In Deutschland ist vor allem die Rötelmaus (Myodes glareolus) für die Übertragung humanpathogener Hantaviren verantwortlich (Puumalavirus, PUUV). Vor allem bei hohen Rötelmausdichten, die direkt und indirekt durch klimatische Bedingungen beeinflusst werden, kann es zu einer erhöhten Zahl von Humaninfektionen kommen. In diesem Projekt wurde ein wetterbasiertes Prognosemodel entwickelt, das Vorhersagen zu Populationsdichten und humanen PUUV-Inzidenzen auf Landkreisebene bis zu 1,5 Jahre im Voraus ermöglicht. Das Model bietet daher die Möglichkeit, entsprechende Gesundheitsdienste sowie die Bevölkerung frühzeitig zu sensibilisieren und damit mögliche PUUV-Epidemien einzudämmen.
Das Projekt "Studien zur freien Lueftung des Plenarsaals im Deutschen Bundestag zu Berlin" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Institut für Strömungsmechanik durchgeführt. Im Rahmen der Mitarbeit in der Planungsgemeinschaft Technik wurden folgende Arbeiten durchgefuehrt: 1) Untersuchung von Effekten der freien Lueftung an Waenden und Fenstern 2) Probleme der natuerlichen Lueftung des Plenarsaals bei unterschiedlichen Fortluftfuehrungen und Wetterbedingungen 3) Numerische Berechnungen zu verschiedenen Lueftungsproblemen
Das Projekt "Auerhuhn-Monitoring in den Chiemgauer Alpen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Freiburg, Forstzoologisches Institut, Professur für Wildtierökologie und Wildtiermanagement durchgeführt. In einer Langzeitstudie werden in einem Modellgebiet der Chiemgauer Alpen seit 1990 und dann alljährlich seit 1997 nach einem standardisierten Rasterverfahren auf 2000 ha indirekte Nachweise von Auerhühnern (Losung, Mauserfedern etc.) kartiert. Die Ergebnisse liefern einen Index der Größe und Entwicklung der Population und ihrer räumlichen Verteilung. Alle 5 Jahre wird zudem eine Habitatbewertung aufgrund eines Habitat Suitability Index-Modells durchgeführt. Dies ist das einzige Gebiet der Bayerischen Alpen, in welchem nach einem standardisieren Verfahren alljährlichen Daten zur Populationsentwicklung des Auerhuhns (Auerhuhn-Monitoring) erhoben werden. Es zeigt sich, dass der Bestand langfristig von der Forstwirtschaft beeinflusst wird, was kurzfristig von den Zufälligkeiten des Wetters überlagert wird. Die Arbeiten sollen langfristig fortgeführt werden.
Das Projekt "Dynamik des postglazialen Ökosystems südwestliche Ostsee - Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Umwelt und Biosphäre anhand organisch-wandiger und kieseliger Mikrofossilien" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Kiel, GEOMAR Forschungszentrum für marine Geowissenschaften durchgeführt. Die südwestliche Ostsee ist die Schlüsselregion für den Austausch von niedrigsalinem Oberflächenwasser und höhersalinem, sauerstoffreichem Bodenwasser zwischen der eigentlichen bzw. zentralen Ostsee und dem Skagerrak/Kattegat bzw. der Nordsee. Dieses System wird durch die Richtung und Intensität der Winde bestimmt und ist damit letztendlich durch das zyklonale Wettersystem des Nordatlantiks und die Golfstromaktivität kontrolliert. Die wesentliche Intention des beantragten Projektes ist die Untersuchung der Auswirkungen von holozänen Klimavariationen auf das Ökosystem Ostsee, welche sowohl durch die Sedimentabfolge als auch durch den Fossilinhalt reflektiert werden. Hierzu ist die Untersuchung der durch unterschiedliche Wind-/ Sturm- und Niederschlagsintensität hervorgerufenen Veränderungen der Salinität, der Nährstoffflüsse und des Sauerstoffgehalts der südwestlichen Ostsee vorgesehen. Diese können anhand organisch-wandiger und kieseliger Mikrofossilien, deren morphologischen Variationen, Arten-Sukzession und der chemischen Veränderungen bei der Einbettung nachgewiesen werden. Ziel dieses Projektes ist es, die Wechselwirkung zwischen Umwelt und Phyto-/Zooplankton im Ablauf der holozänen Entwicklungsgeschichte der südwestlichen Ostsee zu erfassen. Die zu erwartenden Ergebnisse sind Grundlagen zur Differenzierung natürlicher und anthropogener Umweltveränderungen sowie Datenbasis zur Modellierung zukünftiger Umweltveränderungen durch Klimaschwankungen.
Das Projekt "Numerische Simulationen von Nebelereignissen in der Namib Region (NaFoLiCa-M)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Meteorologisches Institut durchgeführt. In der Trockenwüste Namib an der Westküste Afrikas sind Nebelereignisse von großer Bedeutung nicht nur für die Pflanzen- und Tierwelt, sondern insbesondere auch für die Gewinnung von Trinkwasser mit Hilfe von Nebelwasserkollektoren. Um eine ökonomische Nutzung der Trinkwassergewinnung zu ermöglichen, sind genaue Kenntnisse der raumzeitlichen Entwicklung von Nebelereignissen unerlässlich. Aufgrund der komplexen topographischen Strukturen in der Namib Region lassen sich diese Kenntnisse flächendeckend nur mit Hilfe numerischer Simulationen gewinnen. Im vorliegenden Projekt soll, basierend auf dem mesoskaligen Wettervorhersagemodell COSMO des Deutschen Wetterdienstes, das dreidimensionale Nebelmodell COSMO-FOG entwickelt werden, mit dem Nebelereignisse in der Namib Region simuliert werden können. In COSMO-FOG sollen insbesondere die speziellen topographischen Gegebenheiten im Untersuchungsgebiet (Atlantischer Ozean, Küstenwüste, Große Randstufe) berücksichtigt werden, um das Auftreten der dort vorkommenden unterschiedlichen Nebelereignisse (Advektionsnebel, Strahlungsnebel, Hochnebel, etc.) realistisch simulieren zu können. Das beantragte Projekt ist Teil eines Paketantrags bestehend aus drei Einzelprojekten, zu denen neben NaFoLiCa-M auch bodengebundene Messungen (NaFoLiCa-F) sowie auf Fernerkundung basierende Nebelbeobachtungen (NaFoLiCa-S) gehören. Verknüpfungen zwischen den Teilprojekten bestehen in der gemeinsamen Prozessanalyse durch Verbindung der bodengebundenen und satellitengestützten Messungen sowie im Einsatz von COSMO-FOG zur Ermittlung der raumzeitlichen Nebelstrukturen.
Das Projekt "Untersuchungen zur Biologie der Marillenblattbraeune (Apiognomonia erythrostoma) mit besonderer Beruecksichtigung der Infektionsbedingungen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesamt und Forschungszentrum für Landwirtschaft, Institut für Phytomedizin durchgeführt. Ziel: Erforschung naeherer Details zur Biologie der Blattbraeune. Fragestellungen: Welche klimatischen Voraussetzungen sind fuer Primaerinfektionen erforderlich? Besteht Lichtabhaengigkeit fuer den Ausstoss von Ascosporen? Gibt es Unterschiede bezueglich Sortenanfaelligkeit? Zwischenergebnisse: Es wurde ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Niederschlaegen und dem Entstehen von Primaerinfektionen festgestellt. Ascosporenausstoss erfolgt bei Licht und Dunkelheit, bei Dunkelheit allerdings rascher. Franzoesische Marillensporen sind wenig krankheitsanfaellig.
Das Projekt "Teilvorhaben: IWES, ISE" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik durchgeführt. Bis 2050 soll im Rahmen der Energiewende der Anteil der erneuerbaren Energieträger in Deutschland auf 80% des Bruttostromverbrauchs ansteigen. Dies erfordert eine effektivere Anpassung des Netzmanagements an die erhöhte Wetterabhängigkeit der Stromeinspeisung ins Netz. Insbesondere die dezentrale Einspeisung von Strom aus Photovoltaikanlagen stellt die Verteilnetzbetreiber vor neue Herausforderungen hinsichtlich des Netzausbaus, des Netzbetriebs und der Marktintegration. Eine detaillierte, ortsgenaue Berechnung der Einstrahlung ermöglicht durch eine verbesserte Prognose das Ausnutzen von Optimierungspotentialen bei der Spannungshaltung und in der Blindleistungskompensation. Das Fraunhofer ISE übernimmt in diesem Kontext die Aufgabe die horizontale Sonneneinstrahlung mithilfe von Messdaten aus Siliziumzellen zu bestimmen, womit lokale Wetter- und PV-Leistungsprognosen verbessert werden können. Das Fraunhofer IWES wird anhand ausgewählter Anwendungsbeispiele die Nutzung der verbesserten PV-Prognosen anhand von Netzbetriebsführung im Verteilnetz zeigen und untersuchen. Das Vorhaben soll durch einen Verbund von 5 Arbeitspaketen (AP) mit einer starken gegenseitigen Verknüpfung der einzelnen APs erreicht werden. Das Fraunhofer ISE übernimmt innerhalb von AP 4 das Teilpaket 4.2. 'Ableitung horizontaler Strahlung aus Messdaten von Siliziumreferenzzellen in Modulebene'. Hierbei wird ein Modell zur Umrechnung der Globalstrahlung in Modulebene in die horizontalen Strahlungskomponenten aufgebaut. Dieses Modell wird durch eine Entwicklung ergänzt, mit der die auf Basis von Siliziumreferenzzellen gemessenen Strahlung in breitbandige Solarstrahlung konvertiert werden kann. Das Fraunhofer IWES wird zusammen mit den Projektpartnern anwendungsrelevante Beispiele in der Verteinetzebene bestimmen (AP5) und dann mithilfe detaillierter Netzberechnung den Einfluss präziser Prognosen auf die Netzbetriebsführung untersuchen.
Das Projekt "Teilvorhaben: Bewertung, Steuerung, Vermarktung und Verrechnung von Flexibilitätsoptionen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Green Cycle GmbH durchgeführt. Die wirtschaftliche Bewertung und Steuerung von Flexibilitätsoptionen ist die Voraussetzung für deren Aktivierung und Vermarktung auf der organisatorischen Ebene. Die Steuerung der Flexibilität in unterschiedlichen Hierarchiestufen - unternehmensweit, auf Verteilnetzebene des Stromversorgers oder virtuell regional verzahnt - ist Voraussetzung und Herausforderung auf der technischen Ebene. Auf der organisatorischen Ebene werden medienspezifisch Lastgänge einzelner Verbrauchergruppen in Abhängigkeit verschiedener Einflussgrößen wie beispielsweise Tageszeit, Tagestyp, Jahreszeit und Wetter analysiert und prognostiziert. Flexibilitätsoptionen werden in Abhängigkeit der Einflussgrößen für jede Verbrauchergruppe im Rahmen der Nutzerakzeptanz analysiert, festgelegt und modelliert. Es werden technische Optionen geprüft, die Flexibilität beim Stromverbrauch einzelner Verbrauchergruppen bei der Medienbereitstellung zu erhöhen (Strom-, Wärme-, Kältespeicher, multivalente Erzeugung wie Gaskessel / Power2Heat / KWK). Organisatorisch werden Methoden erarbeitet, planbare und willkürliche Stromverbräuche sowie deren Abhängigkeiten von Einflussfaktoren getrennt zu bewerten und intern zu verrechnen. So können organisatorisch intern wie extern Lastverschiebungen angeboten bzw. angenommen werden. Gleichzeitig werden auf technischer wie auf vertraglicher Ebene Voraussetzungen für die Steuerung der angebotenen Flexibilitäten in der Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und Dienstleistungen erarbeitet. Die Steuerung der Kühlaggregate wird dabei einen möglichen Schwerpunkt bilden. Es ist die Einrichtung von Schaufenster-Standorten geplant, um die Themen rund um die Energiewende für breite Kreise interessierter Kunden anschaulich zu machen und neue Dienstleistungen rund um das intelligente Energiesystem zu veranschaulichen.
Das Projekt "Teilvorhaben: Erforschung und Weiterentwicklung von Messstrategien für die Ressourcenabschätzung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik durchgeführt. Ziel des Vorhabens ist es, die Nutzung von LiDAR-Windmessungen für die Standortbewertung in der Windindustrie zu verbessern. Die erforderlichen Forschungsschwerpunkte sind die Messdauer-/Messzeitraum, die vertikale Extrapolation, die Beurteilung der räumlichen Repräsentativität eines Messpunktes und die wetterbedingte Nichtverfügbarkeit von LiDAR-Messungen. Die Teilergebnisse sollen für die Erstellung eines messstrategiebezogenen Unsicherheitsmodells genutzt werden. Mit einem Tool (LiMeS-Tool) können dann unter Einbeziehung der Kosten entsprechende Optimierungen der Messstrategie durchgeführt werden.
Das Projekt "Teilvorhaben: BMZ Batterien-Montage-Zentrum GmbH" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von BMZ Batterien-Montage-Zentrum GmbH durchgeführt. Ziel des Projektes ist der Aufbau eines modularisierten hybriden (HighEnergy/HighPower) Energiespeichers, um die Faktoren Reichweite, Kosten, Kühlbedarf, Leistung und Lebensdauer von E-Kfz zu verbessern. Die hybride Batterie wird nicht über Stromrichter aufgebaut, sondern aus Gewichts- und Kostengründen direkt auf der DC-Seite verschaltet (direktgekoppelt). Der Speicher wird in ein übergeordnetes, dafür optimiertes Energie- und Thermomanagement im Fahrzeug eingebunden sein (Temperatur- und Wetterabhängig). Eine prognosebasierte, in Bezug auf Reichweite optimierte, Batterie- und Fahrzeugtemperierung mit thermischer Vorkonditionierung aus dem elektrischen Netz ist vorgesehen. Die entwickelte Batterie wird anschließend in ein Fahrzeug integriert. BMZ entwickelt, konstruiert und fertigt einen direktgekoppelten Hybridspeicher aus HighEnergy und HighPower Zellen. Hervorzuheben ist die Anbindung eines Kühlsystems an den Batteriespeicher und die Umsetzung des Thermomanagements. Weiterhin ist der Kommunikationsaustausch der Batteriesteuerung und dem Fahrzeugsteuergerät zu realisieren. Die Entwicklung des Systems basiert auf elektrothermische Simulationen. Nach abschließender Validierung über Last-Simultane-Batterieprüfungen wird der Hybridspeicher in ein Demonstration-Fahrzeug integriert.
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Deutsch | 110 |
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Boden | 91 |
Lebewesen & Lebensräume | 90 |
Luft | 100 |
Mensch & Umwelt | 121 |
Wasser | 74 |
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