibited to fell trees and use their timber. However, the fruits, commonly known as Brazil nuts, can be harvested for local consumption and export. The objective of the project is to investigate a natural primary forest in Roraima, Brazil and assess the commercial potential for harvesting nuts, with special reference to international sustainability criteria. Although there has been no timber harvest in the forest in the past, nuts have been collected extensively by the local population - mainly for sale on the local markets. These activities were stopped in 2004. The research is closely connected to the natural forest management project. Results: Results are not yet available. However, preliminary data analyses reveal that - there is hardly any correlation between size of mother trees and available regeneration or available fruit mass located on the ground around those trees; - the amount of nuts per tree (approx. greater than 60 cm dbh) is very variable; - regeneration (seedlings and advanced growth) is sparse which makes long-term survival of the species questionable if collection of nuts in continued like in the past.
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Bund | 31 |
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Deutsch | 26 |
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Keine | 25 |
Webseite | 6 |
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Boden | 17 |
Lebewesen & Lebensräume | 27 |
Luft | 11 |
Mensch & Umwelt | 31 |
Wasser | 12 |
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