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Planungswerkzeuge für die energetische Stadtplanung

Das Projekt "Planungswerkzeuge für die energetische Stadtplanung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität München, Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik durchgeführt. Im Projekt 'Planungswerkzeuge für die energetische Stadtplanung sind erste Ansätze zur energetischen Stadtplanung auf Basis des Energiemodells URBS entwickelt worden. Die Analyse erlaubt eine Einteilung der Stadt in Vorranggebiete bezüglich der Wärmeversorgung. Die Arbeit basiert auf verschiedenen Analysemodulen. Der erste Schritt besteht in der Erstellung einer Gebäudedatenbank. Alle Gebäude der Stadt sollen hinsichtlich ihrer Geometrie, des Gebäudealters, der Bauweise, des aktuellen Energieverbrauches usw. enthalten sein. Diese Informationen werden dann genutzt, um den gegenwärtigen und zukünftigen Wärmeverbrauch zu bestimmen. Der zukünftige Gebrauch wird unter der Annahme verschiedener Sanierungsmaßnahmen bestimmt. Der erste Schwerpunkt der Arbeit liegt auf einer Analyse der Verdichtung und Ausweitung des bestehenden Fernwärmenetzes. Mit Hilfe der Gebäudedatenbank wird analysiert wo und zu welchen Kosten die Fernwärme ausgebaut werden könnte. Die Erhebungen aus dieser Analyse werden dann im nächsten Schritt an das Optimierungsmodell IJRBS übergeben. Im nächsten Schritt werden verschiedene Wärmeversorgungsmöglichkeiten hinsichtlich der technischen Realisierbarkeit und der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit untersucht. Der zweite Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf Wärmepumpen. Hierfür wurde ein eigenes Bodenmodell entworfen. Mit dem Modell kann bestimmt werden, wo welche Menge an Energie aus dem Boden entzogen werden kann, ohne bestimmte Nachhaltigkeitskriterien zu verletzten. All diese Informationen werden in das Energiemodell URBS-Augsburg eingepflegt. Neben der Warme- wird auch die Stromversorgung im Modell abgebildet. Anhand des Modells kann dann untersucht werden welche Technologien und Maßnahmen eingesetzt werden sollten um gesetzte Klimaschutzziele zu erreichen. Ein entscheidendes Ergebnis des Modells zeigt die starke Abhängigkeit der lokalen Entwicklung in Augsburg von der allgemeinen Entwicklung der Stromerzeugung in Deutschland. Wenn eine überregionale Lösung beispielsweise mit viel off-shore Wind und Ansätzen wie Desertec realisiert wird, dann wird in Augsburg durch die Optimierung wenig eigner Strom erzeugt, Kraft- Wärme-Kopplung und Fernwärme werden nicht ausgebaut. Städtische Klimaschutzziele sollten in diesem Fall durch Einsparungsmaßnahmen im Gebäude-Wärmebereich vorangetrieben werden. Ist die Entwicklung hin zu klimaneutralem Strom in Deutschland schleppend, dann muss in Augsburg viel mehr 'grüner ' Strom erzeugt werden. Hier kann dann der Kraft-Wärme-Kopplung eine zentrale Rolle zukommen. Die Ausweitung dieses Ergebnisses ist dringend notwendig, da sie für die aktuelle politische Diskussion von zentraler Bedeutung sind.

TechnoTox

Das Projekt "TechnoTox" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH durchgeführt. Zukünftig wird ein steigender Verbrauch von nanofunktionalisierten Textilien erwartet. Dabei kommen möglicherweise neue Nano-Materialien zum Einsatz, die in den bisherigen Risikountersuchungen noch nicht berücksichtigt wurden. Daher besteht weiterhin ein Bedarf an aussagekräftigen Prüfmethoden bezüglich der Wirkung der Nano-Materialen und deren toxikologischen Eigenschaften. Im Rahmen des Projektes 'TechnoTox' wird untersucht, ob nano-funktionalisierte Textilien sicher für Mensch und Umwelt sind. Es werden Daten zum Verhalten, Verbleib und zur biologischen Wirkung nano-funktionalisierter faserbasierter Werkstoffe in Abhängigkeit von Umgebungsbedingungen erarbeitet und eine exemplarische Risikoabschätzung durchgeführt. Im Verlauf des Vorhabens werden zudem Methoden entwickelt, die den Nachweis und die Charakterisierung von Nano-Partikeln sowie die Beurteilung ihres human- und ökotoxikologischen Gefährdungspotenzials in relevanten Umweltmedien ermöglichen. Das Projekt wird in enger Kooperation zwischen Wissenschaft und Industrie durchgeführt. Alle Teilnehmer wollen durch die Projektteilnahme ihre eigenen Entwicklungen zu nanotechnologisch modifizierten Textilien vorantreiben und durch eine begleitende und ergänzende Prüfmethodik risikotechnisch absichern. Die Einbindung von Wirtschaftsunternehmen verfolgt dabei einen interdisziplinären Ansatz. Dieser wird am Beispiel der textilen Kette baden-württembergischer Unternehmen durchgeführt. Das in diesem Vorhaben verfolgte Konzept zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der innovativen Unternehmen auszubauen, welche Nano-Produkte herstellen und Nano-Materialien beziehungsweise nanotechnologisch funktionalisierte Materialien verarbeiten, sowie die verantwortungsbewusste Nutzung der Nanotechnologie zu unterstützen. Für das Projektziel wird ein komplementärer Lösungsansatz gewählt, in dem physikalische Materialuntersuchungen zur Exposition direkt an wirkungsbezogene biologische Untersuchungen gekoppelt werden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen werden zusammengeführt und auf die Übereinstimmung von Effekten (z.B. der Wirkkonzentration) hin bewertet. Die Ermittlung von Partikeleigenschaften und -wirkungen an realen Produkten ermöglicht eine umfassende Gefährdungs- und Risikoabschätzung für nanotechnologisch funktionalisierte Faserbasierte Werkstoffe in Verbrauchsprodukten.

SPEcific ClImate change ForesIght in projeCt design and EIA

Das Projekt "SPEcific ClImate change ForesIght in projeCt design and EIA" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung (ILEN) durchgeführt. 'Mainstreaming climate change adaptation into national, provincial and local policies and planning procedures can constitute an essential foundation for the consideration of climate change and implementation of adaptation strategies. EU programmes and policies have already started to re-quire the consideration and integration of climate change. One example is the recent revision of the EU Directive 2014/52/EU on Environmental Impact Assessment (EIA), which requires changes in the EIA practice of the Members States, including Austria. Until now, there are only few practical experiences and examples of incorporating climate change impacts and adaptation into infrastructure project developments subject to EIA in Europe. SPECIFIC - SPEcific ClImate change ForesIght in projeCt design - aims at providing support in incorporating climate change impacts and adaptation into planning and development of large-scale infrastructure projects subject to EIA at the appropriate levels. It aims to overcome challenges identified in the previous research project envisage-cc (ACRP 5th call) - which represented a first step in examining the ability to integrate climate change adaptation into early project planning and design of large infrastructure projects subject to EIA - and to tackle them as a follow-up project. Whereas, in envisage-cc, the main aim was to broaden Austrian project develop-ers' knowledge about the challenges arising from climate change for their projects, SPECIFIC will involve additional actor target groups. These were identified in envisage-cc as key players in mainstreaming climate change appropriately in large-scale infrastructure planning subject to EIA. In an actors-based approach, SPECIFC will actively integrate project developers, environ-mental authorities and consultants (EIA assessors/ practitioners). Dialogue with project developers (within envisage-cc) revealed that the main impacts on projects and project environments due to climate change are recognised at a very abstract level, yet the transfer of this knowledge to the regional and even local planning context still remains a challenge for the different stakeholders involved. Thus, further transdisciplinary knowledge transfer is necessary, as well as additional support for project developers, environmental consultants and public authorities, to consider climate change impacts which have been examined within scientific literature. SPECIFIC will address the challenges and will deal with (and communicate) the uncertainties regarding the incorporation of climate change issues into the development of large-scale infrastructure projects.

Sub project: Effects of Abrupt Climate Change on Ice Age Ecosystem of Lake Petén Itzá and on Distribution Patterns of Ostracodes across the Yucatan Peninsula

Das Projekt "Sub project: Effects of Abrupt Climate Change on Ice Age Ecosystem of Lake Petén Itzá and on Distribution Patterns of Ostracodes across the Yucatan Peninsula" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Institut für Geosysteme und Bioindikation durchgeführt. Results from a 85 ka old sediment sequence from Lake Petén Itzá, Gutemala, show extreme cooling of the Neotropics of up to 10 C during Heinrich Events (Hodell et al., 2012) and suggest high climate sensitivity for the older sediment sections of about 200 ka. It is proposed to analyze the consequences of abrupt climate change on the stability of aquatic ecosystems over time and consequently the historical biogeography of the Peninsula Yucatán by using ostracodes as model bioindicators interlinking three major research topics. A (1) quantitative assessment of lake level changes during the past 200 ka is targeted by expanding an existing trainingset of recent ostracodes and refining transfer functions for water depth and conductivity. (2) Fossil ostracode assemblages will be used to reconstruct the ultrastructure of Late Pleistocene climate extremes and their effects on aquatic diversity of Lake Petén Itzá, and (3) to assess biogeography, phylogeography and phylogeny of freshwater ostracodes as model organisms by integrative taxonomy using morphology and molecular tools. In order to initiate research efforts on Lake Petén Itzá sediments extending beyond 85 ka a core sampling party for the Petén Itzá Scientific Drilling Project at LacCore, University of Minnesota, is proposed. This will also further strengthen the collaboration with Central America and prepare for future ICDP-drilling in Lake Junin (Peru) and planned work on Lake Chalco (Mexico Basin).

Fortentwicklung des Instrumentariums der Umweltprüfungen (Fachgespräch/Planpiel)

Das Projekt "Fortentwicklung des Instrumentariums der Umweltprüfungen (Fachgespräch/Planpiel)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Sonderforschung interdisziplinäre Institutionenanalyse (sofia) e.V. durchgeführt. Die Richtlinie 2014/52/EU zur Änderung der UVP-Richtlinie 2011/92/EU ist bis zum 16. Mai 2017 umzusetzen. Umsetzungsbedarf besteht sowohl im Bundes- als auch im Landesrecht. Auf Bundesebene werden vor allem beim Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) und beim Baugesetzbuch (BauGB) Änderungen erforderlich. Zur Unterstützung der Arbeiten an den Gesetzentwürfen sollen bei Bedarf Kurzgutachten zur Klärung rechtlicher Zweifelsfragen erstellt werden. Ferner sollen Fachgespräche sowie auf der Grundlage des voraussichtlich im Frühjahr 2015 vorliegenden Referentenentwurfs ein Planspiel zur Erprobung der neuen UVP-Vorschriften des UVPG durchgeführt werden.Die neue Richtlinie ist für die Behörden mit neuen administrativen Aufgaben verbunden und es stellen sich neue praktisch-methodische Fragen, z.B. die verstärkte Nutzung elektronischer Medien im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung, insbesondere die Einführung von Internetportalen, die Überwachung der erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen und von Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen, die Behandlung des Schutzgutes 'Klima' in der UVP-Praxis, z.B. Ermittlung der Treibhausgasemissionen oder die Anfälligkeit des Projekts für den Klimawandel und gegenüber Katastrophen,Zur Klärung der offenen Fragen sollen unter Teilnahme der für die UVP zuständigen Bundes- und Landesbehörden sowie ausgewiesener Experten Fachgespräche mit dem Ziel durchgeführt werden, möglichst 'länderübergreifend' einheitliche und rechtssichere Lösungen zu entwickeln. Die Praxistauglichkeit des Regelungsentwurfs soll in einem Planspiel mit Teilnehmern aus der Vollzugspraxis erprobt werden. Vorbereitend sollen zu ausgewählten Fragestellungen bei Bedarf Kurzgutachten erstellt werden.

Die Alternativenprüfungen in der Strategischen Umweltprüfung und der Umweltverträglichkeitsprüfung

Das Projekt "Die Alternativenprüfungen in der Strategischen Umweltprüfung und der Umweltverträglichkeitsprüfung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bosch & Partner GmbH durchgeführt. Die Alternativenprüfung ist ein Kernbestandteil der Strategischen Umweltprüfung (SUP) und nach dem Entwurf der UVP-RL künftig auch der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Sie kann - etwa im Rahmen der Energiewende - ein wichtiger Baustein zur Qualitätsoptimierung von Plänen und Programmen aus Umweltsicht sowie zur Steigerung von deren Transparenz und Akzeptanz sein. Ihr Potenzial wird allerdings noch nicht ausgeschöpft. Bestandteile des FuE sind: 1. SUP: Analyse von Defiziten und guten Praxisbeispielen bei der bisherigen Anwendung der Alternativenprüfung der SUP unter Berücksichtigung der Vollzugspraxis des In- und ggf. Auslandes; Darstellung der rechtlichen Anforderungen; Aufzeigen der methodischen Anforderungen an eine Alternativenprüfung, die aussagekräftig ist und effektiv dazu beiträgt, die negativen Umweltauswirkungen und den Ressourcenverbrauch der Umsetzung von Plänen und Programmen zu reduzieren; Empfehlungen für eine verbesserte Anwendung der Alternativenprüfung bei der SUP in Deutschland, ggf auch durch rechtliche Weiterentwicklung. Die Vielfalt an Plänen und Programmen von der Bundesebene (z.B. beim Netzausbau) bis zur kommunalen Ebene (Bauleitplanung) wird zu berücksichtigen sein. 2. UVP: Analyse der künftigen Rolle der bislang, je nach fachrechtlicher Ausgestaltung nicht in jedem Fall zwingend vorgeschriebenen, Alternativenprüfung bei der UVP für Projekte vor dem Hintergrund der zu erwartenden Änderungen der UVP-RL (voraussichtlich ab 2014). Hier wird u.a. das Verhältnis zwischen der Alternativenprüfung der SUP und der UVP im Sinne einer sinnvollen Abschichtung, insb. in gestuften Verfahren, zu betrachten sein. Für die künftige praktische Durchführung der Alternativenprüfung bei der UVP bedarf es der Erarbeitung methodisch/fachlicher Hinweise für die Vollzugspraxis. Sie sind in geeigneter Form praxistauglich aufzubereiten (ggf. als Leitfaden).

IP Werkzeugstahl - Alternative Legierungskonzepte für Werkzeugstähle: Substitution von sonderkarbidbildenden Elementen durch intermetallische Phasen

Das Projekt "IP Werkzeugstahl - Alternative Legierungskonzepte für Werkzeugstähle: Substitution von sonderkarbidbildenden Elementen durch intermetallische Phasen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Deutsche Edelstahlwerke GmbH durchgeführt. Im Rahmen des Projektes 'Substitution von strategisch wichtigen karbidbildenden Elementen durch intermetallischen Phasen' soll versucht werden, karbidbildende Legierungselemente wie Mo, W, V und Cr in Werkzeugstählen zu ersetzen. Bei diesem BMBF-Projekt handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt mit der RWTH in Aachen und der FH Südwestfalen in Iserlohn. Bisher kommen intermetallische Phasen zur Härtesteigerung bei Werkzeugstählen hauptsächlich bei Kunststoffstählen zum Einsatz. Inwieweit bei Warmarbeitsstählen karbidbildende Elemente durch intermetallische Phasen ersetzt werden können, soll bei diesem Projekt geklärt werden. Hierbei sollen geeignete Phasenkombinationen gefunden werden, die auch im Bereich von 600 - 700 C thermisch stabil sind. Die Analysenansätze werden mittels Simulation (ThermoCalc, MatCalc) überprüft und anschließend auf eventuelle Patentverletzungen kontrolliert. Von den vielversprechendsten Konzepten werden Laborschmelzen erstellt und auf die grundlegenden mechanisch-technologischen Eigenschaften überprüft. Die Deutsche Edelstahlwerke GmbH wird die großtechnische Erzeugung übernehmen und die daraus gefertigten Werkzeuge gemeinsam mit industriellen Partnern testen. Für die betriebliche Erzeugung müssen die Gießart, die Umformungsmöglichkeiten und die Wärmebehandlung bei der Deutsche Edelstahlwerke GmbH definiert werden. Diese Maßnahmen bestimmen das qualitative Niveau des Werkstoffes und beeinflussen maßgeblich die Standzeiten der Werkzeuge. Wenn sich der werkstofftechnische Ersatz als praktikabel erweist, werden wichtige Ressourcen hinsichtlich der karbidbildenen Elemente eingespart und die Umwelt entlastet.

Teilprojekt I: Identitäts- und KonflikTeilprojekt rozesse engagierter EE-Akteure im Arbeitsumfeld

Das Projekt "Teilprojekt I: Identitäts- und KonflikTeilprojekt rozesse engagierter EE-Akteure im Arbeitsumfeld" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Alanus Hochschule gGmbH, Fachbereich Wirtschaft durchgeführt. Die Energiewende wird im Wesentlichen durch Privatpersonen getragen, die sich in Initiativen und Genossenschaften oder Zuhause für Erneuerbare Energien (EE) und Energieeffizienz engagieren. Jedoch entfällt nur etwa ein Drittel des Endenergieverbrauchs in Deutschland auf private Haushalte, aber zwei Drittel auf Unternehmen und staatliche Einrichtungen. Damit die Energiewende gelingt sind daher insbesondere im Unternehmenssektor weitere Anstrengungen nötig. Der Impuls zu weiteren Veränderungen zugunsten EE kann dabei vor allem auch von Mitarbeitern ausgehen, die sich bereits privat für die Energiewende stark machen. An diesem Punkt setzt das Projekt 'enEEbler - Mitarbeiter-Engagement für Erneuerbare Energien in Unternehmen' an. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses steht die Frage, ob, wann und wie Bürger, die sich privat für die Energiewende einsetzen, dieses Engagement auch in ihren Arbeitskontext übertragen - und wann ihnen dort Barrieren entgegenstehen, die diesen 'Spillover' verhindern. Dazu werden folgende Teilfragen bearbeitet: Was bewegt Bürger sich für die Energiewende einzusetzen? Beschränkt sich das Engagement auf ihr privates Umfeld, oder versuchen sie auch in ihrem Beruf EE und Energieeffizienz zu fördern? Werden sie als Beschäftigte unterstützt, EE-Initiativen am Arbeitsplatz zu entwickeln, oder stoßen sie in Unternehmen auf Ablehnung oder Barrieren? Unter welchen Umständen gelingt es Mitarbeitern, ihr privates EE-Engagement auch im Arbeitskontext wirksam werden zu lassen? In der ersten Projektphase wird mithilfe von Interviews mit engagierten Bürgern analysiert, warum sich Menschen für die Energiewende einsetzen und ob sie versuchen, die Ideen und Impulse aus ihrem privaten Engagement in den Arbeitskontext zu tragen. Durch Fallstudien wird in der zweiten Projektphase ermittelt, inwiefern Unternehmen das Interesse und Engagement ihrer Mitarbeiter aufgreifen, um neue Impulse für die Energiewende zu entwickeln. Die Eigeninitiative von Beschäftigten wird bislang in Forschung und Praxis nicht hinreichend beachtet und gefördert. Hier dominiert nach wie vor die Perspektive, dass Mitarbeiter von nachhaltigem Handeln überzeugt und angeleitet werden müssten. Das enEEbler-Projekt geht demgegenüber davon aus, dass viele Mitarbeiter sich mit der Energiewende und Umweltschutzthemen identifizieren und daher auch motiviert sind, dies in ihren Arbeitskontext zu übertragen - sie brauchen lediglich die entsprechende Unterstützung und Freiräume durch das Unternehmen und Vorgesetzte. Ziel des Projekts ist die Identifizierung von Best-Practice Beispielen und die Erarbeitung von Empfehlungen für Unternehmen, die das EE-Engagement ihrer Mitarbeiter aktiv fördern wollen. Unternehmen sollen dafür sensibilisiert werden, die Fähigkeiten und Eigeninitiative von Mitarbeitern zuzulassen und zu unterstützen (engl. enabling). Durch geeignete Instrumente werden organisationale Barrieren, die bisher dem eigeninitiativen EE-Verhalten entgegenstehen, identifiziert und

Teilvorhaben 2: Simulation

Das Projekt "Teilvorhaben 2: Simulation" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig) durchgeführt. Lange Zeit waren private Haushalte ausschließlich als Nachfrager auf dem Energiemarkt vertreten, doch zunehmend geraten sie auch als Anbieter von innovativ erzeugtem Strom in den Blickpunkt. Viele Haushalte sind nicht mehr reine Konsumenten, sondern produzieren selbst Energie: Sie werden zu 'Prosumer-Haushalten'. Dadurch erhöht sich zwar die Komplexität des gesamten Energiesystems, doch die neue Entwicklung bietet auch Chancen zur Lösung anstehender Probleme, die etwa durch die Fluktuation von Wind- und Solarenergie entstehen. Es kristallisiert sich heraus, dass private Haushalte neue Schlüsselakteure für die Transformation des Energiesystems werden können. Welche genauen Potenziale die privaten Haushalte für eine sozial-ökologische Energiewende haben, möchte das Projekt 'Prosumer-Haushalte' aufzeigen. Denn noch sind viele grundsätzliche Fragen rund um diesen neuen und zunehmend wichtigen Marktteilnehmer und seiner Rolle im zukünftigen Energiesystem offen. Diese Unsicherheit spiegelt sich auch in den gegenwärtig zur Politikberatung eingesetzten volkswirtschaftlichen und energieökonomischen Modellen wider. Sie können die neue Rolle der Haushalte weder auf der Erzeugungs- noch auf der Nachfrage- bzw. Verbrauchsseite adäquat abbilden. Dies liegt unter anderem daran, dass die für eine solche Berücksichtigung die empirische Validierung bislang erst in Ansätzen existiert. Darüber hinaus führt die veränderte Rolle der Haushalte im Energiesystem möglicherweise nicht nur zu einer Veränderung des Marktgefüges und seiner Akteursstruktur, sondern auch zu veränderten Governance- und Steuerungsformen. Damit verbunden sind auch soziale Fragen, denn der Aspekt der lokalen oder individuellen Energieautarkie hat langfristig Auswirkungen auf die Energieversorgungssicherheit und die Preise. Das Projekt analysiert die Rolle, Funktion und sozial-ökologischen Potenziale der Prosumer-Haushalte für eine dezentrale Energiewende und verfolgt hierfür folgende Ziele: Die neuen technischen und marktbezogenen Entwicklungen, in denen der private Haushalt potenziell eine wichtige Rolle für das Energiesystem spielen kann, sollen empirisch fundiert werden. Dazu zählen z. B. Photovoltaik-Eigenverbrauch, Direktvermarktung, Netz- und Systemdienstleistungen, Nutzung von lastabhängigen Tarifen oder Demand Side Management. In methodischer und analytischer Hinsicht ist ein weiteres Ziel des Projektes, das Verbrauchs- und Erzeugerverhalten der Haushalte zu simulieren und die neuen Funktionen des privaten Haushalts energiewirtschaftlich zu modellieren. Schließlich sollen auf dieser Basis konkrete Empfehlungen formuliert werden, wie die Rahmenbedingen für eine sozial-ökologische Transformation des Energiesystems ausgestaltet werden können. Diese sollten die Restriktionen, Bedürfnisse u. Verhaltensweisen privater Haushalte in ihrer Vielfalt berücksichtigen und gleichzeitig die ökol. und ökonomischen Zielkonflikte zwischen der einzelwirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Ebene beinhalten.

Sub project: Seismic site characterization of the proposal ICDP drilling project in the Baza Basin (Southern Spain)

Das Projekt "Sub project: Seismic site characterization of the proposal ICDP drilling project in the Baza Basin (Southern Spain)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum durchgeführt. The intra-mountain Baza Basin in Southern Spain is the largest of the Late Neogene continental basins of the Betic Cordillera. It provides an up to 2.5 km thick archive of lacustrine and ancillary continental deposits from the Late Miocene to Middle Pleistocene. Infilling of the Baza Basin proceeded mainly by deposition of fine-grained deposits arranged in concentric facies belts in a lake complex. The expansion and contraction of these nested paleoenvironments serve as highly sensitive indicators of climate change which makes the Baza Basin a unique site for an integrated paleoclimate-oriented study of the last 7Ma of SE Europe. The planned LARSEI drilling project (LAcustrine Record of SE Iberia; submitted pre-proposal to ICDP) proposes to drill the Baza evaporitic basin in order to establish a realistic paleo-climatic record through the final Neogene (including the entire Pliocene) that very likely reflects regional events in the western Mediterranean as well as global climate milestones. Prerequisite for the drilling activities is the profound knowledge of the basin structure and local zones of neo-tectonic deformation, mainly related to the Baza fault bounding the basin to the West. We propose to aquire seismic multichannel profiles providing high-resolution images of the basin and related structural units (i.e. faults). The results of these measurements will both help to guide the drilling activities (including drilling site selection; presite study) and to better understand the structure and evolution of the Baza basin.

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