Für die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie wurden Verfahren entwickelt, um Gewässer anhand biologischer Qualitätskomponenten ökologisch zu bewerten. Mittels verschiedener Software-Produkte wurden die Verfahren operationalisiert und einem breiten Anwenderkreis zugänglich gemacht. Die ersten Versionen dieser Programme sind teilweise fünfzehn Jahren alt. Anpassungen beschränkten sich weitgehend auf inhaltlich-fachliche Aspekte sowie die Bedienbarkeit. Die grundsätzlichen Architekturen wurden jedoch nicht angetastet und entsprechen daher nicht mehr dem heutigen Stand der Technik. Um die Anwendungen zukunftssicher zu machen, wurden vier der gängigsten Verfahren zur ökologischen Bewertung von Fließgewässern als Online-Version programmiert: PhytoFluss (für die Biokomponente Phytoplankton), PHYLIB (aquatische Flora), PERLODES (Makrozoobenthos) und fiBS (Fisch-fauna). Die genannten Verfahren wurden zusammen mit einer Vielzahl begleitender Informationen in eine Plattform eingebettet und sind nun online verfügbar. Quelle: Forschungsbericht
Der vorliegende Bericht dient als Grundlage für die Weiterentwicklung der Bilanzierungssystematik kommunal (BISKO), welche im Rahmen des Projekts "Klimaschutz-Planer" entwickelt wurde. Der BISKO-Standard wurde entworfen, da kommunale Energie- und Treibhausgasbilanzen anfänglich noch mit sehr unterschiedlichen Methoden erstellt wurden. Mit Hilfe des Standards sollte somit eine Vereinheitlichung der Bilanzierungsmethoden stattfinden. Da der BISKO-Standard seit dessen Veröffentlichung im Jahr 2015 seitens des ifeu nur in seinen wesentlichen Bestandteilen weiterentwickelt werden konnte, die Anzahl der BISKO-Nutzer aber ansteigt, wurde das ifeu vom Umweltbundesamt (UBA) beauftragt, Vorschläge für die Weiterentwicklung des Standards zu entwickeln. Im Rahmen des Auftrags wurde zunächst eine Kurzstudie durchgeführt. Diese beinhaltete eine Analyse zur Verbreitung des Standards, Erfahrungen mit diesem sowie eine Analyse, wie sich methodische Aspekte mit anderen methodischen Bilanzierungsvorgaben verhalten. Die Ergebnisse dieser Studie wurden anschließend in einem Fachgespräch am UBA weiterdiskutiert. Basierend auf den daraus gewonnenen Erfahrungswerten, sollte ein Vorgehen vorgestellt werden, das den BISKO-Standard sowohl inhaltlich weiterentwickelt als auch Varianten präsentiert, wer in Zukunft die Verantwortung für die Weiterentwicklung und die Zertifizierung des BISKO-Standards haben könnte. In der Kurzstudie zeigte sich, dass der BISKO-Standard immer häufiger von Kommunen genutzt wird, nicht zuletzt, weil die Anzahl der Bundesländer, die kostenlose Softwares zur Bilanzierung für ihre Kommunen bereitstellen, welche auch nach BISKO bilanzieren, ansteigt. Die Konformitätsprüfung mit anderen Standards bestätigte, dass internationale kommunale Bilanzierungsstandards, wie das Greenhouse Gas Protocoll (GPC) und der Covenant of Mayors (CoM), überwiegend mit den wesentlichen Kriterien des BISKO-Standards konform sind. Lediglich überregionale Bilanzierungsmethoden auf Landes- und Bundesebene sind, da sie zumeist einen Quellenansatz verfolgen und eher (inter)nationalen Zielvorgaben entsprechen, nur teilweise mit dem BISKO-Standard konform. Dieser Bruch wurde aufgrund einer anderen Zielsetzung auf kommunaler Ebene bei der Entwicklung des BISKO-Standards bewusst eingegangen. Zusätzlich zur Vorabstudie wurden im Fachgespräch weiterführende Ideen zur (inhaltlichen) Weiterentwicklung des BISKO-Standards diskutiert. Daneben wurden auch verschiedene Verbesserungsvorschläge eingebracht. Unter anderem wurden die Themen Verbesserung der Datenverfügbarkeit- und Bereitstellung, Entwicklung von Indikatoren, Nutzung verschiedener Strommixe und die Berücksichtigung nicht-energetischer Sektoren besprochen. Bezüglich der Frage, wer die Verantwortung für die Weiterentwicklung und die Zertifizierung des Standards haben sollte, gab es ein relativ eindeutiges Meinungsbild, gemäß dem die Verantwortung einer übergeordneten unabhängigen Institution obliegen sollte, welche zudem die Zertifizierung übernimmt und ggf. Aufgaben an externe Dienstleister abgibt. Aufbauend auf den Wünschen und Ideen der Vorabstudie und des Fachgesprächs, wurden konkrete Empfehlungen für die Weiterentwicklung des BISKO-Standards vorgeschlagen. Für die inhaltliche Weiterentwicklung werden drei mögliche aufeinander aufbauende Arbeitsschritte präsentiert, welche mit steigendem Arbeitsaufwand einhergehen. Schritt 1 zeigt auf, wie die kurzfristige Weiterentwicklung des BISKO-Standards gesichert werden kann. Anhand von grundlegenden Aufgaben, wie der Bereitstellung von Emissionsfaktoren sowie der Organisation und Durchführung eines begleitenden Arbeitskreises (Begleitkreis), soll gewährleistet werden, dass der BISKO-Standard weiterhin aktuell bleibt. Zur weiterführenden Bearbeitung des BISKO-Standards (Schritt 2), können auch weitere Aufgaben, wie inhaltliche Vorbereitungen der Begleitkreise, regelmäßige Evaluationen der BISKO-Beschlüsse sowie Öffentlichkeitsarbeiten zur Verbreitung des Standards koordiniert werden. Im letzten und arbeitsintensivsten Schritt, könnte die konkrete inhaltliche BISKO-Weiterentwicklung im Rahmen des Begleitkreises erfolgen. Dabei könnten konkrete Themen, wie u a. der Umgang mit dem Strommix, die Berücksichtigung nicht-energetischer Emissionen, oder die einheitliche Datenberechnung thematisiert werden. Neben der inhaltlichen Weiterentwicklung soll auch die Datensituation verbessert werden, da die Datenlage häufig problematisch ist. Daher werden drei Optionen zur Verbesserung vorgestellt. Auch hier gehen die aufeinander folgenden Optionen mit aufsteigenden Arbeitsaufwänden einher. Die erste Option behandelt Daten, welche die Grundlagen der Bilanzierung betreffen. Es handelt sich dabei insbesondere um Daten, welche seitens der Bilanzierungssoftwares teilweise schon bereitgestellt werden (z. B. Fahrleistungen und Förderdaten). Diese Daten sollten aus Sicht des ifeu in Zukunft für alle Kommunen kostenlos bereitgestellt werden. In der zweiten Option könnten die Rahmenbedingungen für die Datenbereitstellung verbessert werden. Es wird empfohlen, folgende Aspekte anzugehen: Koordination zur Verbesserung der Rahmenbedingungen bei der Bereitstellung von Schornsteinfegerdaten, Anlagendaten aus Markstammdatenregister, Fahrleistungen ab 1990 sowie die Schaffung eines Übergabestandards für Verteilnetzbetreiber. Die letzte Option betrifft die konkrete Datenbereitstellung für alle Kommunen. Drei verschiedene Datenquellen â€Ì Verteilnetzbetreiber, Schornsteinfegerdaten und Daten aus dem Marktstammdatenregister - sollten demnach von einer zentralen Stelle gesammelt und bereitgestellt werden. Bezüglich der Frage, wer zukünftig die Verantwortung für die inhaltliche Weiterentwicklung des BISKO-Standards übernehmen sollte, wird empfohlen, dass dies durch eine Institution erfolgt, welche die folgenden Eigenschaften mit sich bringt. Die Institution sollte sowohl bundesweit aktiv und produkt-neutral sein, über das entsprechende Bilanzierungswissen verfügen und ein dauerhaftes Eigeninteresse an der Weiterentwicklung des Standards haben. Für die inhaltliche Weiterentwicklung des BISKO-Standards schlägt das ifeu drei Varianten vor, die von der verantwortlichen Institution übernommen werden könnten. Die drei Varianten "Basis", "Basis+" und "Service+" verfolgen unterschiedliche Ziele im Weiterentwicklungsprozess. Während bei der Basisvariante lediglich die rahmengebende Begleitaufgaben übernommen werden müssten, wird bei der Variante Service3+ neben intensiven Aufgaben zur inhaltlichen Weiterentwicklung auch die Verbesserung der Datengrundlagen angestrebt. Entsprechend der gewählten Variante steigt auch der Arbeitsaufwand deutlich an. Je nach Arbeitsaufwand könnte die verantwortliche Institution aber auch Dritte bei der Weiterentwicklung mit einbinden. Die Koordination für die Zertifizierung der Bilanzierungssoftware sollte dieselbe Institution übernehmen, welche den Weiterentwicklungsprozess koordiniert. Für den Zertifizierungsprozess werden zudem folgende Arbeitsschritte empfohlen: 1. Klärung was genau zertifiziert werden soll und wie oft eine Software zertifiziert werden soll, 2. Erstellung einer "BISKO"-Anforderungs-Checkliste und 3. (Regelmäßige) Überprüfung der Bilanzierungssoftwares. Gerade für den letzten Schritt kann z. B. ein unabhängiger Dienstleister beauftragt werden. Im Fachgespräch wurde deutlich, dass ein hoher Bedarf an der Weiterentwicklung der kommunalen Energie- und THG-Bilanzierung besteht. Es wird deswegen empfohlen, BISKO in einer der empfohlenen Tiefen zeitnah in einem partizipativen Prozess fortzuschreiben und weiterzuentwickeln. Quelle: Forschungsbericht
Das Projekt "Geruchs- und emissionsarme Innenraumprodukte - Untersuchungen und Ableitung von Bewertungskriterien zur Intensität, Hedonik und Zumutbarkeit von Gerüchen zur Weiterentwicklung des Blauen Engels" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Abteilung 4 Material und Umwelt, Fachbereich 4.3 Schadstofftransfer und Umwelttechnologien durchgeführt. 1. Viele Fußbodenbeläge auf Basis von Linoleum und Kautschuk, die im 'Vorgängerprojekt' gemäß DIN ISO 16000-28 untersucht wurden, weisen hohe Geruchswerte in Bezug auf die empfundene Intensität auf. Da es nicht Ziel des Blauen Engels ist, Produkte auf Basis natürlicher Rohstoffe auszuschließen, der Geruch jedoch beim Ansetzen des vorläufigen Beurteilungsmaßstabes des AgBB von 7 pi ein Ausschlusskriterium wäre, sollen diese Produkte weiter untersucht werden. Im Rahmen des aktuell noch laufenden Forschungsprojektes wird der Vorschlag unterbreitet, die problematischen Produkte im DE-UZ 120 bis auf Weiteres von der Geruchsbewertung auszunehmen. Sie würden damit den Blauen Engel weiterhin erhalten können, jedoch ohne die Auszeichnung 'geruchsarm'. Im nächsten Schritt (neues Projekt) soll ein Vorschlag erarbeitet werden, wie eine Bewertung der Produkte erfolgen kann. 2. Holzbasierte Fußbodenbeläge (DE-UZ 176) weisen häufig eine neutrale oder sogar positive Hedonik auf (ca. 0 ... 1). Üblicherweise werden Bauprodukte mit einer negativen Hedonik (ca. -0,5 ... -2,0) bewertet. Im Rahmen des aktuellen Projektes und der daran angekoppelten Promotion zeigte sich, dass sich dies auf die Bewertung der empfundenen Intensität auswirkt. Der Einfluss der Hedonik auf die Bewertung der empfundenen Intensität sollte näher untersucht werden, um eine Bewertung holzbasierter Produkte auf eine verifizierte Forschungsfüße zu stellen. Beide Forschungsfelder umfassen die Untersuchung der Zumutbarkeitsschwelle für Bauprodukte. . . .
Das Projekt "Teilvorhaben: 2.1 Gesamtsimulation und 5.1 Markt" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik durchgeführt. Ziel des Fraunhofer IEE in dem Teilvorhaben 2.1 der AG2 des NDRL ist es die bestehenden Energieinfrastrukturen und Demonstratoren in der Modellregion NDRL simulativ und zusammenfassend abzubilden und auf dieser Basis dann verschiedene Ansätze zur Einbindung von sektorkoppelnden Systemen in das gesamte Energiesystem, zum Netzbetrieb mit sektorkoppelnden Systemen und zur Versorgungssicherheit mit sektorkoppelnden Systemen zu untersuchen und Aussagen über gesamtsystemische Auswirkungen bei flächendeckender Einführung von Sektorkopplungstechnologien und speziell Technologien der Wasserstoffwirtschaft in der Modellregion NDRL zu erzielen. Das IEE übernimmt hier die stellvertretende Leitung des Teilvorhabens sowie die Modellierung der Infrastrukturen (Netze) und Technologien (Anlagen). In der AG5 sollen vom IEE energiewirtschaftliche Entwicklungen abgebildet und der Einsatz der NDRL-Demonstratoren sowie der weiteren Anlagen in der Modellregion im Strommarkt untersucht werden. Es werden Preiszeitreihen für Strom und Wasserstoff erstellt und Flexibilitätsanreize zum netzdienlichen Einsatz der Demonstratoren beurteilt.
Das Projekt "Teilvorhaben: Innovative Stackkomponenten-Entwicklung" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme durchgeführt. Um in Zukunft am Standort Deutschland konkurrenzfähige Stacks für die PEM-Elektrolyse in hoher Stückzahl wirtschaftlich bauen zu können, müssen verschiedene Innovationsschritte im Design als auch in der Herstellung umgesetzt werden. Im Rahmen des Gesamtvorhabens PEP.IN arbeitet das Fraunhofer ISE zusammen mit den Industriepartnern an technologischen Lösungen für dieses Ziel. Als Startpunkt werden die einzelnen Stackkomponenten hinsichtlich ihrer Funktionalität und Produzierbarkeit analysiert und die notwendigen physikalisch-technischen Eigenschaften ermittelt, um damit Wege zur Erhöhung des Automatisierungsgrad und der Taktfrequenzen aufzuzeichnen. Des Weiteren werden geeignete Materialkompositionen für Effizienz steigernde Korrosionsschichten entwickelt, die zudem eine großserien-taugliche Herstellung erlauben. Das Konzept für ein solches Beschichtungsverfahren wird in die angedachte Produktionslinie integriert. In einem konzeptionell komplett frei gedachten Proof-of-Concept werden zudem neuartige Designs umgesetzt/erprobt. In einem weiterem Arbeitspaket beschäftigt sich das Institut mit der Entwicklung und dem Design von Testabläufen und -anlagen sowie dem Betrieb ebendieser innerhalb des automatisierten Produktionsflusses von PEM-Stacks. Ziel ist es, sowohl notwendige manuelle Prüfung als auch die Prüfzeit zu verringern, um die Produktionskosten der einzelnen Stacks weiter zu reduzieren. Dazu werden Verfahren für eine effiziente Qualitätskontrolle in der Stackmontage identifiziert und ausgearbeitet und die notwendige elektrochemische Einfahrprozedur zeitlich optimiert (Konditionierung von Stacks). Um die an ein Serienprodukt gestellten Erwartungen an eine Langzeitperformance gerecht zu werden, sollen neben den Testungen innerhalb der Serienfertigung auch Methoden für Langzeittests sowie Accelerated Stress Tests erprobt und verifiziert werden.
Das Projekt "Teilvorhaben des INP: TV COIL Campfire Open Innovation Lab" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. durchgeführt. Das CAMPFIRE-Umsetzungsprojekt bündelt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die Umsetzung der gesamten Transportkette für grünes NH3 am Standort Energiehafen Rostock-Poppendorf in der Region Nord-Ost. Ziel ist die Eröffnung der Vorteile des wirtschaftlichen Wasserstoffträgers Ammoniak. Neben Logistikstrukturen für den Ammoniak-Import und den Betrieb von Schiffen werden Lösungen für die Versorgungs-sicherheit durch regionale Erzeugung und Speicherung, dynamische Wandlungstechnologien für stationäre und mobile Energieversorgung sowie Versorgung von Tankstellen und Leitungen entwickelt. Des Weiteren werden sichere Lösungen für die wirtschaftliche Distribution von Ammoniak im industriellen Umfeld erschaffen. Zur Übernahme von NH3-Importen als Grundlastversorgung für Großverbraucher werden Technologien für den tiefkalten bzw. druckverflüssigten Transport auf Binnenschiffen entwickelt. Des Weiteren wird die Entwicklung und Umsetzung eines flexiblen Bunkersystems für Ship-to-Ship-Betankung vorgenommen sowie eine landseitige Betankungsanlage für die zukünftige Versorgung von Schiffen im Energiehafen Rostock konzipiert und im Testfeld umgesetzt. Für die Realisierung einer Mittellastanlage zur Abdeckung von Lastspitzen wird die Entwicklung von Katalysatoren und eines Reaktors für die flexible Produktion von Ammoniak aus regional erzeugter erneuerbarer Energie im industriellen Umfeld vorgenommen. Als dynamische Wandlungstechnologien werden NH3-Cracker in Kombination mit Gasmotoren für BHKW zur stationären Energieversorgung, für Schiffsantriebe sowie für NH3-betriebene Wasserstoff-Tankstellen realisiert.
Das Projekt "Teilvorhaben: Evaluation" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Universität Osnabrück, Fachbereich 5 Biologie/Chemie, Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie durchgeführt. Wasser, Sand und Moor prägten und prägen auch heute noch die Landschaft des Hotspots 23. Sie charakterisiert sich durch extreme Standorte der Nässe, Trockenheit und Nährstoffarmut. Entsprechend hart mussten die Menschen hier früher in kleinbäuerlicher Struktur arbeiten, um ein karges Auskommen und Überleben zu finden. Getrieben von dem entbehrungsreichen Leben ihrer Vorfahren, ist im Gebiet des Hotspots 23 der agrarstrukturelle Wandel bereits sehr weit fortgeschritten. Heute zeigt sich das Gebiet in weiten Teilen stark landwirtschaftlich geprägt, aber auch die boomende wirtschaftliche Entwicklung schlägt sich in einem stetigen Flächenbedarf für Gewerbe und Industrie nieder. Es konkurrieren intensive Landnutzung, Siedlungsentwicklung, Straßenbau, Energieausbau und der Schutz von Flächen für Natur und Umwelt miteinander. Dies führt zudem zu einem immensen Flächendruck. Unter dem Eindruck dieser Entwicklung rücken daher in der Region verstärkt Fragen zum Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt. Flächen, wie Heiden und Moore, zusammenhängende Waldkomplexe und mäandrierende Fließgewässer, die früher die Landschaft charakterisierten, sind heute selten gewordene Relikte der natürlichen Standortgegebenheiten und der kulturhistorischen Nutzung. Sie sind deshalb heute von außergewöhnlichem Wert für den Arten- und Klimaschutz. Um die Menschen dieser Region für die Bedeutung ihrer Landschaft im Naturraum zu sensibilisieren und sie dafür zu gewinnen, Naturschutzmaßnahmen wie Moor- und Gewässerrenaturierungen oder die Neuanlage, Pflege und extensive Nutzung von Weiden, Heiden, Wäldern oder Sandflächen zu unterstützen, ist es von größter Bedeutung, ihnen die Entwicklung ihrer kulturhistorisch gewachsenen Landschaft nahe zu bringen, um so die Wertschätzung und eine regionaltypische Identität zu erzeugen. Hierfür sind eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und gemeinsam durchgeführte Naturschutzaktionen und- maßnahmen erforderlich.
Das Projekt "Ab initio-Ansatz zu in situ-Untersuchungen von Modellkatalysatoren" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität München, Fakultät für Chemie, Lehrstuhl für Theoretische Chemie durchgeführt. Die Zielsetzung von in situ-Messungen an wohldefinierten Einkristall-Modellkatalysatoren ist der Transfer des innerhalb des Ultrahochvakuum-Surface Science-Ansatzes etablierten, rigorosen und atomaren Verständnisses hin zu technologisch relevanten atmosphärischen Drücken. In entsprechenden Strömen und dabei typischerweise weit höheren Umsätzen werden Wärme- und Massentransportlimitierungen im Gas-Oberfläche-System immer wichtiger. Solche Flusseffekte in den komplexen in situ-Reaktorkammern gilt es sorgfältig zu analysieren, zu kontrollieren und idealerweise zu separieren, um das angestrebte molekulare Verständnis der aufgelösten Reaktionschemie an der Oberfläche zu ermöglichen. In diesem Projekt sollen diese Anstrengungen von theoretischer Seite durch Entwicklung eines ab initio-basierten Multiskalenmodellierungsansatzes ergänzt werden, der von den oberflächenkatalytischen Elementarprozessen bis zu den makroskopischen Flussprofilen reicht. Durch Integration von mikrokinetischen ab initio kinetische Monte Carlo (1pkMC) Formulierungen in das OpenFoam/CatalyticFoam Computational Fluid Dynamics Programmpaket wollen wir speziell frei verfügbare und allgemein einsetzbare Methodik aufbauen, die explizit die Reaktions-Transport-Kopplung in vollaufgelösten in situ-Reaktorkammern beschreibt. Auf der Seite der Materiallücke wird der Ansatz von Einkristalloberflächen zu Modellkatalysatoren erweitert, in denen Nanopartikel auf einem planaren Träger aufgebracht sind. Für beide Entwicklungsrichtungen erwarten wir noch stärkere und komplexere Transportlimitierungen als bereits von uns in vorherigen Arbeiten für idealisierte Flussgeometrien gezeigt. Die konzeptionelle Diskussion und Entwicklung wird hierbei bereits stark dazu beitragen, die Lücke zwischen physikochemischer und verfahrenstechnischer Forschung in der heterogenen Katalyse weiter zu schließen. Darüber hinaus wird die entwickelte 1pkMC-Fluss-Technologie eingesetzt, um quantitativ in situ Röntgen-Photoelektronenspektroskopie-Daten für die CO-Oxidation an Pd(100) zu modellieren.
Das Projekt "HuKmeN - Heizen und Kühlen mit einem Netz: Technik für geothermische Infrastruktur (Kollektorweber)" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Dresden, Institut für Naturstofftechnik, Professur für Agrarsystemtechnik durchgeführt. Ziel des Projektes ist die maschinen- und verfahrenstechnische Umsetzung des skalierten Erdwärmeaufschlusses. Benötigt wird eine wirtschaftliche wie zuverlässige Verlegetechnik zur Errichtung großflächiger Erdkollektoren. Das Projektziel untergliedert sich in zwei wesentliche Schwerpunkte: 1. Der Verifizierung und Validierung der Maschinensystementwicklung Kern des Vorhabens ist die Anknüpfung an die im Vorgängerprojekt 'KollWeb 4.0' entstandenen Ergebnisse. Dies bedeutet konkret, die systematische Inbetriebsetzung, Erprobung und Validierung der aufgebauten Verlegelösung zum flächigen Einbringen von Erdwärmekollektoren. 2.) Validierung der Montageverfahrensentwicklung Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist die systematische Untersuchung, Entwicklung und Bereitstellung der Bautechnik im Zusammenspiel mit dem Maschinensystem unter Betriebsbedingungen. Diese Verknüpfung ist der entscheidende Schlüssel für eine kostengünstige, funktionssichere und zuverlässige Gesamtmontage der Kollektoranlage. Das Projekt ist ein Anschlussvorhaben zum Projekt 'KollWeb 4.0'.
Das Projekt "Brennstoffzellenstapel, Wasser- und Thermal-Management für Luftfahrtanwendungen" wird vom Umweltbundesamt gefördert und von Technische Universität Braunschweig, Institut für Thermodynamik durchgeführt. Zur Realisierung eines umweltfreundlichen Luftverkehrs ist eine wesentliche Reduktion der Emissionen notwendig. Eine vielversprechende Option zur Emissionsreduktion ist der Einsatz von Wasserstoff, insbesondere in Kombination mit Brennstoffzellen. Im Rahmen des Verbundvorhabens SKAiB wird die Entwicklung eines Brennstoffzellen-Systems für den emissionsfreien Antrieb von Luftfahrzeugen in Richtung einer relevanten Leistungsklasse unter gleichzeitiger Erhöhung des Reifegrades bis zur Flugtauglichkeit vorangebracht. Hierfür müssen einerseits bestehende Komponenten und Teilsysteme hochskaliert und/oder auf diesen Anwendungsfall angepasst werden, beispielsweise der Brennstoffzellen-Stapel oder das Thermal Management. Andererseits sind unter Umstände neuartige, innovative Konzepte notwendig. Die TU Braunschweig wird im Rahmen des vorliegenden Teilprojekts Brennstoffzellen-Stapel und -Systeme für Luftfahrtanwendungen erforschen und bewerten. Hierbei liegt ein Fokus auf der Untersuchung alternativer, innovativer Konzepte für das Wasser- und Thermal-Management. Ein zweiter Fokus liegt auf der (Weiter-)Entwicklung und Bereitstellung numerisch effizienter, multiphysikalischen Modellierungsansätze. Hierdurch kann zukünftig die Vorhersagegenauigkeit entsprechender Simulationsmodelle weiter gesteigert und somit der Entwicklungsprozess luftfahrttauglicher Brennstoffzellen-Systeme hoher Leistungsklassen maßgeblich unterstützt und beschleunigt werden.
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Bund | 117 |
Type | Count |
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Förderprogramm | 115 |
unbekannt | 2 |
License | Count |
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geschlossen | 2 |
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Language | Count |
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Deutsch | 117 |
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Keine | 104 |
Webseite | 13 |
Topic | Count |
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Boden | 66 |
Lebewesen & Lebensräume | 70 |
Luft | 65 |
Mensch & Umwelt | 117 |
Wasser | 53 |
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