Die Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG, mit Unternehmenssitz in Aalen (Baden-Württemberg), plant Wellpappenrohpapier aus Altpapier zukünftig äußerst energieeffizient bei hoher Qualität herzustellen. Im Vergleich zu konventioneller Technik wird der Energieverbrauch mit einer neuen Technologie um 27 Prozent reduziert. Das Pilotprojekt wird aus dem Umweltinnovationsprogramm mit über 770.000 Euro gefördert.
Wellpappenrohpapiere, die das Ausgangsprodukt für Verpackungen sind, werden in einem ständig optimierten Recyclingprozess zu 100 Prozent aus verschiedenen Sorten Altpapier hergestellt. Dabei kommt es vor, dass auch noch wertvolle verwertbare Fasern gemeinsam mit den im Altpapier vorhandenen Störstoffen aussortiert werden und dem Prozess verloren gehen. Daher ist es sinnvoll, die Auflöseaggregate den jeweiligen Festigkeitseigenschaften der verwendeten Altpapiere anzupassen.
Mit einer neuartigen Zerfaserungstechnologie für Altpapier soll das bei der Papierfabrik Palm umgesetzt werden. Ziel des innovativen Projektes ist es, die Faserausbeute bei geringerem Energieeinsatz auf nahezu 100 Prozent zu erhöhen. Die technische Lösung hinter dem optimierten Recyclingprozess ist das 'Green Pulping Concept', bei dem zwei Pulpingtechnologien miteinander verknüpft werden.
Bei einer jährlichen Produktionsmenge von 750.000 Tonnen Wellpappenrohpapiere kann das Familienunternehmen so 7.440 Megawattstunden Energie einsparen und als Folge dessen den Ausstoß von CO2-Emissionen um 2.403 Tonnen verringern. Bedingt durch die hohe Festigkeit des aufbereiteten Papiers werden zudem weniger chemische Additive eingesetzt und das Kreislaufwasser wird entlastet.
Die innovative Technologie ist grundsätzlich auch auf andere Papierfabriken übertragbar, sodass ein Multiplikatoreffekt für die gesamte Branche möglich ist.
Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.
Die Michael Succow Stiftung entwickelt und moderiert mit den weiteren Partnern im Greifswald Moor Centrum den 'Deutschen Moorschutzdialog' ab Beginn Dezember 2015 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des BMUB. Durch Vernetzen von Akteuren, zielgerichtete Kommunikation und Wissenstransfer wird dieser Dialog vermitteln, welche Bedeutung Moore bei der Vermeidung von Treibhausgasemissionen spielen - und damit einen Beitrag zum Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 der Bundesregierung leisten können.
Um dieses Potential für die Klimaschutzziele der Bundesregierung bis 2020 zu aktivieren, wird der 'Deutsche Moorschutzdialog' auf Bundes- und Landes-, und Kommunalebenen bestehende Aktivitäten und Akteure zu Klimaschutz durch Moorschutz vernetzen. Bereits erzielte und zukünftig realistische Reduktionen von Treibhausgasemissionen durch Moor-Wiedervernässung und klimaschonende, produktive Moornutzung (Paludikultur) werden evaluiert und der Öffentlichkeit, insbesondere Multiplikatoren aus Kommunen, Wirtschaft und Gesellschaft, vermittelt.
Der 'Deutsche Moorschutzdialog' soll gemeinsam mit Politikern und Praktikern Umsetzungsprojekte und Anreizinstrumente zur nachhaltigen land- und forstwirtschaftlichen Nutzung nasser Moore anstoßen. Beispiele dafür sind die energetische Verwertung von Niedermoor-Biomasse, die Nutzung von Röhrichten für neue Baustoffe oder die Kultivierung von Torfmoosen als Torfersatz in Substraten für den Gartenbau.
Ausführlichere Information finden Sie auf der Projekt-Website des Nationalen Moorschutzdialogs.
Das Verbundprojekt 'Migrants4Cities - Willkommene Perspektiven. Hochqualifizierte MigrantInnen gestalten Zukunftsstädte' verbindet drei übergeordnete Ziele: (1) die Entwicklung einer zukunftsfähigen, klimafreundlichen Stadt; (2) eine international und interkulturell attraktivere Stadtgestaltung; (3) die Aktivierung und Stärkung von MigrantInnen als Akteure der Stadtentwicklung. Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung und Erprobung von Prototypen einer nachhaltigen Stadtgestaltung mit MigrantInnen für den Beispielfall Mannheims. Dieser sogenannte 'Urban Design Thinking'-Prozess wird verknüpft mit der Analyse und Weiterentwicklung der städtischen Nachhaltigkeitsgovernance. Zudem sind die systematische Beobachtung und Bewertung des Prozesses sowie Generalisierungs- und Transferaktivitäten zentrale Bestandteile des Gesamtprojekts. Das Teilprojekt von inter 3 fokussiert auf die Analyse der vermuteten Transformationspotenziale hochqualifizierter MigrantInnen für eine nachhaltige Stadtentwicklung sowie auf die Aufbereitung der Projektergebnisse für andere Städte. Hierfür werden erstens die Transformationspotenziale unterschiedlicher MigrantInnengruppen (Kultur, Profession, Gender) nach konkreten Kompetenzfeldern differenziert - sofern eine solche Differenzierung beobachtbar ist - und mit dem aktuellen Kanon der nachhaltigen Stadtentwicklung verglichen. Zweitens werden die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Mannheimer Reallabor kontinuierlich in andere (geeignete) Städte transferiert und eine kodifizierte Übertragbarkeits- und Transfermethodik für stadt-/regionalentwicklungspolitisch interessante Ergebnisse aus Reallabor-Projekten erarbeitet.
Die Vertiefungsstudie der Umweltbewusstseinsstudie 2014 hat ergeben, dass Jugendliche durchaus offen für das Thema nachhaltiger Konsum sind, es zeigen sich aber auch deutliche Unterschiede in der Handlungsbereitschaft in den Bedarfsfelder. Daneben ist das Phänomen des 'Shoppen als Hobby' weit verbreitet und die finanzielle Ausstattung Jugendlicher ist besser denn je. Im Rahmen dieses Vorhabens soll die Frage bearbeitet werden, wie Jugendliche zu nachhaltigem Konsum aktiviert werden können, dazu sollen verschiedene Konsumtypen unter Jugendlichen untersucht und konsumtypenspezifische Anknüpfungspunkte und Aktivierungsstrategien für nachhaltigen Konsum entwickelt werden. b) Zunächst sollen anhand von Sekundärliteratur und einer Medienanalyseverschiedene Konsumtypen unter Jugendlichen kategorisiert und die zentralen Anknüpfungspunkte für das Thema identifiziert werden. Im nächsten Schritt sollen dann mithilfe der Methoden des Design Thinking gemeinsam mit den Jugendlichen eine Kommunikationsmaßnahme (Kampagne) in Form eines Videowettbewerbs entwickelt werden. Die eingereichten Beiträge sollen Jugendliche und ihre Aktivitäten zeigen, die mit ihrer Handlung zum nachhaltigen Konsum beitragen und sich für die Durchführung eines Pilotprojektes in der nächsten Vorhabenphase eignen. Gemeinsam mit den Preisträgerinnen und Preisträgern des Videowettbewerbs wird zu jedem Gewinnerbeitrag ein Aktionsformat (beispielsweise Flashmob, Pop-up Labor/ Studio/ Stand/ Festival) entwickelt und verbreitet. Die Ergebnisse sollen dann in Handlungsempfehlungen für Multiplikatoren münden und in einem Leitfaden zusammengefasst und verbreitet werden.
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