Das Projekt "Teilvorhaben: Intelligente Zellen für ein intelligentes Netz" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Konstanz, Fachbereich für Physik durchgeführt. Das Teilvorhaben der Universität Konstanz im Rahmen des C/sells Gesamtvorhabens gliedert sich in drei wesentliche Teilbereiche. Zunächst soll durch eine beratende Beteiligung im Teilprojekt 2 (Umfeldgestaltung) des Gesamtvorhabens die Leitidee des C/sells Projektes erarbeitet und konkretisiert werden. Darauf folgt die Umsetzung im Teilprojekt 7 des Gesamtvorhabens (Realisierungen von Prosumenten für Liegenschaften in Märkten), die zum einen mittels Simulationen die Energieflexibilität der Uni-Konstanz betrachtet und zum anderen konkrete Parameteroptimierungen und Nutzerbefragungen für ein Smart-Building in Heilbronn durchführt. Zunächst wird eine Leitidee des C/sells Gesamtprojektes erarbeitet und konkretisiert, um die Richtung und Leitlinien für die folgenden Arbeiten vorzugeben. Darauf folgen die Umsetzungen im Teilprojekt 7 des Gesamtvorhabens. Dabei liegt der Fokus auf der Idee, vielfältige Infrastrukturzellen intelligent zu einem wirtschaftlich nachhaltigen Organismus zu verbinden. Bei der Energieflexibilität der Uni-Konstanz werden dazu Erkenntnisse verwertet, welche von möglichen Vermarktungsprozessen für Liegenschaften verschiedener Ausrichtungen gewonnen werden. Zudem wird im Gebäudepark der Universität Konstanz durch Simulation, Betrieb und Evaluation eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für den Einsatz alternativer Energien erstellt. Im Smart-Building Heilbronn eröffnet ein hocheffizientes Geschäftshaus im Realbetrieb die Möglichkeit der Nutzungsanalyse und einen Einblick in die Akzeptanz intelligenter Haustechnik in einem Bürohaus mit 3 Parteien. Verbunden ist dies mit iMSys zur flexiblen Netzsteuerung sowie zum zeitnahen Kundenverbrauchs-Feedback mit Visualisierung aller Energieflüsse. Die über Nutzerbefragungen und Handlungsempfehlungen gesteigerte Partizipation und Akzeptanz sowie die Flexibilisierungspotentiale im Spartenverbund von Elektrizität, Wärme und Gas sind von wesentlicher Bedeutung für das Gesamtprojekt.
Das Projekt "EnEff:Stadt, EnEff:Campus: Intracting an Hochschulen (Akronym IntrHo): Kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz an Hochschulen durch Implementierung des Intracting-Modells" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Kassel, Fachgebiet Technische Gebäudeausrüstung durchgeführt. Das Projekt IntrHo fokussiert auf das Dilemma zwischen zukunftsorientierten Energieeffizienzmaßnahmen an Hochschulen und den kurzfristigen Zwängen bei der Mittelvergabe. Beim Intracting wird eine vom allgemeinen Hochschulhaushalt 'getrennte' Intractingkostenstelle geschaffen und mit einer Anschubfinanzierung ausgerüstet. Hieraus werden erste Energiesparmaßnahmen finanziert (Personal und Investitionen). Die erzielten Energiekosteneinsparungen fließen auf die Intractingkostenstelle zurück. Mit den Rückflüssen können weitere Maßnahmen umgesetzt werden. Damit wird das hochschulinterne Energiemanagement in die Lage versetzt, kontinuierlich an der energetischen Verbesserung der Gebäude zu arbeiten. Ausgehend von Erfahrungen mit Intracting in Kommunen werden auf die speziellen Randbedingungen von Hochschulen angepasste Implementierungskonzepte entwickelt. Es werden Werkzeuge für die Anwendung erstellt u.a. ein spezielles Szenariensimulationsprogramm. Dieses berechnet für variable Randbedingungen die zeitliche Entwicklung des Kostenstellenkontostandes sowie die erzielbaren CO2-Reduktionen. Hiermit können Implementierungskonzepte analysiert und für die individuellen Randbedingungen der Hochschule optimiert werden. Parallel zum Forschungsvorhaben führt die Universität Kassel eigenfinanziert Intracting ein. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts werden in einem Leitfaden 'Intracting an Hochschulen' zusammengefasst.
Das Projekt "Teilvorhaben: Ambient Intelligence, Nutzereinbindung, Innovative Bauteile" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Lüneburg, Institut für Umweltkommunikation durchgeführt. Die Leuphana Universität Lüneburg verfolgt eine Gesamtstrategie zur 'klimaneutralen Campusentwicklung'. Angestrebt wird ein Nullenergie-Campus im Sinne einer primärenergetisch ausgeglichenen Energiebilanz (inklusive Dienstreisen und Pendelverkehre). Der Fokus liegt neben Energieeinsparmaßnahmen in der Herstellung einer energieeffizienten und exergetisch sinnvollen Energieversorgung aus erneuerbaren Energien (KWK, kaskadierte Wärmenutzung, thermische Speicherung) sowie der intensive Einbezug des Faktors Nutzerverhalten (Ambient Intelligence-System). Nach der vollständigen Inbetriebnahme wird durch den Betrieb des Gebäudes kein CO2 emittiert. Diese vorbildhaften Planungsziele gilt es mit diesem Vorhaben durch das Monitoring im Gebäudebetrieb zu sichern. Mit dieser Projektskizze wird daher die zweite Phase des 'Intensivmonitorings' und die dritte des 'Langzeitmonitorings' gemäß des Förderkonzepts Energieoptimiertes Bauen beantragt. Ziel des Forschungsprojektes ist es, das innovative Konzept zur klimaneutralen Energieversorgung eines Quartiers hier des Campus über ein wissenschaftliches Monitoring im Betrieb zu prüfen und zu optimieren. Es sollen somit validierte Aussagen über die Funktionalität des Energiekonzeptes auf dem Campus und insbesondere für das Zentralgebäude getroffen werden, die geeignet sind die Leistungsfähigkeit des konzeptionellen Ansatzes in energetischer und wirtschaftlicher Sicht unter Beweis zu stellen. In anschaulicher Weise kann der 'Klimaneutrale Campus' einen Vorbildcharakter demonstrieren, der über die Region Lüneburgs hinaus für zukünftige Bauaufgaben gilt. Der detaillierte Arbeitsplan sowie die Zuordnung der Bearbeiter zu den einzelnen Arbeitspaketen kann der Vorhabenbeschreibung entnommen werden. Teilvorhaben Verbundpartner A: Inbetriebnahme Anlagentechnik, energetische Optimierung, (Intensiv-)Monitoring Teilvorhaben Verbundpartner B: Ambient-Intelligence, Nutzereinbindung, Auswertung innovativer Bauteile.
Das Projekt "Teilprojekt 2: Optimierung und Weiterentwicklung der Wärme- und Kälteinfrastruktur" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. durchgeführt. Als Vorbild eines hochkomplexen GHD-Gebiets soll für den stetig wachsenden Campus Garching der TU München ein innovatives Energiekonzept mit gekoppelter Betrachtung von Gebäude, Strom-, Wärme- und Kälteversorgung entwickelt werden. Ziele sind neben einer Roadmap sowie einem Netzausbauplan für die Weiterentwicklung des TUM Campus Garching, die Erarbeitung einer übertragbaren Methodik für eben diese Konzeptplanung und -entwicklung, übertragbare Erkenntnisse zum Einsatz neuartiger Technologien sowie die Umsetzung als Living-Lab. Dabei wird sowohl eine Reduktion des spezifischen Energiebedarfs als auch ein erhöhter Anteil erneuerbarer Energien angestrebt. Das entstehende System soll langfristig durch den Einsatz einer einzigartigen Kombination innovativer Technologien den Forschungscampus Garching als Leuchtturm der Energiewende repräsentieren und durch einen flexiblen Aufbau als Living-Lab sowohl für Forschungs- als auch für Lehrzwecke geöffnet werden. Der Fokus des Projekts liegt auf einem integralen Ansatz, der die gegenseitigen Wechselwirkungen zwischen Gebäuden, Netzen und Erzeuger/Speicher, sowie die Kopplung zwischen den Sektoren Strom, Wärme und anders als in vielen Projekten auch der Kälte berücksichtigt. Um eben diese Integralität zu gewährleisten, wird das Projekt durch ein interdisziplinäres Team der Fachbereiche Energietechnik, Elektrotechnik sowie Bauwesen bearbeitet. Anhand exakter Modelle soll das Zusammenspiel der verschiedenen Technologien in unterschiedlicher Detailtiefe modelliert und mittels Optimierungsansätzen hinsichtlich ihrer Reaktionsfähigkeit und Flexibilität für verschiedene Prognoseszenarien untersucht werden. Dabei wird auf vorhandene Tools und Modelle zurückgegriffen, welche zum einen weiterentwickelt und an die Anforderungen des Projektes angepasst werden und zum anderen systematisch vernetzt werden, um eine zeitliche und räumliche Modellierung mit hohem Detaillierungsgrad zu erlauben.
Das Projekt "Teilprojekt 1: Spartenübergreifende Optimierung mit Fokus auf die Systemkomponenten Gebäude, Strom- und Wärmeversorgung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität München, TUM School of Engineering and Design, Fakultät für Maschinenwesen, Lehrstuhl für Energiesysteme durchgeführt. Als Vorbild eines hochkomplexen GHD-Gebiets soll für den stetig wachsenden Campus Garching der TU München ein innovatives Energiekonzept mit gekoppelter Betrachtung von Gebäuden, Strom-, Wärme-, und Kälteversorgung entwickelt werden. Ziel sind neben einer Roadmap sowie einem Netzausbauplan für die Weiterentwicklung des TUM Campus Garching die Erarbeitung einer übertragbaren Methodik für eben diese Konzeptplanung und -Entwicklung, übertragbare Erkenntnisse zum Einsatz neuartiger Technologien sowie die Umsetzung als Living-Lab. Dabei wird sowohl eine Reduktion des spezifischen Energiebedarfs als auch ein erhöhter Anteil erneuerbarer Energien angestrebt. Das entstehende System soll langfristig durch den Einsatz einer einzigartigen Kombination innovativer Technologien den Forschungscampus Garching als Leuchtturm der Energiewende repräsentieren und auch einen flexiblen Aufbau als Living-Lab sowohl für Forschungs- als auch für Lehrzwecke geöffnet werden. Der Fokus des Projekts liegt auf einem integralen Ansatz, der die Wechselwirkungen zwischen Gebäuden, Netzen und Erzeugern/Speichern sowie die Kopplung zwischen den Sektoren Strom, Wärme und anders als in vielen anderen Projekten auch der Kälte berücksichtigt. Um eben diese Integralität zu gewährleisten wird das Projekt durch ein interdisziplinäres Team der Fachbereiche Energietechnik, Elektrotechnik sowie Bauwesen bearbeitet. Anhand von Modellen soll das Zusammenspiel der verschiedenen Technologien in unterschiedlicher Detailtiefe modelliert und mittels Optimierungsansätzen hinsichtlich ihrer Reaktionsfähigkeit und Flexibilität für verschiedenen Prognoseszenarien untersuch werden. Dabei wird auf vorhanden Tools und Modelle zurückgegriffen welche zum einen weiterentwickelt und an die Anforderungen des Projekts angepasst werden und zum anderen systematisch vernetzt werden um eine zeitliche und räumliche Modellierung mit hohem Detaillierungsgrad zu erlauben.
Das Projekt "EnEff:Stadt, EnEff:Campus: CAMPER-CAMPus EnergieverbrauchsReduktion - Auf dem Weg zum Energieeffizienz-Campus der TU Dresden" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Institut für Energietechnik, Professur für Gebäudeenergietechnik und Wärmeversorgung durchgeführt. Mit dem Vorhaben soll ein energieeffizienter Campus der TU Dresden entwickelt werden. Hierzu wird ein Energieentwicklungsplan entworfen. Dabei wird die Energieversorgungsstrategie durch innovative Energiemanagementsysteme und weitere Verbundmaßnahmen optimiert. Praktische Baumaßnahmen werden mit Hinblick auf Energieeffizienz und optimale Einbindung in das Versorgungs- und Energiemanagementsystem wissenschaftlich begleitet. Die Bearbeitung des Vorhabens umfasst folgende Arbeitsschwerpunkte: -'Campus:Projektkoordination' - Projektbegleitende Maßnahmen -'Campus:Datenpool' - Schaffung einer zentralen übergreifenden Datenbasis -'Campus:Analyse' - Energetische, ökonomische und ökologische Bilanzierung -'Campus:Strategie' -Erarbeitung des Entwicklungsplanes -'Campus:Pilot' - Umsetzung des Entwicklungsplanes -'Campus:Kommunikation' - Einbindung und Motivation der Nutzer.
Das Projekt "Optimierung der komplexen Energieversorgung von Großkrankenhäusern bei zunehmend volatilen Energiemärkten" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Hamburg, Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft V-9 durchgeführt. Es ist das Ziel des Vorhabens, ein einfach anpassbares, softwaregestütztes Instrumentarium zu entwickeln, mit dem die Energieversorgung von Großkrankenhäusern unter ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten - und unter Beachtung der geforderten Versorgungssicherheit - optimiert werden kann. Hierfür sollen die großtechnischen Energieversorgungsanlagen zur Bereitstellung insbesondere von Strom, Wärme, Kälte und Dampf ganzheitlich betrachtet und unter Berücksichtigung der verfügbaren Anlagenkennwerte sowie der Prognosen für Energiekosten und -verbrauch optimiert werden. Der Fokus liegt damit ausschließlich auf den Bereichen Energiebeschaffung und -wandlung. Das bedeutet, dass in die medizinischen Arbeitsprozesse selbst nicht eingegriffen wird. Um die Akzeptanz zu verbessern und die Wirksamkeit eines derartigen Instruments zu demonstrieren, soll das Tool zudem unter den tatsächlichen Gegebenheiten eines Großkrankenhauses (des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE)) getestet und die Einsetzbarkeit verifiziert werden. 1. Festlegen der Anforderungen, Zielwerte und Systemgrenzen 2. Erstellung von Lastprognosen des betrachteten Energiesystems ausgehend von historischen Daten 3. Computersimulation von Wärme- und Kältespeichern 4. Entwicklung eines Modells für die Prognose von Energiemarktpreisen 5. Auswahl und Programmierung eines Optimierungsalgorithmus 6. Ganzheitliche Abbildung des Modells in Matlab 7. Schrittweise Implementierung des Tools in den laufenden Betrieb, kontinuierliche Überwachung und Verbesserung 8. Erstellung eines übertragen Modellbaukastens mit frei austauschbaren Komponenten.
Das Projekt "Teilvorhaben: Identifikation und Integration von Nutzertypologien - Annex 69" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fraunhofer-Institut für Bauphysik, Institutsteil Holzkirchen durchgeführt. Nutzerverhalten besitzt einen großen Einfluss auf den Primärenergieverbrauch von Gebäuden und damit die energiebedingten Emissionen. Dieser Einfluss wächst zudem mit steigenden Energiestandards. Es ist zu beobachten, dass Energieverbräuche von energetisch ambitionierten Gebäuden teilweise deutlich von prognostizierten Bedarfswerten abweichen. Die Interaktion zwischen Nutzern und Gebäuden wird in Planungswerkzeugen und in der Gebäudeautomation bislang unzureichend abgebildet. Es fehlen erkenntnisbasierte Algorithmen, beispielsweise für eine modellprädiktive Steuerung und Regelung, die den Einfluss des Nutzerverhaltens realitätsnah beschreiben können. Für einen energieeffizienten Betrieb ist daher zum einen die adäquate Berücksichtigung des Nutzerverhaltens bereits in der Planung von fundamentaler Bedeutung; zum anderen ist eine intuitive und robuste Bedienbarkeit der Gebäudesysteme durch die Nutzer essentiell. Ziel des Vorhabens, mit dem die Beteiligten gleichzeitig einen signifikanten Beitrag zu dem IEA EBC Annex 66 'Definition and Simulation of Occupant Behavior in Buildings' unter dem Dach der Internationalen Energieagentur (IEA) leisten, ist die Entwicklung und prototypische Implementierung eines stochastischen Modellansatzes zur Simulation und Prädiktion des Nutzerverhaltens in Gebäuden. Im Mittelpunkt stehen dabei Interaktionen zwischen Mensch und Gebäudehülle in passiv gekühlten Gebäuden sowie die Interaktion zwischen Mensch und Maschine bei Raumklimatisierung mit unterschiedlichen Regelungskonzepten (u.a. Anwendung adaptiver Komfortmodelle). Zielgrößen sind der thermische und visuelle Komfort. Als Basis zur Erreichung der Projektziele dienen Experimente in einem Raumklima-Teststand, ein Feldversuch, sowie eine Querschnittsbefragung. Dabei werden in kontrollierten Experimenten an einem Raumklima-Teststand das tatsächliche Verhalten sowie im Zuge eines Feldversuchs das Nutzerverhalten in einem Universitätsgebäude messtechnisch untersucht und ausgewertet. Ergänzend liefern Querschnittsbefragungen Erkenntnisse zur Übertragbarkeit der Ergebnisse aus Raumklima-Teststand- und Feldversuchen. Das Verbundprojekt wird in enger Kooperation zwischen dem Fachgebiet Bauphysik & Technischer Ausbau (fbta) des Karlsruher Institut für Technologie (KIT), den Lehrstühlen für Energieeffizientes Bauen (E3D) und für Gebäude- und Raumklimatechnik (EBC) der RWTH Aachen, dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) und dem Industriepartner ABB bearbeitet.
Das Projekt "EnEff:Stadt, EnEff:Campus: RoadMap RWTH Aachen - Phase 2" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen University, E.ON Energy Research Center, Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik durchgeführt. Für den Campus der RWTH Aachen soll ein ganzheitliches und innovatives Gesamtkonzept für die energetische Sanierung entwickelt werden. Ziel ist eine Reduktion des nutzflächenbezogenen Primärenergieverbrauchs um 50 % bis 2025 (Bezugswert Messdaten 2013/14). Der Ansatz berücksichtigt eine Änderung der Nutzung, die Sanierung und den Neubau von Gebäuden als auch die Potentiale der verschiedenen Erzeugungs- und Verteilsysteme für Strom, Wärme und Kälte. Zu Beginn des Projekts werden die relevanten Daten gesammelt und zusammengeführt. Dazu wird das Konzept des Building Information Modeling (BIM) auf ganze Quartiere zum Quartier Information Modeling ausgeweitet. Mit Hilfe der Daten wird eine dynamische Simulation der gesamten Energieversorgungskette aufgebaut. Auf Basis von Messdaten und Simulationsergebnissen werden einzelne Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet. Nach der Bewertung möglicher Einzelmaßnahmen werden daraus schlüssige Optimierungsstrategien erarbeitet. Im begleitenden Monitoring werden die Verbrauchsdaten und Energieströme aufbereitet. Die Messwerte werden dazu den Beteiligten über eine Web-Nutzerschnittstelle zugänglich gemacht und übersichtlich dargestellt. Als Datenaufbereitung soll ein CAD basiertes dreidimensionales grafisches Modell des Campus entwickelt werden, das die dynamischen Energieströme und ihre Emittenten rückblickend und vorausschauend simulierend darstellt. Die Erfahrungen des Projektes und die entwickelte Methodik werden nach Projektabschluss zu einem Leitfaden zusammengefasst.
Das Projekt "Teilvorhaben: Wissenschaftliche Begleitung für Wärme- und Kälteerzeugung und Verteilung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Berlin, Institut für Energietechnik durchgeführt. Basierend auf dem Energiewendeziel der Bundesregierung will sich der Campus Charlottenburg (TU Berlin und UdK Berlin) energetisch als vorbildliche Einrichtung etablieren. Dafür soll am HochschulCampus Berlin-Charlottenburg (HCBC) ein Areal bestehend aus mehreren Gebäuden und Erzeugern so umgebaut/saniert werden, dass bereits im Jahr 2020 die Energiewendeziele 2050 demonstriert werden können. Dafür wird ein ganzheitlicher Ansatz gewählt, der üblicherweise auch bei einzelnen betrachteten Gebäuden Anwendung findet. Das Zusammenspiel von Energiegewinnung, Speicherung, Verteilung und Nutzung muss aufeinander abgestimmt sein, um energieeffiziente Gebäude zu sanieren, zu bauen und zu betreiben. Bei der Betrachtung eines innerstädtischen Bestandsareal ergeben sich zahlreiche technische, ökonomische und rechtliche Herausforderungen, die es gilt, im Rahmen des Eneff: HCBC zu lösen. Ein Hauptaugenmerk ist auf die lokale Gewinnung der Energie gerichtet dort, wo günstige Bedingungen herrschen, mit der sich anschließenden Verschiebung von Wärmeenergieströmen. Die Energiebilanzgrenze wird somit vom Haus auf das Quartier verschoben. Neben bereits am Markt vorhandenen Technologien sollen auch weit fortgeschrittene Techniken, die an der TU Berlin und an anderen wissenschaftlichen Einrichtungen entwickelt worden sind, eingebunden werden. Das Gesamtprojekt unterteilt sich in 3 Phasen: (1) Analyse, Konzeption, (2) 1. Umsetzungsphase und (3) 2. Umsetzungsphase. Die Analyse und Konzeption (Phase 1) ist Gegenstand des vorliegenden Antrags und unterteilt sich in 4 grundsätzliche Arbeitspakete: IST-Analyse, Potentialanalyse, Sensitivitätsanalyse und Konzeption. Am Ende steht der Masterplan Energie für den gesamten Campus.
Origin | Count |
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Bund | 32 |
Type | Count |
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Förderprogramm | 32 |
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offen | 32 |
Language | Count |
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Deutsch | 31 |
Englisch | 3 |
Resource type | Count |
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Keine | 14 |
Webseite | 18 |
Topic | Count |
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Boden | 24 |
Lebewesen & Lebensräume | 20 |
Luft | 9 |
Mensch & Umwelt | 32 |
Wasser | 10 |
Weitere | 32 |