Das Heft Nr. 22 aus der Serie „scriptumonline - Geowissenschaftliche Arbeitsergebnisse aus Nordrhein-Westfalen“ fasst Ergebnisse von Untersuchungen in den Wässern der stillgelegten westfälischen Steinkohlenbergwerke, insbesondere Ibbenbürens, zum Vorkommen von kritischen Rohstoffen wie Lithium zusammen. Mit der Einführung und zunehmenden Nutzung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen ist mit einer weiteren Zunahme des Bedarfs an Lithium zu rechnen. In den Grubenwässern des stillgelegten Bergwerks Ibbenbüren der ehemaligen RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH sind erhöhte Lithium-Gehalte analysiert worden. Die Konzentrationen nehmen mit der Tiefe zu. Das Flutungskonzept sieht allerdings nicht die gezielte Fassung stärker lithiumhaltiger Wässer aus tieferen Bergwerksteilen vor. Nach erfolgter Flutung werden die aus den Grubenbauen abfließenden Wässer vielmehr überwiegend aus Sickerwasser bzw. aus Grundwasserneubildung bestehen. Eine wirtschaftliche Gewinnung ist zudem derzeit nicht möglich. [2022. 15 S., 6 Abb., 2 Tab., ISSN 2510-1331]
Das zu prüfende Vorhaben besteht aus der zukünftigen Annahme und Einleitung des Grubenwassers des ehemaligen Bergwerks Ibbenbüren. Hierzu ist die Grubenwasserhaltung des letzten aktiven Betriebsbereichs, des Ostfeldes, temporär zum Zweck des Grubenwasseranstiegs eingestellt worden, um somit den Grubenwasserspiegel auf ein Annahmeniveau von +63 m NN zu heben. Dieses Annahmeniveau wurde als optimales Niveau für einen langfristigen Grubenwasserspiegel ermittelt. Nach dem Erreichen dieses Zielniveaus muss das Grubenwasser des Ostfeldes erneut angenommen und abgeleitet werden. Die dann anzunehmende Wassermenge aus dem Ostfeld ist gegenüber der ursprünglich gehobenen Wassermenge aus der tieferen Wasserhaltung deutlich reduziert. Auch werden die ausgetragenen Stofffrachten deutlich geringer sein. Da der beantragte Planzustand unter bestimmten baulichen Voraussetzungen ggf. nur mit einem Zwischenschritt erreicht werden kann, ist zusätzlich der diesen Zwischenschritt beschreibende Besicherungsfall zu betrachten. Im Planzustand erfolgt die Annahme des Grubenwassers des West- und Ostfeldes aus dem Auslaufbauwerk des Grubenwasserkanals im freien Gefälle in den Stollengraben. Nach der Aufbereitung des Grubenwassers in der Anlage zur Grubenwasseraufbereitung in Gravenhorst wird das nunmehr aufbereitete Wasser wiederum über den Stollenbach in die Hörsteler Aa eingeleitet. Die voraussichtlich anstehende Grubenwassermenge beträgt im Planzustand im Mittel ca. 6,8 Mio. m³/Jahr bzw. max. 8,4 Mio. m³/Jahr. Im Besicherungsfall wird das Grubenwasser des Ostfeldes in einer temporären Anlage zur Grubenwasseraufbereitung am Standort Püsselbüren aufbereitet, sofern zum Zeitpunkt des Erreichens des Annahmeniveaus des Grubenwassers der Grubenwasserkanal noch nicht fertiggestellt sein sollte. In diesem Fall ist eine temporäre Grubenwasserannahme am bestehenden Standort Oeynhausen bei rd. +55 m NN vorgesehen, von wo das gehobene Grubenwasser wie bisher über den Ibbenbürener Förderstollen und den verrohrten Stollenbach den Püsselbürener Klärteichen zugeführt wird. Von dieser temporären Anlage am Standort Püsselbüren wird das aufbereitete Grubenwasser über eine bestehende Ableitung in die Ibbenbürener Aa eingeleitet. In diesem Besicherungsfall beträgt die voraussichtliche Einleitmenge von Ostfeldwasser in die Ibbenbürener Aa im Mittel ca. 2,35 Mio. m³/Jahr bzw. max. 2,9 Mio. m³/ Jahr. Weitere max. 5,5 Mio. m³/Jahr Westfeldwasser werden wie bisher aus der bestehenden Anlage Gravenhorst in die Hörsteler Aa eingeleitet. Für den Besicherungsfall werden im Vergleich zum Ausgangszustand geringere Grubenwassermengen mit einer geringeren Stofffracht über den Stollengraben in die Ibbenbürener Aa abgeleitet, wohingegen sich die Situation der Annahme und Ableitung des Westfeldwassers nicht verändert. Insgesamt ergibt sich hierdurch aufgrund der insgesamt geringeren Grubenwassermenge mit der geringeren Stofffracht ein Zustand, der positiv für die ökologische Funktion des Fließgewässers Ibbenbürener / Hörsteler Aa zu werten ist. Für den Planzustand werden die gemeinsam angenommenen Grubenwässer des West- und Ostfeldes nach Aufbereitung in der Anlage in Gravenhorst über den Stollengraben an der bestehenden Einleitstelle Gravenhorst in die Hörsteler Aa eingeleitet. Die Einleitung des Ostfeldwassers an der Einleitstelle Püsselbüren entfällt hiermit und befreit somit das Fließgewässersystem Ibbenbürener / Hörsteler Aa auf ca. 2,7 km von den stofflichen Belastungen, des Grubenwassers. Die mit der Einstellung der Einleitung am Standort Püsselbüren einhergehende geringfügige Erhöhung der Einleitung an der Einleitstelle Gravenhorst führt dort nicht zu relevanten Veränderungen. Durch die Verringerung der eingeleiteten Grubenwassermenge in das Gewässersystem der Ibbenbürener / Hörsteler Aa werden die Abflussverhältnisse dem natürlichen Abflussregime angenähert. Zusätzlich wird die gesamtstoffliche Belastung insgesamt reduziert, wodurch sich die ökologische Funktionsfähigkeit des Fließgewässersystems verbessern kann. Hierdurch ergeben sich in der Tendenz positive Entwicklungen für andere Schutzgüter, die mit dem Fließgewässersystem interagieren. Aus dem Schutzgut Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt profitieren die gewässergebundenen Arten, im Fall der Überflutung der Überschwemmungsflächen das Schutzgut Boden und das damit verbundene Schutzgut Grundwasser. Die vorhabenbedingten Auswirkungen können keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen auf die Schutzgüter hervorrufen.
2 - Feste mineralische Brennstoffe 21 Steinkohle und Steinkohlenbriketts Güter- nummer Güterart Ein- leitung in das Gewässer Abgabe an Annahmestellen zur Kanalisation Abgabe an Annahmestellen zur Sonderbehandlung Bemerkungen 211 Steinkohle 2110 Anthrazit, Feinwaschberge, Fettkohle, Flammkohle, Gaskohle, Magerkohle, Steinkohle, nicht spezifiziert A 18) 213 Steinkohlenbriketts 2130 Anthrazitbriketts, Steinkohlenbriketts A 18) 22 Braunkohle, Braunkohlenbriketts und Torf Güter- nummer Güterart Ein- leitung in das Gewässer Abgabe an Annahmestellen zur Kanalisation Abgabe an Annahmestellen zur Sonderbehandlung Bemerkungen 221 Braunkohle 2210 Braunkohle, Pechkohle A 18) 223 Braunkohlenbriketts 2230 Braunkohlenbriketts A 18) 224 Torf 2240 Brenntorf, Düngetorf, Torfbriketts, Torfstreu, Torf, nicht spezifiziert A 18) 23 Steinkohlen- und Braunkohlenkoks Güter- nummer Güterart Ein- leitung in das Gewässer Abgabe an Annahmestellen zur Kanalisation Abgabe an Annahmestellen zur Sonderbehandlung Bemerkungen 231 Steinkohlenkoks 2310 Steinkohlenkoks, Gaskoks, Gießereikoks (Carbon-Koks), Koksbriketts, Schwelkoks A 18) 233 Braunkohlenkoks 2330 Braunkohlenkoks, Braunkohlenkoksbriketts, Braunkohlenschwelkoks A 18) Bemerkungen: 18) Alternativ ist für den Fall, dass auf eine Reinigung in Verbindung mit dem geforderten Entladungsstandard verzichtet werden soll, auch ein Aufspritzen auf Lagerhaltung möglich. Stand: 01. Januar 2018
Systemraum: Kohleabbau, Zerkleinerung, Homogenisierung Geographischer Bezug: Deutschland Zeitlicher Bezug: 2000 - 2004 Weitere Informationen: Die Bereitstellung von Investionsgütern wird in dem Datensatz nicht berücksichtigt. Allgemeine Informationen zur Förderung und Herstellung: Art der Förderung: ca 25% Tagebau; 75% Untertagebau Rohstoff-Förderung: China 44,5% USA 18,7% Indien 7,4% Australien 5,7% Hartkohle (Steinkohle, Hartbraunkohle, Anthrazit) im Jahr 2006 Fördermenge weltweit: 5356400000t Hartkohle Reserven: 736112000000t Hartkohle Statische Reichweite: 137a
Die verlinkte Webseite enthält Informationen der Website chemikalieninfo.de des Umweltbundesamtes zur chemischen Verbindung Anthrazit. Stoffart: Stoffklasse.
Das Projekt "Teilvorhaben: Grundlagenermittlung, Mitentwicklung und Bewertung des Green Soda Prozesses" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von CIECH Soda Deutschland GmbH & Co. KG durchgeführt. In dem geplanten Vorhaben soll eine neue Produktionsroute für Natron (Natriumhydrogencarbonat) und Soda (Natriumcarbonat) bis zum Technikumsmaßstab entwickelt und optimiert werden. Durch die Verwendung von regenerativen Strom biogenem Kohlendioxid aus Biogasanlagen und salzhaltigen Abwässern soll ein nachhaltigerer Prozess als das konventionellen Ammoniak-Soda Verfahren entwickelt werden. Dafür sollen modernste Membrantechnologie und bipolare Elektrodialyse eingesetzt werden, um den Energiebedarf zu minimieren. Das neue Verfahren soll eine nachhaltige Alternative bzw. Ergänzung zum konventionellen Verfahren darstellen und dazu beitragen die Abfallströme der Sodaindustrie (Entsalzung von Abwasser) zu reduzieren, fossile Rohstoffe (Kalkstein, Erdgas, Koks bzw. Anthrazit) zu vermeiden und gleichzeitig als CO2-Senke (Carbon Capture & Utilization) zu wirken. Als zusätzliches Produkt wird bei dem Verfahren Salzsäure produziert. Des Weiteren wird geprüft, inwieweit Calciumchlorid aus den entstandenen Abfallströmen abgeschieden und vermarktet werden kann. Das Projekt wird gemeinsam durch die Partner des Fraunhofer-IKTS, der CIECH Soda Deutschland, dem E.S.C.H. Engineering Service Center und Handel GmbH, dem DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH, dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und der Wemag Projektentwicklung GmbH bearbeitet.
Das Projekt "KlimPro: Entwicklung eines umweltfreundlichen Verfahrens zur Herstellung von Soda" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von SChPrEngCo- Scientific Chemical Process Engineering Consultancy durchgeführt. Der zu entwickelnde CODA Prozess kann die Sodaindustrie in eine Kohlendioxid-Senke umwandeln und deutschlandweit ca. 1-2 Mio. Tonnen CO2 Emissionen pro Jahr durch CDA (Carbon Direct Avoidance) und CCU (Carbon Capture & Utilization) verringern. Kalzinierte Soda (Natriumcarbonat Na2CO3) ist eine Grundchemikalie und wird in Deutschland durch das Ammoniak-Soda Verfahren (Solvay Prozess) hergestellt, wobei große Mengen CO2 emittiert werden. Das konventionelle Verfahren benötigt Natriumchlorid und fossilen Kalkstein (CaCO3) als Ausgangsprodukte, sowie Ammoniak und fossilen Brennstoff (Koks bzw. Anthrazit) als Betriebsmittel. Zusätzlich werden große Mengen thermische und elektrische Energie für den Betrieb benötigt, welche hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen (z.B. Erdgas) gewonnen werden. Im neuen CODA Prozess werden Soda-, Wasserstoff- und Chlor-Produkte aus Natriumchloridlösung (Sole), Kohlendioxid aus Luft und erneuerbarer elektrischer Energie hergestellt, wobei kein Ammoniak und kein fossiler Kalkstein wie im alten Solvay-Prozess benötigt wird. Zusätzlich können für die Sodaindustrie typische Abfallströme (z.B. Feststoffhalden und Chlorid-Abwasser mit Ammoniakspuren) weitgehend vermieden werden. Somit trägt der CODA Prozess zum globalen Klima- und lokalen Umweltschutz bei. Gesamtziel dieses Projektes ist die Entwicklung, der Aufbau, Betrieb und die Bewertung einer CODA Versuchsanlage (TRL5) in der Umgebung einer industriellen Sodaproduktionsanlage. Der neue CODA Prozess setzt sich dabei hauptsächlich aus den Teilprozessen Chlor-Alkali-Elektrolyse, Natriumhydroxid-CO2-Absorption (direkt aus Luft) und Soda-Kristallisation zusammen. Durch die Verwendung von erneuerbarer Energie wird kein CO2 emittiert, sondern aus der Luft oder Abgas aufgenommen. Das Projekt wird gemeinsam durch die Partner des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme, der Scientific Chemical Process Engineering Consultancy (SChPrEngCo) und der CIECH Soda Deutschland bearbeitet.
Das Projekt "Teilprojekt 3: Anlagenplanung, Engineering und Versuchsbetrieb" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von CIECH Soda Deutschland GmbH & Co. KG durchgeführt. Der zu entwickelnde CODA Prozess kann die Sodaindustrie in eine Kohlendioxid-Senke umwandeln und deutschlandweit ca. 1-2 Mio. Tonnen CO2 Emissionen pro Jahr durch CDA (Carbon Direct Avoidance) und CCU (Carbon Capture & Utilization) verringern. Kalzinierte Soda (Natriumcarbonat Na2CO3) ist eine Grundchemikalie und wird in Deutschland durch das Ammoniak-Soda Verfahren (Solvay Prozess) hergestellt, wobei große Mengen CO2 emittiert werden. Das konventionelle Verfahren benötigt Natriumchlorid und fossilen Kalkstein (CaCO3) als Ausgangsprodukte, sowie Ammoniak und fossilen Brennstoff (Koks bzw. Anthrazit) als Betriebsmittel. Zusätzlich werden große Mengen thermische und elektrische Energie für den Betrieb benötigt, welche hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen (z.B. Erdgas) gewonnen werden. Im neuen CODA Prozess werden Soda-, Wasserstoff- und Chlor-Produkte aus Natriumchloridlösung (Sole), Kohlendioxid aus Luft und erneuerbarer elektrischer Energie hergestellt, wobei kein Ammoniak und kein fossiler Kalkstein wie im alten Solvay-Prozess benötigt wird. Zusätzlich können für die Sodaindustrie typische Abfallströme (z.B. Feststoffhalden und Chlorid-Abwasser mit Ammoniakspuren) weitgehend vermieden werden. Somit trägt der CODA Prozess zum globalen Klima- und lokalen Umweltschutz bei. Gesamtziel dieses Projektes ist die Entwicklung, der Aufbau, Betrieb und die Bewertung einer CODA Versuchsanlage (TRL5) in der Umgebung einer industriellen Sodaproduktionsanlage. Der neue CODA Prozess setzt sich dabei hauptsächlich aus den Teilprozessen Chlor-Alkali-Elektrolyse, Natriumhydroxid-CO2-Absorption (direkt aus Luft) und Soda-Kristallisation zusammen. Durch die Verwendung von erneuerbarer Energie wird kein CO2 emittiert, sondern aus der Luft oder Abgas aufgenommen. Das Projekt wird gemeinsam durch die Partner des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme, der Scientific Chemical Process Engineering Consultancy (SChPrEngCo) und der CIECH Soda Deutschland bearbeitet.
Das Projekt "Teilprojekt 1: Koordination, Prozessdesign und Engineering" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von SChPrEngCo- Scientific Chemical Process Engineering Consultancy durchgeführt. Der zu entwickelnde CODA Prozess kann die Sodaindustrie in eine Kohlendioxid-Senke umwandeln und deutschlandweit ca. 1-2 Mio. Tonnen CO2 Emissionen pro Jahr durch CDA (Carbon Direct Avoidance) und CCU (Carbon Capture & Utilization) verringern. Kalzinierte Soda (Natriumcarbonat Na2CO3) ist eine Grundchemikalie und wird in Deutschland durch das Ammoniak-Soda Verfahren (Solvay Prozess) hergestellt, wobei große Mengen CO2 emittiert werden. Das konventionelle Verfahren benötigt Natriumchlorid und fossilen Kalkstein (CaCO3) als Ausgangsprodukte, sowie Ammoniak und fossilen Brennstoff (Koks bzw. Anthrazit) als Betriebsmittel. Zusätzlich werden große Mengen thermische und elektrische Energie für den Betrieb benötigt, welche hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen (z.B. Erdgas) gewonnen werden. Im neuen CODA Prozess werden Soda-, Wasserstoff- und Chlor-Produkte aus Natriumchloridlösung (Sole), Kohlendioxid aus Luft und erneuerbarer elektrischer Energie hergestellt, wobei kein Ammoniak und kein fossiler Kalkstein wie im alten Solvay-Prozess benötigt wird. Zusätzlich können für die Sodaindustrie typische Abfallströme (z.B. Feststoffhalden und Chlorid-Abwasser mit Ammoniakspuren) weitgehend vermieden werden. Somit trägt der CODA Prozess zum globalen Klima- und lokalen Umweltschutz bei. Gesamtziel dieses Projektes ist die Entwicklung, der Aufbau, Betrieb und die Bewertung einer CODA Versuchsanlage (TRL5) in der Umgebung einer industriellen Sodaproduktionsanlage. Der neue CODA Prozess setzt sich dabei hauptsächlich aus den Teilprozessen Chlor-Alkali-Elektrolyse, Natriumhydroxid-CO2-Absorption (direkt aus Luft) und Soda-Kristallisation zusammen. Durch die Verwendung von erneuerbarer Energie wird kein CO2 emittiert, sondern aus der Luft oder Abgas aufgenommen. Das Projekt wird gemeinsam durch die Partner des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme, der Scientific Chemical Process Engineering Consultancy (SChPrEngCo) und der CIECH Soda Deutschland bearbeitet.
Das Projekt "Teilprojekt 2: Verfahrensgrundlagen, Prozessentwicklung und Modellierung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Max-Planck-Institut Dynamik komplexer technischer Systeme durchgeführt. Der zu entwickelnde CODA Prozess kann die Sodaindustrie in eine Kohlendioxid-Senke umwandeln und deutschlandweit ca. 1-2 Mio. Tonnen CO2 Emissionen pro Jahr durch CDA (Carbon Direct Avoidance) und CCU (Carbon Capture & Utilization) verringern. Kalzinierte Soda (Natriumcarbonat Na2CO3) ist eine Grundchemikalie und wird in Deutschland durch das Ammoniak-Soda Verfahren (Solvay Prozess) hergestellt, wobei große Mengen CO2 emittiert werden. Das konventionelle Verfahren benötigt Natriumchlorid und fossilen Kalkstein (CaCO3) als Ausgangsprodukte, sowie Ammoniak und fossilen Brennstoff (Koks bzw. Anthrazit) als Betriebsmittel. Zusätzlich werden große Mengen thermische und elektrische Energie für den Betrieb benötigt, welche hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen (z.B. Erdgas) gewonnen werden. Im neuen CODA Prozess werden Soda-, Wasserstoff- und Chlor-Produkte aus Natriumchloridlösung (Sole), Kohlendioxid aus Luft und erneuerbarer elektrischer Energie hergestellt, wobei kein Ammoniak und kein fossiler Kalkstein wie im alten Solvay-Prozess benötigt wird. Zusätzlich können für die Sodaindustrie typische Abfallströme (z.B. Feststoffhalden und Chlorid-Abwasser mit Ammoniakspuren) weitgehend vermieden werden. Somit trägt der CODA Prozess zum globalen Klima- und lokalen Umweltschutz bei. Gesamtziel dieses Projektes ist die Entwicklung, der Aufbau, Betrieb und die Bewertung einer CODA Versuchsanlage (TRL5) in der Umgebung einer industriellen Sodaproduktionsanlage. Der neue CODA Prozess setzt sich dabei hauptsächlich aus den Teilprozessen Chlor-Alkali-Elektrolyse, Natriumhydroxid-CO2-Absorption (direkt aus Luft) und Soda-Kristallisation zusammen. Durch die Verwendung von erneuerbarer Energie wird kein CO2 emittiert, sondern aus der Luft oder Abgas aufgenommen. Das Projekt wird gemeinsam durch die Partner des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme, der Scientific Chemical Process Engineering Consultancy (SChPrEngCo) und der CIECH Soda Deutschland bearbeitet.
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Type | Count |
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License | Count |
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