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Entsiegelungspotenziale 2024

Durch die Befragung sach- und ortskundiger Verwaltungsmitarbeiter der Bezirksämter und der Berliner Forsten wurden spezifische Flächeninformationen zur Lage der Fläche (Bezirk, Ortsteil, Adresse/Lagebeschreibung, Koordinaten) zu den Eigentumsverhältnissen, ggf. Kontaktdaten zu bestehenden (oder ehemaligen) und geplanten Nutzungen zur Art der Versiegelung und zum Umfang einer möglichen Entsiegelung sowie zu noch bestehenden Abstimmungsbedarfen, Planungshemmnissen etc., recherchiert und hieraus eine erste Zusammenstellung potenzieller Entsiegelungsflächen erstellt. Diesen originär erhobenen Flächendaten wurden durch Verschneidung mit verschiedenen im Land Berlin vorliegenden Geodaten weitere relevante Informationen zugeordnet, so dass diese Informationen auf einen Blick zur Verfügung stehen. Dazu wurden folgende digital zur Verfügung stehende Daten verwendet: Flurstücke gemäß Amtlichem Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS), Stand 06.10.2024 Flurstücke im Eigentum des Landes Berlin gemäß Amtlichem Liegenschaftskataster-informationssystem (ALKIS), Stand 2024 Blockkarte 1 : 5.000 (ISU5) des Informationssystems Stadt und Umwelt (ISU) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, III D, Stand 2020 Planungshinweise zum Bodenschutz, Stand 2020 Geltungsbereiche laufender und abgeschlossener Bebauungsplanverfahren, Stand 2024 Flächennutzungsplan (FNP), Arbeitskarte, Stand 2024 Landschaftsplanverfahren, Stand 2013 Schutzgebiete nach Naturschutzrecht (LSG, NSG, FFH, flächenhafte Naturdenkmale), Stand 2024 Ortsteile gemäß Amtlichem Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS), Stand 2024 Bodenrichtwerte, Stand 2024 Eine visuelle Begutachtung der Flächen und ggf. eine von den Flurstücksgrenzen abweichende Ausgrenzung potenzieller Entsiegelungsflächen wurde vor allem anhand der digitalen Orthofotos, Befliegungen 2002 bis 2024, der Luftbilder 1953 bis 1999 sowie der Karte von Berlin im Maßstab 1 : 5.000 (K5), Stand 2008 bis 2024 vorgenommen. In Einzelfällen erfolgte eine Vorortbesichtigung.

Analyse der Deiche an der unteren Mittelelbe zeigt Handlungsbedarf auf

Lüneburg . Die Hochwasser der frühen 2000er Jahre stellten sie gleich mehrfach auf die Probe – jetzt wurden die Deiche an der unteren Mittelelbe einer detaillierten Analyse unterzogen. Diese attestiert den Schutzanlagen überblickend einen guten Zustand, macht aber auch auf vorhandene Defizite aufmerksam. Auf die Hochwasserschützer komme in den kommenden 30 Jahren viel Arbeit zu, so das Fazit. Die Hochwasser der frühen 2000er Jahre stellten sie gleich mehrfach auf die Probe – jetzt wurden die Deiche an der unteren Mittelelbe einer detaillierten Analyse unterzogen. Diese attestiert den Schutzanlagen überblickend einen guten Zustand, macht aber auch auf vorhandene Defizite aufmerksam. Auf die Hochwasserschützer komme in den kommenden 30 Jahren viel Arbeit zu, so das Fazit. Hintergrund der am Dienstag vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Lüneburg an die Deichverbände übergebenen Untersuchung des Deichbestands im niedersächsischen Elbeabschnitt zwischen Schnackenburg und Rönne waren die extremen Hochwasserereignisse von 2002 bis 2013. „Damals haben die Deiche zwar stets den enormen Belastungen standgehalten – nicht zuletzt, weil die Verbände und Einsatzkräfte vor Ort einen enormen Aufwand bei der Deichverteidigung betrieben haben. Es kam aber an diversen Deichabschnitten zu deutlich erhöhten Sickerwasseraustritten vor dem Deichverteidigungsweg und im Binnenbereich“, erinnert sich Heiko Warnecke, Geschäftsbereichsleiter und Ansprechpartner der Deichverbände in der NLWKN-Betriebsstelle Lüneburg. Nicht zuletzt diese bekannten Sickerwasserbereiche wurden nun einer genauen Baugrunduntersuchung unterzogen. Hierbei ging es etwa um die Bestimmung der Lagerungsdichte, den Aufbau der einzelnen Bodenschichten und eine Überprüfung auf innere Erosions- und Suffosionsprozesse, sowie eine Standsicherheitsbetrachtung. Auch die Eisthematik an der Elbe wurde berücksichtigt. Die mit Fördermitteln des Landes Niedersachsen ermöglichte Deichbestandsanalyse beinhaltet zudem eine visuelle Begutachtung, eine Bestandsvermessung der Anlagen und Deiche sowie weitere geologische Erkundungsmaßahmen. „Insgesamt geht es darum, einen Eindruck vom technischen Zustand der Deiche zu erhalten und zu prüfen, wie gut sie für die heutigen Anforderungen hinsichtlich ihrer Konstruktion und Höhe gerüstet sind“, so Heiko Warnecke. Im Ergebnis zeigt der jetzt vorgestellte Bestand der Hochwasserschutzanlagen, dass sich diese in einem guten und wehrhaften Zustand befinden. „Allerdings müssen die Deiche an die neuen Herausforderungen angepasst werden, um auch künftig zuverlässig vor Gefahren schützen zu können“, betont der NLWKN-Experte und Verfasser der Studie Clemens Löbnitz. So zeigen die einbezogenen hydraulischen Berechnungen der Bundesanstalt für Gewässerkunde Fehlhöhen von bis zu 80 Zentimetern an den Elbdeichen auf. Zudem ist ihr Sandkern teils zu locker gelagert und der Deichverteidigungsweg liegt zu tief. Der erforderliche Finanzbedarf zur Bewältigung der Aufgaben wird auf rund 313 Millionen Euro geschätzt. „Die Arbeiten werden einen Zeitraum von 25 bis 30 Jahren in Anspruch nehmen und bedingen eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Akteure“, so Heiko Warnecke. Diese hatten die Deichverbände und der NLWKN zuletzt im Nachgang zu den jüngsten Hochwasserereignissen unter Beweis gestellt, als es galt, Deichkronen, Deichüberfahrten und Deichzuwegungen nach der starken Beanspruchung während der Deichverteidigung wieder instand zu setzen. Auch am Elbedeichabschnitt bei Altwendischthun trat Qualmwasser auf der Binnenseite auf. Dieser und änhliche Bereiche des Deiches wurden nun besonders unter die Lupe genommen (Bild NLWKN). Auf der Deichkrone an der Elbe wurde die Deichbestandsanalyse diese Woche an die Vertreter der Deichverbände übergeben.

Die Rückholung von der 725-Meter-Ebene

Die Einlagerungskammer 7 auf der 725-Meter-Ebene wurde ursprünglich im Jahr 1932 zur Salzgewinnung aufgefahren. In ihr lagern 8.530 Behälter mit schwachradioaktiven Abfällen. Diese wurden von 1975 bis 1977 mittels Abkipptechnik eingelagert. Die abgekippten Fässer wurden mit Salzmaterial überdeckt. Die Einlagerungskammer 7/725 ist die einzige heute noch zugängliche Einlagerungskammer. Der Kenntnisstand über ihren Zustand, die damalige Einlagerungstechnik, den Verfüllungsgrad sowie dem noch offenstehenden Resthohlraum ist groß. Durchführung der Rückholung Der Zugang zur Einlagerungskammer wird durch ein Schleusensystem gesichert. Zur Bergung der Abfälle ist ein ferngesteuerter Tripod-Bagger geeignet. Dieser kann mit unterschiedlichem, auswechselbaren Werkzeugen versehen werden. Für den Transport der Abfälle sowie des Tripod-Baggers kommt eine ferngesteuerte Hängebahn zum Einsatz. Diese wird an der Decke (Firste) der Einlagerungskammer befestigt. Vor dem Einsatz der Technik muss die Lage der Abfallbehälter innerhalb des Salzmaterials erfasst werden. Dies kann mit Hilfe visueller Methoden oder durch Detektion mittels Bodenradar ermöglicht werden. Anschließend kommt der Tripod-Bagger zum Einsatz. Er löst die Abfälle aus dem Salzmaterial und lädt sie in einen bereitstehenden Behälter. Die Behälter werden mittels der Hängebahn zu den Schleusen transportiert. Für den kontaminationsfreien Transport nach über Tage wird der Behälter in der Schleuse mit einer Umverpackung versehen. In der Schleuse können verschiedene Daten der Umverpackung wie zum Beispiel das Gewicht und die Dosisleistung an der Außenseite erfasst werden. Nach einer abschließenden Kontaminationskontrolle an der Außenseite der Umverpackung wird diese zum untertägigen Transport bereitgestellt. Die Einlagerungskammer wird nach Bergung der Abfälle verfüllt Nachdem der radioaktive Abfall aus der Einlagerungskammer zurückgeholt wurde, wird in Vorbereitung der Verfüllung die Bergetechnik rückgebaut und die Einlagerungskammer auf verbleibende Restkontamination geprüft. Nach erfolgter radiologischer Prüfung wird die Einlagerungskammer verfüllt. Über die Einlagerungskammer 7/725 liegen die meisten Erkenntnisse vor. Die Rückholung soll mit Hilfe eines Tripod-Baggers stattfinden. Den Originaltext finden Sie im Rückholplan auf den Seiten 29 bis 34 - Plan zur Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II (PDF, 7,35 MB) . Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Infostelle Asse stehen gerne für weitere Fragen zur Verfügung. Bei Bedarf stellen Sie auch den Kontakt zu den entsprechenden Fachkolleginnen und -kollegen her. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie in der Infostelle Asse . Themenschwerpunkt: Rückholung Plan zur Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage Asse II (PDF, 7,35 MB) Infostelle Asse

Klasmeier & Wissing (2017)_Waschmaschinenablauf als Eintragsquelle von Mikroplastik in Gewässer

Abschlussbericht Waschmaschinenablauf als mögliche Eintragsquelle von Textilfasern (Mikroplastik) in Gewässer Dr. Jörg Klasmeier und Melanie Wissing Institut für Umweltsystemforschung (USF), Universität Osnabrück Osnabrück, 31.Januar 2017 Erstellt im Auftrag des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Dieser Bericht ist durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz beauftragt worden. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Autoren. Der Bericht gibt die Auffassung der Autoren wieder und muss nicht mit der Meinung des NLWKN übereinstimmen. Der NLWKN übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, die Genauigkeit und Vollständigkeit der Angaben sowie für die Beachtung der Rechte Dritter. Der Auftraggeber behält sich alle Rechte vor, insbesondere darf dieser Bericht nur mit seiner Zustimmung ganz oder teilweise vervielfältigt bzw. Dritten zugänglich gemacht werden. Danksagung: Die Autoren bedanken sich bei Frau Sarah Falk für die Mithilfe bei der Durchführung der Versuche. Die vergrößerten Aufnahmen von ausgewählten Proben mit einem Fluoreszenz-Stereomikroskop wurden freundlicherweise vom „Lehrstuhl für Zoologie und Entwicklungsbiologie“ der Universität Osnabrück ermöglicht. Die Arbeitsgruppe „Funktionale Nanomaterialien“ am „Institut für Chemie neuer Materialien“ der Universität Osnabrück stellte uns dankenswerterweise ihr Messgerät für FTIR-Analysen zur Verfügung. Für die Ermöglichung der Probenahme auf dem Gelände der Kläranlage Osnabrück-Eversburg bedanken wir uns bei den Stadtwerken Osnabrück und namentlich bei Herrn Hinrich Glins für seine freundliche Unterstützung. Zitiervorschlag: Klasmeier J., Wissing M. (2016): Waschmaschinenablauf als mögliche Eintragsquelle von Textilfasern (Mikroplastik) in Gewässer, Institut für Umweltsystemforschung, Universität Osnabrück, Studie erstellt im Auftrag des NLWKN, Januar 2017. Inhaltsverzeichnis Zusammenfassung .................................................................................................................................. 1 1Einleitung ......................................................................................................................................... 3 2Zielsetzung....................................................................................................................................... 5 3Eigenschaften von Textilfasern ......................................................................................................... 6 3.1 Synthetische Chemiefasern ...................................................................................................... 6 3.2 Zellulosische Chemiefasern ...................................................................................................... 8 3.3 Naturfasern .............................................................................................................................. 8 4 Waschen von Textilien ................................................................................................................... 10 4.1 Auswahl der Textilien.............................................................................................................. 10 4.2 Durchführung der Waschgänge .............................................................................................. 11 4.3 Extraktion der Faserrückstände .............................................................................................. 13 5 Probenbehandlung ......................................................................................................................... 15 5.1 Separation mittels Dichtetrennung .......................................................................................... 15 5.2 Entfernung von Haaren ........................................................................................................... 15 5.3 Oxidation mit Wasserstoffperoxid ............................................................................................ 16 5.4 Chemische Separation ........................................................................................................... 16 6 Analyse der Filterrückstände .......................................................................................................... 20 6.1 Mikroskopische Untersuchung ................................................................................................ 20 6.2 FTIR-Analyse ......................................................................................................................... 21 7 Luftproben ...................................................................................................................................... 24 7.1 Probenahme und Auswertung ................................................................................................. 24 7.2 Ergebnisse ............................................................................................................................. 24 8 Ergebnisse der Waschversuche ..................................................................................................... 26 8.1 Ergebnisse der Leerwaschgänge ............................................................................................ 26 8.2 Ergebnisse der visuellen Untersuchung .................................................................................. 26 8.3 Oxidierbarer Anteil und sonstige Fremdstoffe .......................................................................... 28 9 Ergebnisse der Rückstandsmengenbestimmung ............................................................................ 29 9.1 Einfluss der Maschenweite des Siebes ................................................................................... 29 9.2 Reproduzierbarkeit und Repräsentativität der Ergebnisse ....................................................... 30 9.3 Einfluss des Textilmaterials..................................................................................................... 32 9.4 Einfluss der Oberflächenbeschaffenheit .................................................................................. 33 9.5 Hochrechnung der jährlichen Emissionsmenge ....................................................................... 34 10 Abwasser- und Oberflächenwasserproben ..................................................................................... 38 10.1 Probenahme und Probenaufarbeitung .................................................................................... 38 10.2 Ergebnisse ............................................................................................................................. 39 11 Fazit ............................................................................................................................................... 42 12 Literatur.......................................................................................................................................... 43 Anhang: Fotos ausgewählter Textilproben .............................................................................................. 46 Kategorie 1: Funktionskleidung (Polyester, Polyamid) ......................................................................... 46 Kategorie 2: Winterkleidung (Polyester, Polyacryl) .............................................................................. 47 Kategorie 3: Tageskleidung und Heimtextilien (Baumwolle) ................................................................ 48

Teilprojekt 4

Das Projekt "Teilprojekt 4" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von OGF Ostdeutsche Gesellschaft für Forstplanung mbH, Niederlassung Sachsen durchgeführt. Aus früheren Untersuchungen ist bekannt, dass in stehenden Bäumen verschiedene mikroakustische Schallemissionen sowohl im hörbaren als auch im Ultraschall-Bereich auftreten. Sie lassen Rückschlüsse auf den Zustand des Baumes, auf seine Verkehrssicherheit, auf Trockenstress- und Saftstromanomalien sowie auf möglichen Schädlings- oder Krankheitsbefall zu. Im Rahmen des Projekts soll der Demonstrator eines kabellosen Schallemission-Sensorknotens entwickelt werden, der am Stamm des Baumes befestigt wird und über einen längeren Zeitraum mikroakustische Schallemissionen aufnehmen und auf Basis maschinellen Lernens eigenständig oder mit Hilfe eines Zentralrechners auswerten kann. Neben Temperatur, Feuchte und Winddaten sollen zusätzlich auch dendrologische sowie digitale optische Parameter des Baumes aufgenommen werden, um zu verschiedenen Zeitpunkten eine Korrelation mit den akustischen Messdaten zu erhalten. Das digitale Messsystem soll - wesentliche Schäden und Krankheiten, welche die Verkehrssicherheit beeinträchtigen können, frühzeitig erfassen und klassifizieren, - rechtzeitige Maßnahmen vorschlagen, die das Absterben bzw. die Schädigung der Bäume verhindern sowie stabilere und bessere Erträge im Obstbau zulassen, - die Wirksamkeit von langfristigen Maßnahmen in der Forstwirtschaft (z.B. Anbau von Mischwäldern oder nicht-endemischen Baumarten) überprüfen und ggf. als Grundlage für deren Anpassung und Änderung dienen. Die Aufgabe der OGF liegt insbesondere in der Aufnahme der Daten im Bereich des Waldes (Einsatzgebiet Forstwirtschaft), der Beurteilung der Vitalität der Bäume auf Grundlage visueller Begutachtung sowie mittels UAV erzeugter Multispektraldaten. Darüber hinaus ist die OGF an der Entwicklung und Optimierung der Algorithmen beteiligt.

Nachhaltige Ansätze zur Minimierung von Arsen in Trinkwasser und Reis in Vietnam

Das Projekt "Nachhaltige Ansätze zur Minimierung von Arsen in Trinkwasser und Reis in Vietnam" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Tübingen, Institut für Geowissenschaften, Zentrum für Angewandte Geowissenschaften durchgeführt. Arsen-kontaminiertes Grundwasser stellt eine große Gefahr für zig Millionen von Menschen dar, insbesondere in Süd- und Südost-Asien, durch seine Verwendung als Trinkwasser und für die Bewässerung von Reisfeldern. Das Hauptziel dieses Projekts ist es gemeinsam mit Wissenschaftlern der Stanford University die Menge an giftigem Arsen in den beiden wichtigsten Expositionsquellen, Wasser und Reis, zu reduzieren und zu bestimmen wie i) Arsen effizient mit Wasserfiltern aus dem Trinkwasser entfernt und ii) die Arsenaufnahme durch Reis während der Nasskultivierung reduziert werden kann. Im ersten Teilprojekt planen wir in Vietnam zu untersuchen, unter welchen Bedingungen Wasserfilter Arsen effizient entfernen, wie lange die Filter verwendet werden können und ob gesundheits-schädigende Konzentrationen von Nitrate in den Filtern gebildet werden. Wir werden einen visuell sichtbaren Indikator in den Filtern entwickeln, der es der breiten Bevölkerung erlaubt, ohne analytische Verfahren oder besonderen Bildungsstand zu bestimmen, wann die Effizienz des Filters aufgrund der Sättigung mit Arsen verschwindet und das Filtermaterial ersetzt werden muss. Darüber hinaus werden wir untersuchen, wie das Arsen-verschmutzte Filtermaterial ohne weitere Risiken entsorgt werden kann. Im zweiten Teilprojekt werden wir untersuchen, ob die Stimulation von nitrat-reduzierenden, eisenoxidierenden Bakterien in Reisfeldböden die Arsenaufnahme in Reis reduziert durch die Bindung von Arsen an die gebildeten Minerale. Wir werden bestimmen, wie die Zugabe definierter Mengen an Nitrat helfen kann, gleichzeitig die Arsenaufnahme in den Reis und die Emission des Treibhausgases N2O zu minimieren. Dieses Projekt wird für die Bevölkerung in Arsen-betroffenen Ländern praktische Lösungen bieten, um mögliche Schädigungen durch Arsen und Nitrat zu reduzieren und ihre Gesundheit und Lebenssituation zu verbessern.

Teilvorhaben: Nachhaltige Stahlindustrie durch ressourceneffiziente KI

Das Projekt "Teilvorhaben: Nachhaltige Stahlindustrie durch ressourceneffiziente KI" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA durchgeführt. Ziel von ESCADE ist es, die Nachhaltigkeitsbilanz von KI-Anwendungen in Rechenzentren (RZ) erheblich zu verbessern. Dazu soll ein Ökosystem für KI-Anwendungsfälle mit betriebswirtschaftlich nachgewiesener Nachhaltigkeit entwickelt werden, die durch innovative KI-Services in nachhaltigkeitsoptimierten RZ betrieben werden (v.a. durch Einsatz neuromorpher Chip-Technologien als Ergänzung und Ersatz für klassische RZ-Hardware). Damit entwickelt ESCADE durchgängige Lösungen (end-to-end), die komplett auf nationalen Komponenten und Kompetenzen aufsetzen, um Arbeitsplätze zu schaffen und die deutsche Wirtschaft zu stärken. Durch Anwendung in der Hochenergiewirtschaft Stahlindustrie und der energieintensiven Softwareindustrie sollen in ESCADE zudem erhebliche branchenspezifische Energieeinsparpotentiale nachgewiesen werden. Die Ergebnisse werden frühzeitig in die Entwicklung von Geschäftsmodellen eingebracht. Durch das exzellente Netzwerk der Projektpartner werden die Projektergebnisse frühzeitig über Workshops vermittelt und der Aufbau einer europäischen Community für nachhaltige, ressourceneffiziente RZ umgesetzt, die auf dem Netzwerk an assoziierten Partnern aufbaut. Automatische und verlässliche Schrottklassifizierung wird im Rahmen der grünen Transformation in der Stahlindustrie und der Hinwendung zur Elektrolichtbogenroute für die Stahlerzeugung immer wichtiger, wofür visuelle Verfahren mittels Deep Learning (DL) und Computer Vision (CV) im Stahlwerksprozess nach jetzigem Stand am ökonomischsten sind. Um dabei rebound-Effekte im Energieverbrauch durch energieintensive DL-Anwendungen zu vermeiden, sollen im Rahmen des ESCADE-Forschungsprojektes mit neuromorphen Chips und Spiking Neural Networks neue ressourcen- und energiesparende Ansätze für KI-Modelle erprobt werden.

Teilprojekt: Datenwissenschaften

Das Projekt "Teilprojekt: Datenwissenschaften" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Ilmenau, Institut für Technische Informatik und Ingenieurinformatik , Fachgebiet Softwaretechnik für sicherheitskritische Systeme durchgeführt. Systematische, genaue und wiederholbare Vegetationsaufnahmen, sind ein wesentlicher Bestandteil wissenschaftlicher Studien zur biologischen Vielfalt und Ökosystemfunktionen. Solche Untersuchungen liefern wertvolle Informationen über langfristige Vegetationsveränderungen, Biodiversität und Indikatoren für Umweltveränderungen. Punkt-Quadrat-Analysen und die visuelle Abschätzung der Vegetation sind dabei weitverbreitete Methoden im vegetationsökologischen Monitoring. Diese Methoden sind aber teuer, zeitaufwendig und schlecht reproduzierbar. Aus diesen Gründen wurden derartige Vegetationserhebungen oft nur lokal im Zuge laufender Forschungsprojekte durchgeführt. Für Vegetationsaufnahmen bietet die automatische Bildanalyse eine reproduzierbare, zerstörungsfreie und schnelle Methode und verspricht damit weniger verzerrte Ergebnisse als die aktuell angewendeten, manuellen Techniken. Algorithmen der künstlichen Intelligenz haben sich bereits als Schlüsseltechnologie zur automatischen Artbestimmung einzelner Individuen erwiesen und haben großes Potential auch plotbasierte Vegetationsmessungen zu automatisieren und damit zu revolutionieren. Eine automatisierte Artenbestimmung ist bisher aber nur für einzelne Individuen und nicht flächenbasiert möglich. Ein zuverlässiger, automatisierter Ansatz zur Dichte-Schätzung von Arten der Bodenvegetation kann die Bewertung von Vegetationsveränderungen im Laufe der Zeit deutlich beschleunigen und teilweise überhaupt erst ermöglichen. Das Verbundprojekt verfolgt die folgenden wissenschaftlichen Ziele: (1) Bestimmung dominanter, krautiger Arten auf einer definierbaren Fläche (2) Deckungs- und Biomasseschätzung dominanter Arten (3) Trainieren und Erkennen von Pflanzengesellschaften (4) Automatisches Erkennen funktioneller Gruppen (5) Abschätzung der Gesamtbiomasse und ggf. des Blattflächenindizes pro Fläche (6) Realisierung als Anwendung für mobile Endgeräte (7) Unterstützung und ggf. Evaluierung weiterer Anwendungsszenarien.

Teilvorhaben: User Interface Design GmbH

Das Projekt "Teilvorhaben: User Interface Design GmbH" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von User Interface Design GmbH durchgeführt. Im Rahmen des Projektes ESSEM sollen auf Basis der Erhebung von sensorbasierten, körpernahen Daten Rückschlüsse zu Einflussparametern auf das Sicherheitsempfinden und dem Mobilitätskomfort von Radfahrenden ermittelt werden. Daraus erzielte Erkenntnisse fungieren als Datengrundlage für die Optimierung von städtischen Fahrradinfrastrukturen sowie als Ausgangspunkt für die Entwicklung von fahrradbezogener Produkt- und Service-Demonstratoren. UID unterstützt das Projekt hinsichtlich des benutzerzentrierten Entwicklungsansatzes, sowie in der Einhaltung von ELSI Aspekten. Die Akzeptanz solcher Datenerfassungen ist von grundlegender Bedeutung für den Erfolg des Verbundvorhabens. Technikakzeptanzforschung und ELSI sind Tagesgeschäft für UID. Ethische, rechtliche und technische Einflussfaktoren werden von UID nachverfolgt und ermöglichen einen transparenten Umgang mit (Design)Entscheidungen. UID bringt hierfür ein Ethical Value Assement Tool ein, dass die Anforderungserhebung, Entscheidungsfindung und Dokumentation unterstützt. Jenseits dieser beratenden/leitenden Arbeiten wird UID auch einen Sensor in das Projekt einbringen, welcher durch ballistocarthographische Auswertungen Rückschlüsse auf physiologische als auch stressbedingte Faktoren beim Radfahrenden erkennt. Die Analyse, Auswertung und Zusammenführung mit weiteren Sensordaten, sowie deren interaktive Visualisierung ist der fachliche Hauptbestandteil unserer Arbeit innerhalb des Projektes. Der aufwandsmäßige Schwerpunkt wird bei der Implementierung der Analyse- und Visualisierungskomponente liegen, welcher nicht nur die Softwareimplementierung, sondern auch das (visuelle) Design beinhaltet.

VAMOS - Verbesserte Autonome Meeresboden Observations-Systeme

Das Projekt "VAMOS - Verbesserte Autonome Meeresboden Observations-Systeme" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR) durchgeführt. Küstengewässer sind weltweit von Munitionsaltlasten aus den beiden Weltkriegen belastet, allein im deutschen Teil der Nord- und Ostsee befinden sich rund 1,6 Millionen Tonnen Munition. Durch das Projekt VAMOS soll sowohl der Stand der Technik für die Beobachtung von Objekten/Munition mit akustischen und visuellen Methoden am Meeresboden, als auch die Analyse von Sprengstofftypischen Verbindungen im Wasser und Sediment verbessert und ausgebaut werden. Hierfür sind eine Reihe von Investitionen geplant, die für laufende und zukünftige Projekte zur Altlastenmunitionsthematik direkt genutzt werden sollen, darüber hinaus aber auch für andere Forschungsthematiken genutzt werden können. Die Investitionen finden in vier Themengruppen statt. 1) Detaillierte Erkundung von Munitionsaltlasten: Beschaffung eines 1000 m tauchendes Autonomous Underwater Vehicle (AUV) vom Typ GIRONA-500, das im Schwarm mit den beiden schon am GEOMAR existierenden AUVs eingesetzt werden kann; 2) verbesserte/erweiterte Unterwassernavigation: Beschaffung von Navigationssystemen (DVL und USBL) für das AUV und für das am GEOMAR existierende XOFOS und DT-1 System; 3) verbesserte/erweiterte Meeresbodenvermessung: Beschaffung eines mobilen Sonars mit synthetischer Apertur (SAS) zur Rang- unabhängigen hochgenauen Sonar Vermessung des Meeresbodens; 4) verbesserte/erweiterte Analyse von Sprengstoff-Typischen Verbindungen (STV): Beschaffung von im Labor- und in-situ operierenden STV-Massenspektrometern mit Peripherie-Geräten, die auch für die absolute Quantifizierung des mikrobiellen Stoffwechsels auf Lipidom-/Metabolom-Ebene in Zellkulturen oder marinen Umweltproben verwendet werden können. Die neuen seegehenden Geräte werden in den existierenden Pool am GEOMAR als modular einsetzbare Geräte integriert werden.

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